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Webinar Deutsche Sprache

Deutsche Sprache

Die Sprache ist das wichtigste Kommunikationsmittel des Menschen. Durch sie werden Nachrichten, Meinungen und Einstellungen transportiert. Wissen wird fast ausschließlich in sprachlicher Form übermittelt, beispielsweise durch Printmedien, Schulbücher oder das Internet. Die Sprache prägt auch unsere Denk- und Weltbilder. Sprachexperten sind überzeugt, dass jede Sprache einen anderen Blickwinkel auf die Wirklichkeit erlaubt und eigene Argumentationsmuster bietet.

Über verschiedene Dimensionen der deutschen Sprache können Mitglieder des Alumniportals Deutschland im Rahmen von sechs Sessions mit Experten und anderen Deutschland-Alumni online diskutieren. Dabei reicht die zeitliche und inhaltliche Bandbreite von historischen Sprachentwicklungen bis zu modernen Sprachlernmethoden.

Die Webinar-Reihe findet in deutscher Sprache statt. Die Sessions bauen inhaltlich nicht aufeinander auf, so dass auch einzelne Termine wahrgenommen werden können.

Um alle Sessions als Video-Aufzeichnung abzurufen, gelangen Sie hier in die Community-Gruppe "Deutsch als Fremdsprache", in der die Webinar-Reihe stattfindet.


Sessions

Dienstag, 22. Oktober 2013, 16:30-17:30 Uhr (MESZ/UTC+2): Deutsche Sprache im Wandel

Dienstag, 29. Oktober 2013, 14:00-15:00 Uhr (MEZ/UTC+1): Deutsche Jugendsprache

Dienstag, 05. November 2013, 14:00-15:00 Uhr (MEZ/UTC+1): Deutsche Sprache und Politik

Dienstag, 12. November 2013, 14:00-15:00 Uhr (MEZ/UTC+1): Deutsch als Wissenschaftssprache

Dienstag, 19. November 2013, 16:30-17:30 Uhr (MEZ/UTC+1): Deutsch lernen mit digitalen Medien

Dienstag, 26. November 2013, 14:00-15:00 Uhr (MEZ/UTC+1): Deutsche Sprache und Identität



Session 1: Deutsche Sprache im Wandel

Dienstag, 22. Oktober 2013, 16:30-17:30 Uhr (MESZ/UTC+2)

Webinar_dSprache_Session1_Icon_127x80.gifKurz und allgemeinverständlich behandelt Prof. Dr. Damaris Nübling zwei zentrale Themen der deutschen Sprachgeschichte, die gleichzeitig Alleinstellungsmerkmale des Deutschen sind und den Wandel der deutschen Sprache aus sprachwissenschaftlicher Sicht zeigen. Zum Einen geht es um die Entstehung der Substantivgroßschreibung im Laufe von etwa 200 Jahren. Zum Anderen wird die Entstehung der Sie-Anrede für eine einzelne Person vorgestellt: Die Sie-Anrede an ein Gegenüber ("Wie heißen Sie?") erweckt den Eindruck, als ob das Gegenüber in der Mehrzahl wäre und als ob es abwesend wäre. Diese merkwürdige, aber sehr höfliche Anrede hat eine lange Geschichte hinter sich, die hier kurz skizziert wird.

 

Webinar_dSprache_Foto_Nübling_127x80.jpgProf. Dr. Damaris Nübling ist seit 2000 Professorin für Historische Sprachwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Derzeit leitet sie drei Forschungsprojekte zu Vor- und Familiennamen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Namenforschung, Sprachgeschichte und Sprachwandel, Dialektologie, Vergleichende Germanistik sowie Gender-Linguistik. Bis 2000 lehrte Prof. Nübling in der Skandinavistik, seit 2000 übt sie ihre Lehrtätigkeit in der Historischen Sprachwissenschaft und in der Namenforschung aus. 2002 bekam sie den Lehrpreis der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und 2013 den Akademiepreis für vorbildhafte Leistungen in Forschung und Lehre.

Die Video-Aufzeichnung der Session können Sie in der Community-Gruppe "Deutsch als Fremdsprache" abrufen, zu der Sie als Mitglied des Alumniportals über diesen Link gelangen.

 

Session 2: Deutsche Jugendsprache

Dienstag, 29. Oktober 2013, 14:00-15:00 Uhr (MEZ/UTC+1)

Webinar_dSprache_Session2_Icon_127x80.gifMit Jugendsprache sind Sprechweisen gemeint, die sich in unterschiedlichen Gruppen von Jugendlichen bilden. Dabei spielen unter anderem das Alter und die Kommunikationsbedingungen eine Rolle. Was immer man unter Jugendsprache versteht, es gibt eine spezifische Wörterbuch- und Medien-Jugendsprache. Wie die Sprache Jugendlicher bewertet wird und wie sich diese medial spiegelt, ist ein Aspekt, den Prof. Dr. Peter Schlobinski vorstellt. Zum Zweiten werden kurz linguistische Aspekte dreier jugendlicher Teilkulturen dargestellt: Kiezdeutsch, Krocha-Kultur und Cosplay/Anime-Kultur. Der Deutschland-Alumnus Prof. Dr. Sandro Moraldo (Università di Bologna/Italien) wird die Hauptaspekte Prof. Schlobinskis aufnehmen und beispielhaft aufzeigen, welche Ähnlichkeiten oder Unterschiede es in der italienischen Jugendsprache gibt.

 

Webinar_dSprache_Foto_Schlobinski_80x127.tifProf. Dr. Peter Schlobinski ist seit 1995 Professor für Germanistische Linguistik an der Universität Hannover. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Deutsche Grammatik und Gegenwartssprache, Deutschdidaktik, Empirische Sprachwissenschaft, Soziolinguistik und Kontrastive Linguistik. Zuvor war er Professor für Germanistische Linguistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München im Rahmen des „Bayerischen Programms zur Förderung hochqualifizierter Nachwuchswissenschaftler“. Zum Thema hat Prof. Schlobinski zahlreiche Publikationen vorgelegt, unter anderem bereits 1993 „Jugendsprache: Fiktion und Wirklichkeit“ als Mitautor.

Die Video-Aufzeichnung der Session können Sie in der Community-Gruppe "Deutsch als Fremdsprache" abrufen, zu der Sie als Mitglied des Alumniportals über diesen Link gelangen.

 

Session 3: Deutsche Sprache und Politik

Dienstag, 05. November 2013,  14:00-15:00 Uhr (MEZ/UTC+1)

Webinar_dSprache_Session3_Icon_127x80_01.gifProf. Dr. Heidrun Kämper macht die Prinzipien und Funktionsweisen politischen Sprachgebrauchs deutlich, indem sie sie auf unterschiedlichen sprachlichen Ebenen (Wortschatz, Text) darstellt. Dazu werden einige Phänomene benannt, wie Euphemismen, Persuasion/Überzeugung/Überredung oder ideologische Polysemie und an Beispielen veranschaulicht. Außerdem werden die Gegenstandsbereiche der Sprache-und-Politik-Forschung verdeutlicht. Der Deutschland-Alumnus und Journalist Oszkár Jankovich (Budapest/Ungarn) ergänzt aus seinen praktischen Erfahrungen als Politikredakteur zur Zielsetzung und zu den Wirkungsmethoden von politischen Äußerungen in Ungarn und in Deutschland.

 

Webinar_dSprache_Foto_Kaemper_80x127.jpgProf. Dr. Heidrun Kämper ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche Sprache in Mannheim, wo sie den Arbeitsbereich „Sprachliche Umbrüche“ leitet. Seit 2005 ist sie am Lehrstuhl Germanistische Linguistik an der Universität Mannheim habilitiert. Zu ihren Forschungsgebieten zählen unter anderem die Sprachgeschichte des 20. Jahrhunderts, Sprache und Politik, Diskurslinguistik und Lexikografie. Seit einigen Jahren untersucht Prof. Kämper die sprachlichen Umbrüche des 20. Jahrhunderts im Sinn einer sprachlichen Demokratiegeschichte.

Die Video-Aufzeichnung der Session können Sie in der Community-Gruppe "Deutsch als Fremdsprache" abrufen, zu der Sie als Mitglied des Alumniportals über diesen Link gelangen.

 

Session 4: Deutsch als Wissenschaftssprache

Dienstag, 12. November 2013,  14:00-15:00 Uhr (MEZ/UTC+1)

Webinar_dSprache_Session4_Icon_127x80.gifDas Thema der Session ist ein hochschulpolitisch wie auch wissenschaftlich sehr umstrittenes Thema. Der Streit geht um die Frage: Wozu überhaupt noch Deutsch als Wissenschaftssprache? Prof. Dr. Bernd Springer legt dar, inwiefern wissenschaftliche Erkenntnis sprachbezogen ist und warum es daher ein Widerspruch ist, den Wissensgegenständen mit dem Potenzial nur einer einzigen Sprache zu begegnen. Sein Standpunkt lautet: Deutsch als Wissenschaftssprache ist – neben dem Englischen – für den deutschsprachigen Raum eine essenzielle Ressource sowohl für die wissenschaftliche Erkenntnis als auch für die Vermittlung wissenschaftlicher Ergebnisse. Die Deutschland-Alumna Prof. Dr. Ruxandra Cosma (Universität Bukarest/Rumänien) wird zu den Kernpunkten mit Prof. Springer ins Gespräch kommen und von ihren eigenen Erfahrungen mit der Wissenschaftssprache berichten.

 

Bernd_Springer_80x127.jpgProf. Dr. Bernd Springer ist seit 2009 Professor für Germanistik an der Universitat Autònoma de Barcelona/Spanien und Leiter der Deutschabteilung. Zuvor war er viele Jahre Germanistik-Dozent und DAAD-Lektor in Barcelona. Eins seiner Forschungsthemen ist Sprache und Denken, zu dem der Bereich Deutsch als Wissenschaftssprache gehört. Weitere Themen sind unter anderem interkulturelle Kommunikation, kontrastive deutsche Kultur- und Mentalitätsgeschichte und verschiedene Bereiche der deutschen Literatur wie deutschsprachige Autoren des 20. Jahrhunderts oder die Geschichte des 20. Jahrhunderts in der deutschen Literatur.

Die Video-Aufzeichnung der Session können Sie in der Community-Gruppe "Deutsch als Fremdsprache" abrufen, zu der Sie als Mitglied des Alumniportals über diesen Link gelangen.

 

Session 5: Deutsch lernen mit digitalen Medien

Dienstag, 19. November 2013,  16:30-17:30 Uhr (MEZ/UTC+1)

Webinar_dSprache_Session5_Icon_127x80.gifDigitale Medien sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wie können sie auch im Fremdsprachenunterricht sinnvoll eingesetzt werden? Die Session mit Andrea Pfeil beschäftigt sich mit der Nutzung digitaler Medien aus Sicht der Lerner und der Frage, wie sich die Lehrerrolle dadurch verändert oder verändern muss. Wie verwandelt sich auch der Präsenzunterricht, wenn Medien nicht nur punktuell eingesetzt werden, sondern den Unterricht über die Klassenzimmergrenzen hinaus erweitern? Verschiedene Formate des hybriden Sprachenlernens mit ihren Vorteilen und Herausforderungen werden dargestellt. Meshack Muendo, Deutschlehrer am Goethe-Institut Nairobi/Kenia, ergänzt den Vortrag mit seinen Erfahrungen aus der Praxis.

 

Webinar_dSprache_Foto_Pfeil_80x127.jpgAndrea Pfeil ist seit 2010 Referentin für Multimedia und Fernlehre sowie stellvertretende Leiterin des gleichnamigen Bereichs in der Zentrale des Goethe-Instituts in München. Dort ist sie zuständig für Qualitätsmanagement, Kursentwicklung, Weiterentwicklung der Lernplattform, Lehrerfortbildung und Beratung der Auslands-Institute in Multimedia-Fragen. Zuvor war Andrea Pfeil Beauftragte für Sprachkursorganisation am Goethe-Institut und Deutschlehrerin am Goethe-Institut Glasgow. Früher war sie mehrere Jahre als Teaching Fellow an der University of Glasgow und als DAAD-Lektorin an zwei schottischen Universitäten tätig.

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Session 6: Deutsche Sprache und Identität

Dienstag, 26. November 2013,  14:00-15:00 Uhr (MEZ/UTC+1)

Webinar_dSprache_Session6_Icon_127x80.gifIdentität lässt sich als einheitsstiftende Konstruktion verstehen, durch die Verhaltensweisen und Einstellungen verstehbar werden. Neben Gruppenidentitäten, die durch soziale, regionale, kulturelle, fachliche oder altersgemäße Gemeinsamkeiten entstehen, existiert auch eine je individuelle Identität, die in ganz ähnlicher Weise eine einheitsstiftende Funktion hat und in Bezug auf einzelne Menschen meist eher „Persönlichkeit“ oder „Charakter“ genannt wird. Gruppenidentitäten werden wie auch die individuelle Identität immer in der Interaktion mit anderen, als Spiegel der Wahrnehmung durch die anderen geprägt, bestätigt oder in Frage gestellt. Prof. Dr. Nina Janich beschäftigt sich in dieser Session daher mit dem Zusammenhang von Sprache und Identität und beleuchtet verschiedene Ebenen, auf denen über Sprache und Kommunikation Identität hergestellt wird. Im Gespräch mit der Deutschland-Alumna Prof. Dr. Rachida Zoubid (Universität Med V in Rabat-Agdal/Marokko), die zweisprachig aufgewachsen ist, werden die vorgestellten Aspekte vertieft.

 

Webinar_dSprache_Foto_Janich_127x80.jpgProf. Dr. Nina Janich ist Professorin für Germanistische Linguistik an der Technischen Universität Darmstadt. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Sprachkultur/Sprachpolitik, Fach- und insbesondere Wissenschaftskommunikation sowie Werbesprache/Unternehmenskommunikation. Bei all diesen Bereichen spielt der Zusammenhang von Sprache und Identität eine Rolle. Zum Thema der Session gibt es von Prof. Janich mehrere Publikationen, darunter „Sprachidentität - Identität durch Sprache“ (2003) in Ko-Herausgeberschaft und zuletzt der Aufsatz „’Ich als Physiker’. Zum Zusammenhang von Fachsprache und Fachidentität“.

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