
Nidal Al Abboud entschied sich nach einigen Jahren Arbeitserfahrung in einem syrischen Ministerium, seine Doktorarbeit in Deutschland zu schreiben. Derzeit promoviert Al Abboud an der TU Berlin am Institut für Energietechnik und behält bei seinem Thema sowohl Umweltaspekte als auch
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Energieeffizienz und Kostenoptimierung
Absolventen aus Entwicklungs- und Schwellenländern, die sich für den Bereich Erneuerbare Energien und Umwelttechnik interessieren, bietet der Studienstandort Deutschland eine Fülle von Erststudienfächern, Aufbaustudiengängen sowie Promotionsmöglichkeiten. Auch Nidal Al Abboud entschied sich nach einigen Jahren Arbeitserfahrung in einem syrischen Ministerium, seine Doktorarbeit in Deutschland zu schreiben. Derzeit promoviert Al Abboud an der TU Berlin am Institut für Energietechnik und behält bei seinem Thema sowohl Umweltaspekte als auch die Kosten der Energieversorgung im Blick.
INTERVIEW
AGEF: Herr Al Abboud, Sie promovieren derzeit am Institut für Energietechnik an der TU Berlin. Was haben Sie vor Ihrem Aufenthalt in Deutschland in Syrien studiert und aus welchen Gründen haben Sie sich für Deutschland als Studienort entschieden?
ABBOUD: Vor meinem Studium in Deutschland arbeitete ich im Ministerium für Elektrizität in der für Kraftwerke zuständigen Abteilung. Für Deutschland als Studienort habe ich mich entschieden, da Deutschland mit über 350 Hochschul- und Forschungseinrichtungen eines der besten und dichtesten Bildungsnetzwerke besitzt. Die Universitäten und Fachhochschulen haben ein breites Studienangebot, vor allem im Bereich Energie und Umweltschutz.
AGEF: Sie sind Teammitglied in der Forschungsgruppe „deeco“, das für „dynamic energy, emissions, and cost optimization“ steht. Was genau sind die Forschungsziele des Projekts und welches Thema bearbeiten Sie explizit?
ABBOUD: Die Forschungsgruppe „deeco“ konzentriert sich auf die Optimierung des Betriebs von Energieumwandlungsanlagen sowie auf die Optimierung regionaler und nationaler Energieversorgungssysteme.
Mein Thema lautet: „Entwicklung eines Energiesystemmodells zur Optimierung des syrischen Elektrizitätsversorgungssystems“. Die Forschungsziele des Projekts bestehen in der Minderung von CO2-Emissionen sowie der Gesamtkosten der produzierten Elektrizität.
AGEF: Welchen Stellenwert hat der Bereich Umwelt- und Energietechnik für Syrien?
ABBOUD: Der Bereich Umwelt- und Energietechnik hat für Syrien einen hohen und wichtigen Stellenwert. Insbesondere die Schlüsselbranchen Umwelt- und Energietechnik werden gefördert, um den Wissenschaftsstandort Syrien in den nächsten Jahren weiter auszubauen und in seiner internationalen Wettbewerbsfähigkeit zu unterstützen.
AGEF: Gibt es gemeinsame deutsch-syrische Forschungsprojekte oder deutsche Unternehmen, die im Bereich der Umwelt- und Energietechnik in Syrien arbeiten?
ABBOUD: Leider habe ich keine genauen Informationen darüber, glaube aber, dass Siemens an einem Projekt im Ministerium für Elektrizität arbeitet.
AGEF: Was sind Ihre Pläne für die Zeit nach Ihrer Promotion? In welchem Beruf und in welchem Land möchten Sie arbeiten? Welche Herausforderungen erwarten Sie bei Ihrem Berufseinstieg in Syrien?
ABBOUD: Ich plane, in mein Heimatland Syrien zurückzukehren, und möchte meine Kraft und mein Wissen einsetzen, um meinem Land zu helfen. Ich hoffe, im Ministerium für Energie im Bereich Energie und Umweltschutz arbeiten zu können.
Zunächst ist die Schaffung eines günstigeren Rahmens für die Gründung von nachhaltigeren Energiesystemen im ganzen Land vonnöten. Dazu müssen intelligente Verfahrens- Energie-, und auch umweltspezifische Lösungen entwickelt werden, um die Energieeffizienz zu verbessern.
Nicht zuletzt müssen attraktive Rahmenbedingungen für Investitionen in Technologien mit geringen Emissionen geschaffen werden, unter besonderer Berücksichtigung der Mechanismen des Kyoto-Protokolls.
AGEF: Sie sind in Deutschland in einem syrischen Studentenverein aktiv. Ist die Suche nach einer qualifizierten Arbeitsstelle ein Thema unter den Studenten?
ABBOUD: Ich bin zwar Mitglied im syrischen Studentenverein, allerdings so sehr mit meiner Forschung beschäftigt, dass ich kaum Zeit für die Vereinsarbeit habe.












