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Postfaktisch, Brexit und Trump-Effekt: Die Wörter des Jahres 2016

Sprachniveau A2

„Sprachen sind die Archive der Geschichte“. Das sagte der amerikanische Philosoph Ralph Waldo Emerson. Die Wörter des Jahres, die die Gesellschaft für deutsche Sprache e. V. (GfdS) jedes Jahr auswählt, sind daher ein interessanter Rückblick in das gerade vergangene Jahr.

Postfaktisch bedeutet „gefühlte“ Wahrheit. Sie ist für manche Menschen wichtiger als Tatsachen. In den politischen und gesellschaftlichen Diskussionen stehen heute oft die Emotionen statt Fakten im Mittelpunkt. Einige Menschen akzeptieren sogar Lügen

„Brexit“ und „Trump-Effekt“ 

Auf Platz 2 steht das Wort Brexit (aus: Britain + Exit). Die Herkunft des Wortes ist ein Beispiel für postfaktische Politik. Denn mit vielen falschen Informationen bekamen die Befürworter des Austritts Großbritanniens aus der EU die Stimmen der Bevölkerung. Auch das Wort „Trump-Effekt“ ist unter den Wörtern des Jahres 2016. Es bezeichnet die Auswirkungen der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA. 

„Oh, wie schön ist Panama“

Auf Platz 10 steht traditionell ein „Satz des Jahres“. Der Satz des Jahres 2016 ist auch der Titel eines beliebten Kinderbuchs. Er meint die Veröffentlichung der Panama-Papiere. Das sind Enthüllungen über Briefkastenfirmen in Panama. Sie dienen der Geldwäsche und dem Steuerbetrug. Einige bekannte Politiker waren beteiligt. Auch in Deutschland waren viele hundert Personen darunter.

Eine Übersicht der Wörter des Jahres 2016 findet man auf der Webseite der Gesellschaft für deutsche Sprache e. V. (GfdS).

Fragen A2:

  • Was bedeutet „postfaktisch“?
  • Was bedeutet „Brexit“?
  • Wie lautet der Satz des Jahres 2016?

Text und Antworten in der Community


Sprachniveau B2

„Sprachen sind die Archive der Geschichte“. Das wusste schon der amerikanische Philosoph Ralph Waldo Emerson. Und so sind die Wörter des Jahres, die die Gesellschaft für deutsche Sprache e. V. (GfdS) alle Jahre wieder auswählt, ein interessanter Rückblick in das gerade vergangene Jahr.

Postfaktisch bedeutet: Die „gefühlte“ Wahrheit ist für manche Menschen wichtiger als Tatsachen. In den politischen und gesellschaftlichen Diskussionen stehen heute oft eher die Emotionen statt Fakten im Mittelpunkt und sogar Lügen werden von einigen Menschen akzeptiert. 

„Brexit“ und „Trump-Effekt“ als Beispiel für postfaktische Politik

Auf Platz 2: Brexit (aus: Britain + Exit). Die Herkunft des Wortes ist ein passendes Beispiel für postfaktische Politik. Denn mit vielen gezielten Fehlinformationen bekamen die Befürworter des Austritts Großbritanniens die Stimmen in der Bevölkerung. Auch das Wort „Trump-Effekt“ ist unter den Wörtern des Jahres 2016. Es bezeichnet die Auswirkungen der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA.

„Oh, wie schön ist Panama“

Auf Platz 10 steht traditionell ein „Satz des Jahres“. Der Satz des Jahres 2016 ist auch der Titel eines beliebten Kinderbuchs. Er spielt an auf die Veröffentlichung der Panama-Papiere. Das sind Enthüllungen über Briefkastenfirmen in Panama. Es geht um Geldwäsche und Steuerbetrug. Einige führende Politiker waren beteiligt und mussten zurücktreten. Auch in Deutschland waren viele hundert Personen darunter.

Hier eine Übersicht der Wörter des Jahres 2016:

  1. postfaktisch
  2. Brexit
  3. Silvesternacht – spielt an auf die Übergriffe auf Frauen, die in der Nacht auf den 1. Januar 2016 in Köln und in anderen deutschen Städten passiert sind
  4. Schmähkritik – meint die Diffamierung einer Person statt sachlicher Kritik
  5. Trump-Effekt
  6. Social Bots - Computerprogramm, das automatisch bestimmte sich wiederholende Aufgaben erledigt
  7. schlechtes Blut – der türkische Staatspräsident bezeichnete so türkischstämmige deutsche Bundestagsabgeordnete, die in einer Resolution dafür gestimmt hatten, das türkische Verhalten gegenüber den Armeniern zu Anfang des 20. Jahrhunderts als Völkermord zu bezeichnen
  8. Gruselclown - häufig um Halloween erschrecken als besonders gruselig verkleidete Clowns andere Personen
  9. Burkiniverbot – galt in Frankreich – ein den ganzen Körper verhüllender Badeanzug, der von strenggläubigen Musliminnen getragen wird
  10. Oh, wie schön ist Panama

Die Wörter des Jahres 2016 sind zum 41. Mal bekannt gegeben worden. Am 10. Januar wird das Unwort des Jahres 2016 bekannt gegeben. Für das Auswahlverfahren eines Jahres kann jeder bis 31. Dezember Vorschläge machen.

Fragen B2:

  • Welches Wort des Jahres 2016 bezeichnet die „gefühlte“ Wahrheit?
  • Was ist den Menschen bei der gefühlten Wahrheit wichtiger als Fakten?
  • Was bedeutet „Brexit“?
  • Welche Firmen findet man häufig in Panama?
  • Was bedeutet „Schmähkritik“?

Text und Antworten in der Community

Januar 2017

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