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Auslandshandelskammern: Die Eintrittskarte für das internationale Geschäft

Deutschland ist ein Land der Exportschlager: 2011 exportierten deutsche Unternehmen Waren im Wert von etwa 1060 Milliarden Euro. Die wichtigsten Handelspartner Deutschlands sind Staaten der Europäischen Union – allen voran Frankreich – und asiatische Länder. Das internationale Geschäft funktioniert für Unternehmen aber nur dann, wenn sie auch vor Ort aktiv sind.

Hierbei erhalten sie Unterstützung von den deutschen Auslandshandelskammern (AHK). Sie helfen deutschen Unternehmen im Ausland, wirtschaftliche Kontakte zu knüpfen, einen zweiten Standort aufzubauen sowie Land und Leute kennen zu lernen.

In 80 Ländern engagiert

Deutsche Auslandshandelskammern gibt es bereits seit mehr als 100 Jahren. Heute findet man sie in 80 Ländern rund um die Erde. Sie engagieren sich ganz allgemein für die Förderung der deutschen Außenwirtschaft, werden aber auch im individuellen Fall für die Unternehmer tätig. AHK-Mitarbeiter geben zum Beispiel Marktinformationen über Produkte, Zielgruppen und Preise und suchen nach möglichen Geschäfts- und Vertriebspartnern.

Umfangreicher Service

Eine wichtige Einnahmequelle für die Auslandshandelskammern sind die Dienstleistungen, die den Unternehmern vor Ort oder in Deutschland angeboten werden. Dazu gehört zum Beispiel die individuelle Absatzberatung, die die AHK-Wirtschaftsexperten erarbeiten. So können Unternehmer feststellen, wo die Stärken ihres Produkts oder ihrer Dienstleistung liegen und welche Chancen sie in ausländischen Branchen haben. Die AHK nennt den Unternehmern geeignete Abnehmer und erstellt Firmenprofile. Sie stellt die Vertriebswege dar, organisiert Expertengespräche mit Entscheidungsträgern aus einer bestimmten Branche und liefert eine Übersicht über relevante Messen, Verbände und Fachzeitschriften.

Die Fachleute der AHK übersetzen und überarbeiten außerdem die Verkaufsunterlagen der jeweiligen Firma, begleiten Geschäftsgespräche und helfen, wenn es mal nicht so läuft wie geplant. Dieses Serviceangebot kostet den Unternehmer je nach Aufwand mehrere Tausend Euro, ist aber oft das Geld wert. Spezifische und aktuelle Informationen sind wie eine maßgeschneiderte Eintrittskarte fürs Exportgeschäft.

AHK.Weiterbildungsmöglichkeiten vor Ort

Übrigens: In zahlreichen Auslandshandelskammern sind Praktika möglich, zum Beispiel für Wirtschaftswissenschaftler, Rechtsreferendare oder junge Berufstätige. Weitere Informationen gibt es auf bei der AHK.

Zur Internetseite der AHK

Juli 2011

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