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Zahlen und Fakten

Kairo, Ägypten – Stadtteil DoqqiVerhältnis Stadt/Land: 2007 wohnten weltweit erstmals mehr Menschen in der Stadt als auf dem Land. Zum Vergleich: Im Jahr 1800 waren nur 2% der Erdbevölkerung Städter, 1950 waren es schon 30%, 2000 dann 47%. Und die Zahl nimmt weiter zu: Nach den Prognosen der UNO sollen im Jahr 2050 schon beinahe drei Viertel aller Menschen in einer Stadt leben. In China und Indien gibt es den größten Anteil von in Städten lebenden Menschen. Dass die Urbanisierung in den westlichen Industrienationen stetig voranschreitet, ist ein bereits bekanntes Phänomen. Weniger bekannt ist, dass in Lateinamerika und im karibischen Raum bereits heute mehr als 75% der Bevölkerung in Städten wohnen.

Anzahl Großstädte: In den vergangenen 50 Jahren hat sich auch die Anzahl derjenigen Städte vervielfacht, die mehr als 1 Million Einwohner haben. Ihre Zahl ist von 80 auf 365 und damit um das Vierfache angewachsen. Zugleich gibt es weltweit schon 130 Städte mit mehr als 3 Millionen Einwohnern.

Rangliste Megacities: Je nachdem, wie man die räumlichen oder administrativen Stadtgrenzen definiert, unterscheiden sich die Ranglisten der weltweiten Megacities. UN-HABITAT, ein Programm der Vereinten Nationen zur Förderung sozial und ökologisch nachhaltiger Lebensbedingungen in Städten, zählt für das Jahr 2015 insgesamt 22 Megastädte:

  1. Tokio (35,5 Mio. EW)
  2. Mumbai (21,9 Mio. EW)
  3. Mexiko-Stadt (21,6 Mio. EW)
  4. São Paulo (20,5 Mio. EW)
  5. New York (19,9 Mio. EW)
  6. Delhi (18,6 Mio. EW)
  7. Shanghai (17,2 Mio. EW)
  8. Kalkutta (16,9 Mio. EW)
  9. Dhaka (16,8 Mio. EW)
  10. Jakarta (16,8 Mio. EW)
  11. Lagos (16,1 Mio. EW)
  12. Karatschi (15,1 Mio. EW)
  13. Buenos Aires (13,4 Mio. EW)
  14. Kairo (13,1 Mio. EW)
  15. Los Angeles (13,1 Mio. EW)
  16. Manila (12,9 Mio. EW)
  17. Peking (12,9 Mio. EW)
  18. Rio de Janeiro (12,7 Mio. EW)
  19. Osaka-Kobe (11,3 Mio. EW)
  20. Istanbul (11,2 Mio. EW)
  21. Moskau (11,0 Mio. EW)
  22. Guangzhou (10,4 Mio EW)


Zum Vergleich:
Berlin (3,4 Mio. EW)

 


Die ersten Megastädte:
Noch 1950 waren New York und Tokio die einzigen Megastädte, 1975 kam Mexiko-Stadt als erste Südmetropole hinzu.

 


Historische Megastädte:
Städte, die in Relation zur Gesamtbevölkerung eines Landes eine Großstadt darstellten, finden sich bereits in den alten Hochkulturen. Babylon zählte um 1800 v. Chr. etwa 300.000 Einwohner und im chinesischen Xian lebten um 900 n. Chr. über eine Million Menschen. Rom, Bagdad und Peking hatten schon in der Antike, im 11. oder 16. Jahrhundert, einige Hunderttausend bis eine Million Einwohner.

Am schnellsten wachsende Megacities: Am schnellsten vergrößert sich zur Zeit Lagos in Nigeria: Zwischen 2000 und 2010 betrug das Bevölkerungswachstum 2,9%. Zweiter Platz: Dhaka in Bangladesch mit 2,6%, an dritter Stelle liegt Delhi in Indien mit 1,9%.

Größte Bevölkerungsdichte: Die Megastadt mit der größten Bevölkerungsdichte ist Mumbai mit 27.000 Menschen auf einem Quadratkilometer. In Lagos sind es 20.000. Zum Vergleich: In Berlin leben 3.851 Menschen auf einem Quadratkilometer.

Verslumung: Heute leben weit mehr als 1 Milliarde Menschen in Slums, davon fast alle in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Weltweit lebt also fast ein Drittel aller Stadtbewohner in Slums (32%), in den Entwicklungs- und Schwellenländern sind es sogar 43%. Nach Schätzungen von UN-HABITAT könnte bis 2015 die globale Slumbevölkerung auf rund 1,3 Milliarden und bis 2030 auf rund 2 Milliarden Menschen anwachsen.