
Existenzgründer in Marokko (c) Rosie Füglein
Seit zwei Jahren gibt es das Programm “Geschäftsideen für Marokko“. Mehr als 150 Marokkanerinnen und Marokkaner, die in Deutschland leben und hier ihre Ausbildung abgeschlossen haben, haben über das Programm das Grundwissen erhalten, wie sie in ihrem Heimatland eine neue Firma gründen können. Das Centrum für internationale Migration und Entwicklung in Frankfurt (CIM) setzt das Programm für Existenzgründung um und bietet im Oktober und November nun erstmals auch Seminare für drei weitere Länder an: Ägypten, Kamerun und Georgien.
In Deutschland leben rund 100.000 Menschen marokkanischer Herkunft. Viele haben hier studiert und Erfahrungen im Beruf gesammelt. Rachid Chafai ist einer von ihnen. Der 36-Jährige arbeitete nach dem Studium zwei Jahre als Softwareentwickler in der Autobranche. Dann baute er einen Onlinehandel für Ersatzteile auf. Vor kurzem hat er seinen Unternehmenssitz nach Marokko verlegt. „Dort gibt es mehr Wachstumspotenziale für mein Geschäft“, nennt er einen Grund, ein anderer ist, dort seine Kinder einzuschulen. Die Seminare des CIM fand er hilfreich. So wie Rachid Chafai geht es auch anderen. Sie bekommen im Programm „Geschäftsideen für Marokko“ Unterstützung und wertvolle Kontakte.
Drei Schritte zur Firmengründung
„Gemeinsam mit unseren Partnern, dem Zentrum für Existenzgründungen "Kompass" und der deutschen Auslandshandelskammer in Marokko haben wir dazu drei Phasen entwickelt“, erläutert Oualid Arbib den Ablauf. Der Gesamtkoordinator des Programms „Geschäftsideen für Marokko“, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der Europäischen Union finanziert wird, zählt auf: Einstieg in Deutschland mit Seminaren, Entwickeln der Geschäftsidee und Klären von Fragen wie „wie schaut die Konkurrenz in Marokko aus?“ oder „Wo finde ich den richtigen Standort?“. Dann folgt das individuelle Coaching. An den Seminaren nimmt auch ein Unternehmer aus Marokko teil, der seine Erfahrungen an die künftigen Unternehmer weitergibt. In der dritten Phase wird der Teilnehmer vor Ort betreut – in diesem Falle in Marokko. Es gibt vielfältige Kontakte des CIM, die dem Neuling zugutekommen. Oft vernetzen sich die Einsteiger auch mit Anderen aus den Seminaren.
„Die ersten zwei Jahre waren nicht einfach“
Mohamed Hourch ist den Schritt von Deutschland nach Marokko und von der Anstellung in die Selbstständigkeit schon vor vielen Jahren gegangen. Der marokkanische Bauingenieur, der in Deutschland studiert hat, sagt: „Die ersten zwei Jahre mit meiner Firma City Concept waren nicht einfach.“ Heute plant der 40-Jährige ganze Wohnsiedlungen, Schulen und Flughafengebäude in Marokko. In den vergangenen Jahren unterstützte er mehr als 30 marokkanische Ingenieure aus Deutschland dabei, wieder wie er in ihrem Heimatland Fuß zu fassen. Er ist überzeugt, dass es immer mehr Firmen geben wird, die eng mit Deutschland zusammen arbeiten. Das kommt wiederum der deutschen Wirtschaft zugute.
Fachkräfte gesucht
Gefragt sind in Marokko derzeit Fachkräfte, die Wissen rund um erneuerbare Energien mitbringen, wie Arbib erläutert. Einer von ihnen ist Nabil Kotbi in Casablanca. Für ein deutsches Solarunternehmen zieht er in Marokko Aufträge an Land und übernimmt so eine wichtige Brückenfunktion zwischen Deutschland und Marokko. Viele marokkanische Fachkräfte und Absolventen in Deutschland bilden sich schon in der Richtung Greentech-Markt weiter. Bisher liegen bei ihnen die klassischen Ingenieurfächer Maschinenbau und Elektrotechnik, Informationstechnologie sowie Agrarwissenschaften vorn. Weil es so gut läuft, wird das Programm für Existenzgründer gerade auf die beiden afrikanischen Länder Ägypten und Kamerun sowie Georgien im Kaukasus ausgeweitet. Wer aus diesen Ländern kommt, kann vom CIM lernen, wie er seinen eigenen Betrieb gründet – in seinem Herkunftsland.
Nach Marokko kommen Ägypten, Kamerun und Georgien
Einsteigerseminare für die drei neuen Länder laufen im Oktober und November 2011. „Interessenten können sich bei CIM melden“, beschreibt Arbib den Einstieg für Neulinge. Er stellt aber auch klar: „Was wir nicht bieten können, sind Kredite oder Anschubfinanzierungen“. Doch hilfreich ist das Netzwerk aus Kontakten in den Ländern und in Deutschland auf jeden Fall. Das betonen die Firmengründer immer wieder. „Die, die Fuß gefasst haben, helfen wiederum den neuen Einsteigern“, sagt Oualid Arbib. Und über Netzwerke tauschen sich auch die Neueinsteiger untereinander schnell aus.
Spielen Sie auch mit dem Gedanken, sich selbstständig zu machen? Oder sind Sie sogar bereits Ihr eigener Chef? In beiden Fällen ist ein gutes Netzwerk hilfreich und wichtig! Tauschen Sie sich in der Community mit anderen Existenzgründern aus!



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Dr Mamadou Lamine TRAORE
10.11.2011 09:55 Uhr
Integrierte Produktionssysteme organisiert durch gruppenkooperativ im Netz. Es handelt um eine relation zwischen Produktions-, Transformations-, distribution-, und Commercialisationsbranchen. Wir sind dabei eine Structure fuer Lobbying zu bilden um die Kaution der State zu erhalten damit die Finanzierung von finanziell Institution ermöglicht wird...
Prof.Dr. Amal Abdou
02.11.2011 12:59 Uhr
Wie und wann ist Aegypten dran und wie kann man sich informieren