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Kooperation Kamerun-Deutschland: Bringt die neue Botschafterin frischen Wind in die bilateralen Beziehungen?

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Seit Dezember 2008 gibt es eine neue deutsche Botschafterin in Kamerun: Karin-Elsa Blumberger-Sauerteig. APD-Mitarbeiter Ngougou Abanda nahm den Amtsbeginn der neuen Gesandten zum Anlass, über gegenwärtige Entwicklungen der deutsch-kamerunischen Zusammenarbeit zu berichten...




Frau Karin-Elsa Blumberger-Sauerteig hat am 23. Dezember 2008 dem Präsidenten von Kamerun, S.E. Paul Biya, das Akkreditierungsschreiben übergeben. Damit hat sie offiziell ihre Amtszeit als Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland in Kamerun begonnen.

 

Am 02. Oktober 2008 in Jaunde, der Hauptstadt von Kamerun, eingetroffen, hat die Botschafterin nicht bis zu ihrem offiziellen Amtseintritt gewartet, um ihre Arbeit tatkräftig zu beginnen. Viele Alumni sehen in den Aktivitäten der deutschen Vertretung in Kamerun in der letzten Zeit Anzeichen für zukünftig intensivere Beziehungen zwischen beiden Ländern.

 

Frau Karin-Elsa Blumberger-Sauerteig schloss sich während einer Pressekonferenz anlässlich der vom 06.12.2008 bis 14.12.2008 in Jaunde ausgetragenen Promote-Messe 2008 der auf kamerunischer Seite weit verbreiteten Hoffnung auf eine stärkere Präsenz deutscher Firmen in Kamerun an. Allerdings fügte sie hinzu, das Investitionsumfeld und die Infrastruktur müssten verbessert werden, um die heiß umworbenen Investoren anzuziehen.

 

Entwicklungszusammenarbeit im Fokus

Ein passendes Diskussionsforum für gegenseitige Erwartungen stellten die deutsch-kamerunischen Kooperationsverhandlungen am 17. und 18. November in Jaunde dar. An dem Workshop nahmen Regierungsmitglieder Kameruns, der eigens aus Deutschland eingereiste Abteilungsleiter für Zentral- und Westafrika des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Niels Breyer, sowie die deutsche Botschafterin teil. Inhaltlich wurde auf der Veranstaltung die Entwicklungszusammenarbeit zwischen beiden Ländern evaluiert. Es sei bemerkt, dass die deutsche Entwicklungspolitik in Kamerun gegenwärtig hauptsächlich in den folgenden Kooperationsfeldern durchgeführt wird: 

  1. Management und Schutz von natürlichen Ressourcen,
  2. Gesundheit und Aidsbekämpfung und
  3. Dezentralisierung, gute Regierungsführung und lokale Entwicklung.

Deutschland-Alumni schlugen mehrfach vor, "Wirtschaftförderung" als vierten Schwerpunkt hinzuzufügen.

 

Ihren ersten Kontakt mit Deutschland-Rückkehrern hatte Frau Botschafterin auf einer vom Koordinationsbüro Kamerun (KBK) organisierten Informationsveranstaltung am 18. Oktober 2008 in Jaunde. Der KBK ist der Dachverband der Alumni-Vereine in Kamerun. Die reüssierte Wiedereingliederung der Alumni in ihren jeweiligen Herkunftsländern sei ein wesentliches Element der deutschen Entwicklungspolitik, sagte sie ich ihrer Rede. Die Alumni äußerten den Wunsch, dass die Beziehung zu Deutschland, und vor allem zu den  Hochschulen, bestehen bleiben solle. "Rückkehr" dürfte nicht zum "endgültigen Abschied" von Deutschland werden.

 

Im Rahmen des Projekts „Schulen: Partner der Zukunft" wurde am 24. November 2008 ein Abkommen zwischen dem kamerunischen Bildungsminister, Herrn Louis Bapes Bapes und der deutschen Botschafterin unterzeichnet. Es zielt darauf, einerseits den Deutschlehrern mehr Mittel, zur Verbesserung ihrer Arbeit zu geben, und andererseits Anreize für die Lernenden zu schaffen, bzw. bei jungen Menschen Interesse und

Begeisterung für das moderne Deutschland und seine Gesellschaft zu

wecken. Dank „Schulen: Partner der Zukunft, einer Initiative des Bundesaußenministeriums, werden sieben ausgewählte Schulen in der zentralafrikanischen Region, darunter fünf in allein Kamerun, Ausrüstungen und Lehrmaterialien bekommen.

 

Kultur

Die Kultur kam im kamerunisch-deutschen Kontext nicht zu kurz: Am Abend des 03. Dezember 2008 lieferte die in Berlin lebende Gruppe "Trio Ivoire" im Goethe-Institut von Jaunde sehr mitreißende musikalische Darbietungen.

 

Trio Ivoire, eine entdeckenswerte Musikgruppe, besteht aus drei talentierten Musikern: dem deutschen Hans Lüdermann auf dem Piano, dem Afrikaner Aly Keita aus Côte-d’Ivoire am Balaphon und schließlich dem deutsch-afrikanischen Chander Sardjoe an den Drums.

 

Die Vermutung liegt nahe, dass Trio Ivoire auch deshalb von der deutschen Botschaft eingeladen wurde, um den Zuschauern, darunter kamerunische Entscheidungsträger, vorzuführen, wie eine gelungene deutsch-afrikanische Partnerschaft, wenngleich auf musikalischem Gebiet, aussehen kann.

 

Mögen sich Deutsche und Kameruner von diesem exemplarischen Zusammenspiel inspirieren lassen, um die beiderseitigen Beziehungen immer weiter und zügiger auszubauen.

@ Ndougou Abanda/Alumniportal Deutschland, Kamerun

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