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Nachhaltige Fischerei trägt zum Erhalt der Fischbestände bei

Obwohl die Fischereiwirtschaft ihre Schiffe immer stärker aufrüstet, gehen die Fänge zurück. Viele Bestände sind überfischt, deshalb ist ein radikales Umdenken in Richtung nachhaltige Fischerei nötig, sagen Wissenschaftler und Umweltverbände.

Wer über Nachhaltigkeit nachdenkt, der denkt womöglich an Werbekampagnen von Unternehmen, die ihr grünes Image pflegen wollen. Der Begriff kommt aus der Forstwirtschaft und meint eigentlich, dass man nicht mehr (hier: Bäume) entnehmen sollte, als nachwächst. Diese Regel sollte doch, so fordern Wissenschaftler und Umweltverbände, für jedes öffentliche Gut gelten, das Menschen gemeinsam bewirtschaften. Auch für die weltweiten Fischbestände, die eine der Hauptquellen für Proteine in der menschlichen Ernährung darstellen, vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern. Etwa 10 bis 12 Prozent der Weltbevölkerung sind laut World Wide Fund For Nature (WWF) direkt oder indirekt vom Fischfang abhängig, weil er den Großteil ihrer Einkünfte ausmacht.

Ohne nachhaltige Fischerei kommt es zur massiven Überfischung

Seit Anfang der 1990er Jahre, als durch massive Überfischung der Kabeljaubestand vor Neufundland zusammenbrach und so nachhaltige Fischerei für die Wissenschaft zunehmend ein Thema wurde, warnen die Forscher davor, die wichtige Nahrungsquelle weiter zu Grunde zu richten. Viele dieser Appelle hat die Politik ignoriert: von den globalen Fischbeständen ist ein Drittel überfischt und mehr als die Hälfte ist bis an die Grenzen ausgebeutet. Das lässt keine Steigerungen mehr zu.

Die Fischereiwirtschaft, in der rund 500 Millionen Menschen arbeiten, leidet selbst unter den Missständen, wie eine Studie der Weltbank zeigt: Durch die schwindenden Fischbestände gehen der Branche jährlich mindestens 50 Milliarden US-Dollar verloren. Für die vergangenen drei Jahrzehnte summiert sich der Verlust auf zwei Billionen Dollar. Forscher gehen davon aus, dass drei Viertel der globalen Fischbestände mehr Geld einbringen würden, wenn sie nachhaltig, also schonender und kontrollierter, bewirtschaftet würden.

Rekordwerte für Fischkonsum

2012 stieg der globale Fischkonsum auf Rekordwerte: 18,4 Kilogramm pro Kopf, wie der aktuelle Fischerei-Bericht der Welternährungsorganisation FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) zeigt. Davon kommt allerdings ein immer höherer Teil aus der Aquakultur. Sie liefert laut FAO-Bericht schon mehr als 40 Prozent des Fischbedarfs. Die Fänge der Meeresfischerei stagnieren hingegen, und das schon seit Mitte der 1990er Jahre - trotz stärkerer Motoren, größerer Schiffe und besserer Netze. Ohne nachhaltige Fischerei wird die Fischereiwirtschaft zum Verlustgeschäft, weil der Rohstoff schwindet, die Produktion aber weiterläuft. Das macht auch eine Studie kanadischer Forscher von 2006 deutlich. Nach ihr wird Meeresfisch bis 2048 so selten und daher teuer sein, den sich nur noch die wenigsten leisten können.

Die Gründe für die Überfischung sind ökonomische Gier und politisches Versagen. Zwar gibt es seit vielen Jahren Fangrichtlinien der Welternährungsorganisation, aber keine der 53 größten Fischfangnationen hält sie ein; 34 der Länder erfüllen nicht einmal vierzig Prozent der Kriterien. Und noch immer blüht die illegale Fischerei: 2.700 Trawler profitieren von Lücken im Seerecht und fehlenden Kontrollen. Ein Drittel aller Fänge geht auf ihr Konto.

Einkaufsführer für nachhaltigen Fisch

Insgesamt wird deutlich, wie bedrohlich die Situation ist. Bleibt die Frage, was für eine nachhaltige Fischerei getan werden kann? Schärfere Kontrollen, höhere Strafen, Schutzgebiete und Fangverbote für bedrohte Bestände – das und noch viel mehr fordern Umweltverbände und Forscher seit Jahren. Im Kleinen gibt es Fortschritte, etwa beim nachhaltigen Fischkonsum, für den Umweltorganisationen in Europa Einkaufsführer entwickelt haben. Sie empfehlen den Kauf nachhaltig gefangenen Fisches. Er trägt Siegel von Organisationen wie MSC (Marine Stewardship Council) oder Friend of the Sea (FoS) trägt, die immer mehr Bestände zertifizieren. Allerdings sind diese dabei selbst so groß geworden, dass sie schon wieder wegen fehlender Kontrollen kritisiert werden.

Europäische Fischereireform für nachhaltige Fischerei

Auch die politischen Chancen für nachhaltige Fischerei scheinen zu steigen, um die Zukunft der Fischereiwirtschaft zu sichern. In den USA und Kanada gab es bereits – zumindest teilweise –  gelungene Reformen zur nachhaltigen Sicherung der Bestände. Auch in der EU, in der fast die Hälfte der Bestände überfischt sind, könnte es gelingen: Denn die Vorschläge für die 2013 anstehende Reform der EU-Fischereipolitik weisen in die richtige Richtung, sagen Verbände wie WWF und Greenpeace sowie die meisten Wissenschaftler.

Doch schon wieder beginnen die EU-Staaten, die Vorschläge der Kommission für eine kleinere Flotte, schärfere Kontrollen und eine Ausrichtung auf nachhaltige Bestandsgrößen anzugreifen und abzuschwächen. Die Verhandlungen laufen noch und erst Anfang 2013 wird klar sein, ob die EU zu einem radikalen Kurswechsel fähig ist.

January 2013

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Kommentare

s. Bopf - Soziologe
24. Juli 2013

Probleme wie das der überfischung sind nicht neu. Schon in geschichtlicher kam es zur Übernutzung von allgemein verfügbaren ressourcen durch einzelne oder gruppen. Der entwaldete Mittelmeerraum zeugt davon.

Übernutzung tritt immer dort auf wo es keine instanz oder regeln gibt welche den zugriff ressourcen regeln. Dazu gibt es ein schon klassisches Werk "The Tragedy of the Commons"
von Garrett Hardin/1968. In seinem werk wird leider die möglichkeit eine kooperativen reglung des zugangs unterbewertet und nur handelbaren individual Besitz als Lösung gesehen.

Es zeigt sich auch hier, dass eine globale wirtschaft auch globale regeln und limits erfordert. Diese müssten aber aus der politik kommen muss, welche leider nur auf nationaler ebene mehr schlecht als recht funktioniert (denn, auch hier überwiegen noch die kurzfristigen nationalen wirtschaftsinteressen).

Kaid Slimane
16. Januar 2013

L’égoïsme de l’être humain
C’est vrai la surexploitation de la richesse naturelle peut provoquer la destruction des réserves naturelles même si je ne suis pas du domaine de la science aquatique et je ne suis pas un économiste, mais il ya une certaine logique qu’on peut la comprendre, lorsqu’on voit qu’il n’y a pas d’étude de la consommation mondial puisqu’un marché mondial c’est installée dans les 10 dernières années et la concurrence entre les multinationale est devenus farouche et la science est utilisée dans ce sens négativement. Avant il y a eu des bateaux qui peuvent pécher du poisson suivant le besoin de la population local qu’elle s’est habituée à consommer cette quantité du poisson, mais si les pécheurs travaillent dans le but d’acquérir le marché mondial macro économiquement et d’être le leaders et il doit défendre son existence dans ce cas, la science, le savoir, le savoir faire, la technologie, l’intelligence humaine, le potentiel l’énergie humaine, tout ca est utilisé pour construire le grand bateaux des bateaux pour pécher la plus grande quantité des quantités des autres bateaux pour qu’il soit le leader du marché mondial du poisson. C’est quoi être le plus fort mondialement ? Notre existence, ca sert à quoi, si LA VIE sur cette terre est en danger ?
Je pense que les règles de cette grande maison qui est notre terre doivent être revus avec la participation de l’ensemble des habitants de cette terre, qu’il soit Chrétien, Juif, Musulman, Bouddhiste, Naturaliste, ….tout être humain. Si non cette mondialisation est une foutaise, elle nous éloigne plus qu’elle nous rapproche. L’égoïsme de l’être !
Voici mon point de vue personnel, et je vous remercie de m’avoir permis de m’exprimer très cher Alumni.
Cordialement !
Texte traduit :
Der Egoismus des Menschen
Es ist wahr, die Übernutzung der natürlichen Reichtum Naturschutzgebiete zerstören, auch wenn ich nicht auf dem Gebiet der aquatischen Wissenschaft bin, und ich bin kein Ökonom, aber es gibt eine gewisse Logik, dass wir verstehen können, wenn wir sehen, dass es keine Studie der globalen Consumer-Markt weltweit, da es in den letzten 10 Jahren installiert wurde und der Wettbewerb zwischen multinationalen knallharter und Wissenschaft in diesem Sinne gebraucht negativ. Vorher gab es Boote, die Fische je nach Bedarf der lokalen Bevölkerung, die diese Menge an Fisch konsumieren sündigen kann, aber wenn Sünder arbeiten, um den globalen Markt zu erwerben und makroökonomische werden die Staats-und Regierungschefs und es muss seine Existenz in diesem Fall zu verteidigen, Wissenschaft, Wissen, Know-how, Technologie, menschliche Intelligenz, das Potenzial menschlicher Energie, all dies verwendet werden, um große Boote Boote zu bauen so viel Mengen anderer Schiffe Sünde es ist der globale Marktführer der Fische. Was ist die stärkste Welt sein? Unsere Existenz, was ist es denn, wenn Leben auf der Erde ist in Gefahr?
Ich denke, die Regeln dieses große Haus, das unser Land ist mit der Beteiligung aller Bewohner dieses Landes sollte überprüft werden, ob Christen, Juden, Muslime, Buddhisten, Naturforscher, .... jedes menschliche Wesen. Wenn dies nicht der Globalisierung ist Mist, es führt uns weg mehr als es bringt uns zusammen. Der Egoismus der it!
Hier ist meine persönliche Sicht, und ich danke Ihnen dafür, dass ich mich ausdrücken sehr teuer Alumni.
Grüße!

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