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Promovieren in Deutschland: Was bringt der Doktortitel?

In kaum einem anderen Land hängt die gesellschaftliche Anerkennung so stark von einem akademischen Grad ab wie in Deutschland. Seit 2011 hat der Doktortitel jedoch ein Imageproblem. Innerhalb kürzester Zeit wurden mehrere Politiker überführt, deren Doktorarbeiten sich zu großen Teilen als Plagiate heraus stellten. Dennoch lohnt sich das Promovieren in Deutschland für viele.

Angeführt durch die Enthüllung, dass die Dissertation des ehemaligen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg zu weiten Teilen aus Arbeiten Anderer abgeschrieben wurde, ist die Diskussion über die Notwendigkeit eines Doktortitels aufgeflammt. Wer in Deutschland etwas auf sich hält, schmückt sich gerne mit dem Doktortitel vor dem Namen. Oft ist es aber auch der finanzielle Anreiz, der die Menschen dazu bringt, nach dem Studium einen zusätzlichen akademischen Titel zu erwerben. Berufsanfänger mit einem Doktortitel können mit bis zu 20 Prozent mehr Gehalt rechnen.

Promovieren in Deutschland: Der Doktortitel steht für Kompetenz und Wissen

Insbesondere Banken und Unternehmensberatungen legen Wert auf einen Titel. Damit soll die Kompetenz ihrer Mitarbeiter betont werden. In der Wirtschaft stehen Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten oft sehr konkret mit einer Promotion in Verbindung. Laut dem Psychologen Martin Kersting tragen in Deutschland 56 Prozent der Manager einen Doktortitel. Dabei variiert die Bedeutung des Titels von Branche zu Branche erheblich.

Sowohl in der Pharma- als auch in der Chemieindustrie ist es nahezu Pflicht, zu promovieren, um Karriere zu machen. Schätzungsweise neun von zehn Mitarbeitern in Führungspositionen haben dort promoviert. Generell wird dies im naturwissenschaftlichen Bereich vorausgesetzt. Auch im Top-Management wirkt der Titel „wie ein Karriere-Beschleuniger“, sagt Christian Näser, Geschäftsleitungsmitglied der Kienbaum Management Consultants GmbH. In der Beratungsbranche kommt es allerdings weniger auf das Thema der Promotion als auf die Auszeichnung selbst an.

Deutschland führt bei den Doktortiteln

In kaum einem anderen Land gibt es so viele Doktoren wie in Deutschland. Neben Österreich und Tschechien gehört es zu den wenigen Ländern, die den Titel im Pass des Namensträgers eintragen. In den USA ist es eher unüblich, sich mit einem Titel zu schmücken. Nur sechs Prozent der Führungskräfte haben dort promoviert. Außerhalb des medizinischen Bereichs bemühen sich dort meist nur Menschen um einen Titel, die eine akademische Karriere anstreben. Für den beruflichen Aufstieg ist eher die besuchte Hochschule als der Titel selbst ausschlaggebend . Auch die hohen Kosten könnten für viele ein Argument gegen die Promotion sein: Die Studiengebühren belaufen sich an einer US-amerikanischen Universität im Durchschnitt auf knapp 15.000 US-Dollar pro Semester.

Lohnt sich der Doktortitel? Folgende Fragen sollten Sie sich stellen:

  • Streben Sie eine wissenschaftliche Laufbahn an?
  • Wie wichtig ist eine Promotion für Ihren Beruf?
  • Sind Sie bereit, vier oder mehr Jahre an einer wissenschaftlichen Abhandlung zu arbeiten?
  • Was möchten Sie mit dem Titel erreichen?
  • Können Sie sich eine Promotion finanziell leisten? Welche Möglichkeiten der finanziellen Förderung gibt es für Sie?

Januar 2013

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Kommentare

Ioannis Stasinopoulos
24. Januar 2013

Meine hauptsächliche Überlegung: Bringt in einer Firma der Dr. Titel mehr oder gleich dort nach dem MSc. die Arbeit oder ein Trainee Programm anzufangen und die für die Dr. Arbeit nötige Zeit eher in Berufserfahrung zu investieren?

Jaun Díaz
22. Januar 2013

Un titulo de doctorado en Alemania otorga un reconcimiento cienífico muy importante y con reconocimiento social. Sin embargo, para los trabajos que están fuera de la academia, no ocurre así en todos los ámbitos de la sociedad mexicana. En donde la mayoría de los puestos de trabajo, y sin duda los de mayor trascendencia para el país, son otorgados principalmente por motivos que no tienen que ver con el grado académico que ostente el candidato

Daniel Vargas Peña
22. Januar 2013

Mein deutscher Doktortitel in Philosophie hat mir dazu goholfen, die Leitung des Nachstudiums meines Landes zu bekleiden, und ein besseres Gehalt und Prestige als Professor an der Hauptuniversität des Landes zu haben. Der Doktortitel gewinnt von Tag zu Tag an Bedeutung für die akademische Tätigkeit in der Dominikanischen Republik.

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