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Duale Ausbildung weltweit

Das deutsche Modell der dualen Ausbildung macht weltweit Schule. In  Nové  Mesto, einem Stadtteil im Norden des slowakischen Bratislava, stehen seit einem halben Jahr 26 junge Männer an einigen Tagen der Woche an der Werkbank – an den anderen gehen sie zur Schule. Sie absolvieren dort eine Ausbildung zu Industrie- und Konstruktionsmechanikern. Das Besondere daran: Wenn sie mit dieser Ausbildung fertig sind, erhalten sie eine doppelte Qualifikation, das Abitur und den Berufsabschluss.

„Dieses Pilotprojekt soll Schule machen und anderen Unternehmen zeigen, dass sich die Investition in die duale Ausbildung lohnt“, sagte Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), zum Start des Ausbildungsprojekts.

Weltweite Nachfrage

Das deutsche Modell der dualen Ausbildung, womit junge Menschen in einer Kombination aus praktischer Ausbildung in einem Betrieb und schulischer Bildung in einer Berufsschule auf den  Beruf  vorbereitet werden, wird weltweit immer beliebter. Spanien, Griechenland, Portugal, Italien, die Slowakei und Lettland haben sich vor gut drei Jahren unter Beteiligung der EU-Kommission in einem Abkommen mit Deutschland darauf verständigt, die Strukturen dieses dualen Berufsbildungssystems zu übernehmen.

Russland bildet auf diese Art Mechatroniker, Lagerlogistiker, Bäcker und Köche aus, in Indien werden die ersten jungen Leute in die Grundlagen der Metallverarbeitung eingearbeitet, in Brasilien absolvieren Werkzeugmechaniker die duale Ausbildung. Außerdem bestehen Kooperationen mit China und Thailand. Und auch in Malaysia gibt es bereits eine an den Deutschen Handwerksmeister angelehnte Qualifikation. Die Umsetzung ist allerdings nicht immer ganz einfach: So musste die Slowakei erst ein neues Berufsbildungsgesetz in Kraft setzen, bevor die Ausbildung beginnen konnte.

Duale Ausbildung in Deutschland: Erfolgreich in den Beruf starten

GOVET, die Zentralstelle für internationale Berufsbildungskooperation

Auf Grund der hohen Nachfrage gibt es seit gut zwei Jahren am Bundesinstitut für berufliche Bildung (BIBB) eine Zentralstelle für internationale Berufsbildungskooperation (German Office for International Cooperation in Vocational Education and Training, kurz: GOVET).  Dort laufen alle Anfragen zum deutschen Berufsbildungssystem zusammen. 2015 haben sich Menschen aus 84 Ländern informiert. Die meisten Anfragen kamen aus Indien, China, Südkorea, Spanien und Kolumbien. Rund 40 Prozent  stammen von Ministerien, Botschaften und  Behörden, ein Viertel aus der Wirtschaft.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Deutschland.de publiziert.

Mai 2016

Kommentare

Kimi melches
6. April 2017

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Redaktion
27. Mai 2016

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27. Mai 2016

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