4 Finde ich gut

Die Urbanisierung der Erde

Sprachniveau A2

„Die Zukunft unserer Zivilisation entscheidet sich in den Städten.“ Das sagt der Wissenschaftliche Beirat der deutschen Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU). Er hat dazu ein Gutachten „Der Umzug der Menschheit: Die transformative Kraft der Städte“ im April 2016 herausgegeben.

Die Fakten der Urbanisierung

Im Jahr 2008 lebten über 50 Prozent der Weltbevölkerung in Städten - 3,3 Milliarden Menschen. 2050 werden bereits zwei Drittel der Menschen in Städten leben.

Von den 27 Megastädten im Jahr 2020, also den Städten mit mehr als zehn Millionen Einwohnern, werden nur vier nicht in Entwicklungsländern liegen. Die drei bevölkerungsreichsten Städte der Erde sind Tokio (37,75 Millionen Menschen), der Großraum Jakarta (fast 40 Millionen) und Delhi (25,73 Millionen). 

Die Folgen von Migration und Urbanisierung

Immer größer, immer mehr Menschen, immer mehr Ressourcen – das ist der Trend der Urbanisierung. Doch dies bedeutet zu wenig bezahlbarer Wohnraum, die Elendsviertel wachsen, Armut und Kriminalität steigen, die Infrastruktur bricht teilweise zusammen. Die Slums der riesigen Städte tragen besonders stark zum Ausstoß von Treibhausgasen bei. Gleichzeitig werden sie von den Folgen der globalen Erwärmung besonders hart getroffen. 

Neben den negativen Folgen gibt es auch positive Auswirkungen: Städte spielen neben all den negativen Entwicklungen auch eine wichtige Rolle für Entwicklungsländer. Sie sind Wachstums- und Entwicklungsmotoren.

Forderungen an die Politik

Die Entwicklung in den Regionen in der Nähe der Städte und die Lebensbedingungen der Menschen stehen an erster Stelle. Der WBGU hat dieses Thema auf der UN-Konferenz Habitat III in den Fokus gerückt. Auf der dritten Habitat-Konferenz in Quito 2016 wurde die New Urban Agenda verabschiedet. Die UN-Mitgliedstaaten wollen Städte stärker in ihre Politik einbeziehen und die Bedingungen zur Verwirklichung einer nachhaltigen und integrierten Stadtentwicklung verbessern. 

Fragen A2:

  • Wie groß ist eine Stadt wenn man sie "Megacity" nennt?
  • Wie viele Menschen werden 2050 in Städten leben?
  • Welche negativen Auswirkungen hat die Urbanisierung?

Text und Antworten in der Community


Sprachniveau B2

„Die Zukunft unserer Zivilisation entscheidet sich in den Städten.“ Das sagt der Wissenschaftliche Beirat der deutschen Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU). Er hat dazu ein Gutachten „Der Umzug der Menschheit: Die transformative Kraft der Städte“ im April 2016 herausgegeben.

Die Fakten der Urbanisierung

Im Jahr 2008 lebten über 50 Prozent der Weltbevölkerung in Städten - 3,3 Milliarden Menschen. Bis 2030 werden es voraussichtlich fünf Milliarden Menschen sein. 2050 werden bereits zwei Drittel der Menschen in Städten leben.

Die drei bevölkerungsreichsten Städte der Erde sind Tokio (37,75 Millionen Menschen), der Großraum Jakarta (fast 40 Millionen) und Delhi (25,73 Millionen). Von den 27 Megastädten im Jahr 2020, also den Städten mit mehr als zehn Millionen Einwohnern, werden nur vier nicht in Entwicklungsländern liegen. Übrigens ist keine einzige deutsche Stadt unter den Megastädten, lediglich die Region Rhein Ruhr zählt dazu mit über elf Millionen Menschen.

Zwischen zwei und drei Milliarden Menschen werden sich in den kommenden Jahren vom Land in die Städte der Welt bewegen. Dieser Trend, den die Gutachter als „Urbanisierungsschub“ bezeichnen, trifft also alle Länder der Erde, besonders aber die Entwicklungsländer.

Die Folgen von Migration und Urbanisierung

Immer größer, immer mehr Menschen, immer mehr Ressourcen – das ist der Trend der Urbanisierung. Dies führt zu weniger bezahlbarem Wohnraum, wachsenden Elendsvierten; Armut und Kriminalität steigen, die Infrastruktur bricht teilweise zusammen. Die Slums tragen besonders stark zum Ausstoß von Treibhausgasen bei. Gleichzeitig werden sie von den Folgen der globalen Erwärmung besonders hart getroffen. Die Entwicklung in den Regionen in der Nähe der Städte steht daher an erster Stelle. Es sollen, so empfehlen die Experten, so genannte Mittelzentren entstehen, denn das macht die Städte und Länder widerstandsfähig gegen Krisen. Gleichzeitig sinkt der Druck auf Ressourcen wie Wasser.

Neben den negativen Folgen gibt es auch positive Auswirkungen: Städte spielen neben all den negativen Entwicklungen auch eine wichtige Rolle für Entwicklungsländer. Sie sind Wachstums- und Entwicklungsmotoren. Bangkok etwa trägt über 40 Prozent zum nationalen Bruttosozialprodukt bei, dabei leben hier „nur“ zehn Prozent der Bevölkerung Thailands.

Forderungen an die Politik

Die Lebensbedingungen der Menschen in den Slums müssen in den Mittelpunkt der Stadtentwicklung rücken. Der WBGU hat dieses Thema auf der UN-Konferenz Habitat III in den Fokus gerückt. Auch soll sich die Gruppe G20 der führenden Industrie- und Schwellenländer mit dem Thema dauerhaft beschäftigen. Dabei bekommt die deutsche Bundesregierung mit ihrer G20-Präsidentschaft 2017 eine Schlüsselrolle. 

Auf der dritten Habitat-Konferenz in Quito 2016 wurde die New Urban Agenda verabschiedet. Die UN-Mitgliedstaaten wollen Städte stärker in ihre Politik einbeziehen und die Bedingungen zur Verwirklichung einer nachhaltigen und integrierten Stadtentwicklung verbessern. 

Fragen B2:

  • Wo entscheidet sich die Zukunft der Zivilisation?
  • Wen betrifft der Urbanisierungsschub besonders?
  • Wie viele Menschen werden sich in den kommenden Jahren in die Städte bewegen?
  • Welche positiven Auswirkungen haben die Städte auf ein Land?
  • Was kann die Politik in Sachen Urbanisierung tun?

Text und Antworten in der Community

November 2016

Dieser Text ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz. Möglicherweise unterliegen zusätzliche Inhalte wie Bilder und Videos jeweils zusätzlichen Bedingungen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie einverstanden. Zudem gilt folgende Regelung für die korrekte Benennung der Urheber und Quelle sowie Übersetzungen.

Kommentare

Vivek
13. January 2017

Finde ich sehr interessant.

Youcef Goudjil
9. December 2016

Aus sicherheits grund fur prufung , man muss nicht viele aussagen oder Mitteilungen ......!!!!
aber gut in zukunft ...!

Tiemoko Kone
7. December 2016

sehr interesant danke

Jetzt kommentieren