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Weiterbildung: Journalismus für den Nachwuchs

Der arabische Frühling hat es  gezeigt: Als die Menschen in Ägypten und Tunesien 2011 auf die Straßen gingen, demonstrierten sie für eine offene und freie Gesellschaft – und damit auch für Presse- und Meinungs- freiheit. Diese Grundrechte gehören zu den elementaren Pfeilern einer Demokratie –  es ist daher wichtig, dass Journalisten mit diesen Rechten vertraut sind.

 

 

An dieser Stelle setzt die Arbeit des Internationalen Institut für Journalismus an, das zur Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gehört.

Zum Angebot des Instituts zählt Weiterbildung im Journalismus für Nachwuchsjournalisten aus Entwicklungs- und Transformationsländern. Medienvertreter haben die Möglichkeit in Seminaren und Workshops, ihre fachlichen Kompetenzen zu erweitern. Damit will das Institut seinen Teil dazu beitragen, die Pressearbeit und nicht zuletzt Demokratie in der Gesellschaft weltweit zu stärken.

In den weltweit stattfindenden Seminaren lernen die Journalisten beispielsweise die Besonderheiten in der Berichterstattung über Wirtschafts-, Politik- und Umweltthemen kennen. Außerdem befassen sie sich mit Medienmanagement und Medienethik. Kurse über die verantwortungsvolle Rolle der Medien in Konfliktsituationen stehen ebenfalls auf dem Programm.



Weiterbildung im Journalismus: Teilnehmerprofile

 

Die Medientrainings richten sich an Print- und Onlinejournalisten aus den Ländern Afrikas südlich der Sahara, aus Asien sowie aus dem Mittleren und Nahen Osten. Bewerber sollten mindestens vier Jahre Berufserfahrung haben, in einem festen Arbeitsverhältnis stehen und sehr gut Englisch sprechen. Auch die Deutsche Welle-Akademie (DW-Akademie) veranstaltet Seminare zur Weiterbildung von Journalisten. Der deutsche Auslandsrundfunk bietet gemeinsam mit seinen Partnersendern in vielen Ländern zahlreiche Medientrainings und Fortbildungen an. Die stark praxisorientierten Angebote richten sich nicht nur an Journalisten, sondern auch an Techniker, Manager und Trainer in der Medienbranche. So gibt es zum Beispiel spezielle Hörfunk-Weiterbildungen und interkulturelle Trainings. Eine weitere Besonderheit der DW-Akademie ist das internationale Volontariat, eine breit angelegte Journalismus-Ausbildung. Für ihre rund 30 Fremdsprachenprogramme bildet die Deutsche Welle ihren journalistischen Nachwuchs selbst aus. Das Volontariat richtet sich daher an junge Journalisten, die aus den internationalen Sendegebieten der Deutschen Welle stammen. Sehr gute Kenntnisse in Deutsch und Englisch sind Voraussetzung für das Volontariat.



Medientraining und Masterstudiengang

 


Außerdem gibt es in der DW-Akademie die Möglichkeit, sich mit „International Media Studies“ zu beschäftigen. Der bilinguale Masterstudiengang dauert vier Semester. Diese erweiterte Journalismus-Ausbildung wird gemeinsam von der Universität Bonn, der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Deutschen Welle angeboten. „Wir wollen Verständnis für die Zusammenhänge von Medien, Politik und Gesellschaft und die wichtige Rolle von kritischem Journalismus für die Demokratie wecken“, erklärt Studiengangsleiter Professor Christoph Schmidt. Die Studierenden haben daher einen umfassenden Lehrplan: Er reicht von Medien und ihrer Entwicklung über Kommunikationswissenschaft bis hin zur Medienwirtschaft. Hinzu kommen journalistische Medientrainings.

Die Studenten des Masterprogramms kommen aus der ganzen Welt. Gerade das empfinden viele von ihnen als große Bereicherung. So berichtet Donata Ritter, dass sie noch nie so engen Kontakt zu Menschen aus Äthiopien oder Vietnam gehabt habe. „Wir diskutieren viel über die Medien in ihren Heimatländern. Mir wird klar, wie prägend Medien für das Weltbild der Menschen sind.“



Weiterbildung im Webinar „Online-Journalismus“

 

Haben Sie Lust, mehr über Online-Journalismus zu erfahren? Im Alumniportal Deutschland gibt es die Gruppe „Webinar Online-Journalismus“. Hier können Sie sich einen Überblick über aktuelle Trends und Herausforderungen verschaffen. Die Termine finden Sie im Alumniportal.

Wie erleben Sie die Medien in Ihrer Heimat? Wie stark prägen Radio, Fernsehen, Zeitungen und Internet das Denken und Handeln in Ihren Ländern? Welche Medien nutzen Sie, wie informieren Sie sich über Politik? Schreiben Sie uns Ihre Eindrücke und Erfahrungen und diskutieren sie mit Alumni aus anderen Ländern.

 

 

Weiterführende Links in der Community

Alumniportal-Deutschland-Gruppe „Webinar Online-Journalismus“ 

 


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