
Facebook, Xing oder LinkedIn: Der Boom der sozialen Netzwerke im Internet ist ungebremst. Kein Wunder, macht es doch Spaß, sich mit Freunden auszutauschen oder auf persönlichem Weg einen neuen Job zu suchen. Doch Vorsicht ist geboten: bestimmte Profile können auch zu Karriere-Killern werden. Besonders brisant ist es, wenn Informationen an falsche Personen gelangen. Der Social-Media-Experte Klaus Eck hat wertvolle Tipps, wie Sie das Internet zu Ihrem Vorteil nutzen können.
„Das Internet vergisst nichts“, warnt Klaus Eck, Autor des Buches „Karrierefalle Internet“ und macht deutlich: „Jede Statusmeldung auf Facebook, jeder Blogkommentar, jedes Foto sind oftmals noch viele Jahre lang online zu finden.“ Der Experte weiß: „Alle Inhalte, die Sie online veröffentlichen, prägen ein Stück weit Ihre Online-Persönlichkeit.“ Daher müssen Arbeitnehmer und Freiberufler genau darauf achten, wie sie sich im Internet darstellen und welche Spuren sie hinterlassen.
Foto ja – aber die Auswahl ist entscheidend
So ist es zum Beispiel tabu, Firmeninterna auf den Profilen zu veröffentlichen. Auch allzu emotionale Äußerungen über die Lage im Job sind nicht angebracht. Vorsichtig sein sollte man auch, wenn man krankgeschrieben ist. Experten sind sich einig: Wer krank ist, sich aber stundenlang bei Facebook vergnügt, macht sich möglicherweise unglaubwürdig. Auch Foren sind tückisch: Wer Fragen zu Fachthemen stellt, die Voraussetzung für seinen Job sind, wirkt unseriös.
Von zentraler Bedeutung ist in jedem sozialen Netzwerk das Profilbild. Eck rät, darauf nicht zu verzichten. „Jeder nimmt Sie darüber wahr. Deswegen sollten Sie lieber nicht ein Foto von der letzten Party oder Ihrem Sommerurlaub verwenden, sondern auf eine hohe Qualität setzen“, meint Eck. Das gilt vor allem bei Portalen, in denen berufliche Kontakte im Vordergrund stehen.
Lieber nicht: Partybilder für alle Kollegen
Schwierig wird es, wenn sich wie etwa bei Facebook echte Freunde mit beruflichen Freunden vermischen. Hier raten Experten, genau festzulegen, wer was erfahren und sehen darf. Eck fordert die User auf: „Überprüfen Sie Ihre Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook, Xing, Twitter und anderen Netzwerken, damit Sie selbst festlegen, wer auf Ihre privaten Informationen zugreifen darf.“
Denn eines darf man nie vergessen: Der Smalltalk über Internet-Plattformen ist verlockend. Schnell vergisst man, wer noch alles mitlesen kann. Darüber hinaus muss man immer damit rechnen, dass auch Leute an Informationen kommen, die man selbst nicht als direkten Kontakt hat. Schließlich kann jeder private Kontakt alle Informationen an andere weitergeben. So machen Partybilder oder Bilder vom Strand ungewollt schnell die Runde im Büro.
Verschiedene Netzwerke, unterschiedliche Profile
Grundsätzlich sollte man darauf achten, in welchem Netzwerk man sich wie darstellt: Während es bei StudiVZ lockerer zugeht, sollte ein Profil bei Xing professionell und seriös wirken. Eck rät zudem, „soziale Hygiene“ zu betreiben. "Überprüfen Sie Ihre digitalen Freundschaften und verabschieden Sie sich hin und wieder von einzelnen Kontakten", so der Experte. Auf diese Weise behält man leichter den Überblick.
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