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Das Alumniportal Deutschland in Russland

Vergangene Veranstaltungen

Novosibirsk

Moskau

Bericht zum „Moskauer Gespräch I“ am 06.02.2012

„Russland und Europa – Perspektiven 2012“ – diesem Thema widmete sich der erste diesjährige Runde Tisch im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Moskauer Gespräche 2012“. Passend zum Thema der Diskussionsrunde fand diese am 06. Februar 2012 im Konferenzsaal der Delegation der Europäischen Union in Russland statt. Die beiden als Referenten geladenen Journalisten Johannes Voswinkel, seit zehn Jahren Leiter des Moskauer Büros der ZEIT in Russland, und Alexander Gabujew, langjähriger Experte für Außenpolitik und stellvertretender Redaktionsleiter beim Kommersant, diskutierten mit ca. 50 Diskussionsteilnehmern – Alumni, Studierenden, Praktikanten und jungen Berufstätigen aus Russland und Deutschland  – die möglichen Entwicklungen in Russland und der EU. Zunächst traten die beiden Referenten jeweils mit einem kurzen Impulsreferat auf und schilderten ihre bisherigen Erfahrungen, persönlichen Sichtweisen und Annahmen in Bezug auf die russisch-europäischen Perspektiven 2012. Den größten Teil der Veranstaltung nahm die offene und lebhafte Diskussion zwischen Teilnehmern und Referenten ein.

Besonders tief ergründet und ausdiskutiert wurden die aktuellen kritischen Situationen jeweils in dem mit Massenprotesten konfrontierten Russland und der durch die Finanzkrise geschwächten EU. Alexander Gabujew widmete sich in seinen Ausführungen insbesondere der nahen politischen Zukunft Russlands. Zur Veranschaulichung seiner Prognose skizzierte er vier Szenarien, wobei er das erste Szenario von Beginn an für unrealistisch erklärte, nämlich „dass am 4. März bei den Präsidentschaftswahlen ein anderer Kandidat gewinnt, als der, an den Sie gerade alle denken“. Unter der Prämisse, dass Putin zum Präsidenten gewählt wird, woran nach Gabujew kein Zweifel bestünde, da eine reale Veränderung in diesem Jahr noch nicht ernsthaft vorstellbar sei, beschrieb Gabujew das zweite eher unwahrscheinliche Szenario: Putin beginnt mit den lang erwarteten Reformen. Für genauso unwahrscheinlich erklärte Gabujew die dritte Möglichkeit, nämlich dass Putin anfängt, mit Repressionen gegen politische Gegner vorzugehen. Am realistischsten erachtete der russische Journalist das Festhalten Putins am Status Quo – alles bleibt beim Alten, anstelle von Reformen treten Imitationen von Modernisierung. Allerdings hob Gabujew klar hervor, dass er die
Ära Putins sich dem Ende zuneigen sieht.

Auch die EU sei nach Gabujew derzeit eher mit eigenen Problemen beschäftigt, als dass ernsthafte Strategien hinsichtlich östlicher Partnerschaften entwickelt würden. Russland spiele in dieser Hinsicht nur eine geringe Rolle. Das Hauptaugenmerk der EU liege auch dieses Jahr auf der Lösung ihrer ökonomischen Probleme und damit vor allem der Bewältigung der Krise in Griechenland, wobei Gabujew davon ausgeht dass eine Insolvenz unumgänglich sei. Hinsichtlich Russlands müsse Europa, so Gabujew, verstehen, dass die Wahlen 2012 einen Übergangscharakter aufwiesen und bereits die „Post-Putin-Ära“ zu analysieren sei.
Voswinkel beschrieb die Beziehung zwischen Russland und der EU, welche momentan einen Tiefpunkt erreicht hätte, mit drei Schlüsselworten: Missverständnis, Ignoranz, Desinteresse. Der deutsche Journalist vertrat wie Gabujew die Meinung, dass die EU zu sehr mit eigenen Problemen beschäftigt sei und dass bezogen auf Russland aus Brüssel zu wenig an konkreter Zielrichtung und an großen Strategien zu erkennen sei, sondern lediglich „business as usual“. Dabei könnten sich die EU und Russland, dem Voswinkel durchaus eine europäische Orientierung attestierte, gut ergänzen. Beide müssten sich jedoch vorher eingestehen, dass sie international betrachtet schwächer sind als sie zu glauben scheinen. Voswinkel war sich sicher, dass eine Eurasische Union keine ernsthafte Alternative zu einer EU-Russland-Partnerschaft sei. Allerdings müsse sich Russland, um seinerseits einen Schritt auf Europa zuzugehen, zunächst über sich selbst klar werden und vor allem mehr Vertrauen in seine Außenpolitik schaffen und dementsprechend handeln. Dazu zählt beispielsweise der Respekt der Werte der EU. Momentan klinge jedoch „Modernisierung“ in Russland immer noch wie Science Fiction.

Beide Referenten hielten den WTO-Beitritt Russlands für ein gutes Zeichen und einen wichtigen Schritt in Richtung einer Annäherung, nicht nur auf ökonomischer Ebene. Voswinkel sprach in diesem Zusammenhang von einem psychologischen Signal der „Nichtausgrenzung“ an Russland. Schließlich seien, so Voswinkel, die politischen, ökonomischen und kulturellen Verflechtungen Russlands und Europas sehr stark.

Während der Diskussion nahmen sich die Referenten ausgiebig Zeit die Fragen aus dem Plenum zu beantworten. Hervorzuheben ist das Thema Internet, welches die Teilnehmer mehrmals ansprachen. Schließlich spielte es nicht zuletzt bei der Organisation der Protestbewegung in Russland eine große Rolle. Fragen nach den Möglichkeiten, die das Medium bietet, wurden erörtert. Sowohl Gabujew als auch Voswinkel stimmten zu, dass das Internet angesichts der recht einseitigen Berichterstattung der Massenmedien in Russland eine Schlüsselfunktion einnehme, wobei es ein neutrales Instrument sei, welches an sich keinen revolutionären Charakter aufweise.

Nach der Diskussion hatten die Teilnehmer noch Zeit, sich bei einem Glas Sekt und Häppchen persönlich zu unterhalten, wobei sich angeregte Gespräche im kleinen Kreis entwickelten.

Infoveranstaltung zum Alumniportal Deutschland in Moskau

Infoveranstaltung am 18. Dezember in Moskau

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Gut 40 Deutschland Alumni trafen sich am 18. Dezember im Kinosaal des Goethe- Instituts zu einer Präsentation des Alumniportals Deutschland. Zur Infoveranstaltung haben sich insgesamt mehr als 60 Leute angemeldet.
Die Veranstaltung wurde mit dem Grußwort von APD-Multiplikatorin Benasir Abrarowa eröffnet. Danach folgte selbst die Präsentation des neuen Online-Angebots für Deutschland Alumni. Es wurde erzählt, was für eine Zielgruppe das Portal hat, von wem das Portal gegründet wurde und was sich die Förderorganisationen dabei als Ziel gesetzt haben. Der Schwerpunkt der Präsentation waren die Möglichkeiten, die das Portal allen seinen Nutzern gibt. Unter allem sind das die Möglichkeiten alte Kontakte zu sichern und neue zu bilden, neue Praktikumsmöglichkeiten zu finden, Deutsche Sprache zu trainieren, interessante Jobangebote zu finden und damit für die Karriere zu profitieren.

Zur Veranstaltung kam auch Leiterin eines der ältesten deutschen Alumniprojekts in Russland „Hallo Deutschland“ Frau Susanne Wunderlich, die von Ihrem Projekt erzählte und nämlich von den Veranstaltungen, die jedes Jahr in russischen Regionen stattfinden, unter denen auch das Medienforum ist, welches einen guten Ruf im journalistischen Berufskreis hat. „Hallo Deutschland“ bietet seinen Nutzern auch viele Möglichkeiten in kulturellen und beruflichen Bereichen, z.B. Veranstaltungskalender und Jobbörse. Aber im Unterschied von APD bietet „Hallo Deutschland“ keine Möglichkeit der Online-Kommunikation. So ist das APD eine gute Möglichkeit für 

„Hallo Deutschland“ alle seine Mitglieder auf einer Internetplattform zusammenzubringen. In dieser Richtung entwickelt sich die Zusammenarbeit von „Hallo Deutschland“ und APD in der Zukunft.
Auch die Vertreter einer der Förderorganisationen von APD „InWEnt“ Herr Wladimir Bogdanow und Frau Isolde Heinz haben eine kurze Rede über das Portal und seine Nutzung als eine Internetplattform, die Deutschland Alumni zusammenbringt und ihnen neue Möglichkeiten der Weiterbildung eröffnet, gehalten.

Nach der Präsentation wurden solche Fragen diskutiert wie Perspektiven des Portals und die Möglichkeit seiner Nutzung als eine Beratungsstelle für die Leute, die noch keine Alumni sind, aber die Pläne haben sich in Deutschland weiterzubilden, ein Praktikum zu absolvieren.
Die Veranstaltung endete mit der Vorschau eines Films, in dem die Rede davon war, wie das Portal in den Ländern, in denen er schon seit 2008 existiert, benutzt wird.

IMG_0230_04.jpgWährend des kleinen Empfangs, der nach der Präsentation stattgefunden hat, bekamen alle Teilnehmer die Möglichkeit sich einander kennen zu lernen und über die Perspektiven, die ihnen das Alumniportal eröffnet umzutauschen. Am 5. Februar findet im Kinosaal des Goethe-Instituts der zweite Teil der Infoveranstaltung statt. Außer den Leuten „trained in Germany“ werden zur Veranstaltung einige Vertreter der deutschen Unternehmen eingeladen.

Informationsveranstaltung in Novosibirsk Dezember 2009

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Am 15.12.2009 fand eine Alumniportal Deutschland Informationsveranstaltung in Novosibirsk statt. Die Veranstaltung fand im Konferenzzentrum des Hotels "Novosibirsk" statt. Es waren zahlreiche Gäste da.

Aktivitäten in der russischen Community

 

Bildergalerie Novosibirsk

>>> Hier geht es zur Bildergalerie.

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Schaut euch die Bilder zu der Informations- veranstaltung an!