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Wladimir und Vitali Klitschko - Integration durch Sport

Die Weltklasse-Boxer Vitali und Wladimir Klitschko sind das, was man in Deutschland Publikumslieblinge nennt: Die ukrainischen Sportler sind gern gesehene Gäste in Talkshows, beliebte Gesichter der Werbung und bewiesen unlängst sogar in Kinofilmen schauspielerisches Talent. Die Klitschkos haben sich durchgeboxt – im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Jetzt erzählt ein Dokumentarfilm („Klitschko“, seit Juni im Kino) die wichtigsten Stationen aus ihrem Leben: Mit dem Eintritt ins Profilager eines Hamburger Boxstalls kam 1996 eine Bilderbuchkarriere in Gang, die so außerhalb des Sports nicht möglich gewesen wäre.

 

Durchgeboxt

 

Obwohl Karrieren wie die der Klitschko-Brüder in Deutschland kein Einzelfall sind, gelten gerade die sympathischen Boxer als Vorbilder. Das Beispiel der Klitschkos zeigt: Wo Ehrgeiz und Begabung aufeinander treffen, eröffnen sich im Sport große Chancen – und zwar nicht nur für Ausnahmesportler wie die Klitschko-Brüder. Sportvereine bieten ideale Voraussetzungen für ein Miteinander trotz kultureller Unterschiede. Nirgendwo ist die einende Kraft des Sportes besser spürbar als auf dem Fußballplatz, wo Spieler unterschiedlicher Herkunft sich manchmal kaum verständigen können. Wie sie dennoch ein gutes Zusammenspiel hinbekommen? Blicke, Gesten und der Wille zum Sieg funktionieren offensichtlich besser als Worte. Etwas anders ist es allerdings beim Profi-Fußball: Hier fallen von den Zuschauerrängen oft die einen oder anderen diskriminierenden Schimpfwörter. Das Problem haben die Vereine und der Deutsche Fußballbund aber inzwischen erkannt: Aktionen wie „Am Ball bleiben – Fußball gegen Rassismus und Diskriminierung“ (www.amballbleiben.org) rufen zu Toleranz und Fairness auf.

 

 

Integration durch Sport

 

Auch die Politik hat die verbindende Kraft des Sports erkannt. Initiativen wie „Integration durch Sport in Bayern“ wollen mit ihren Veranstaltungen die gesellschaftliche Integration unterstützen. Beim „Streetsoccermobil“ geht es nicht nur darum, wer die meisten Tore schießt, sondern auch um das faire Miteinander von deutschen und ausländischen Jugendlichen: Bei Fouls gibt es Punktabzug, bei lobenden Gesten, wie Schulterklopfen kommen Punkte dazu.

 

Aber auch die Wirtschaft nutzt den Sport: Gerade große und weltweit agierende Unternehmen sehen im Betriebsport eine gute Möglichkeit, nicht nur die Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter oder das Betriebsklima zu verbessern. Nirgendwo können sich die Kollegen aus den verschiedenen Kulturkreisen besser annähern, als bei einem Fußballspiel oder einer Runde Basketball nach Büroschluss.

 

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