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Fair Trade liegt in Deutschland im Trend

Die Verbraucher in Deutschland entdecken ihr soziales Gewissen. Immer mehr Fair-Trade-Produkte gehen über den Ladentisch - im letzten Jahr waren es Waren im Wert von rund 340 Millionen Euro, das sind 27 Prozent mehr als 2009. Kaffee ist das beliebteste Fair-Trade-Produkt. Viele Supermarktketten passen ihr Sortiment dem Trend an.

 


Tendenz steigend

 

Kaffee, Tee, Kakao, Honig, Bananen, Reis, Wein, Gewürze, Blumen, Textilien – Fair-Trade-Produkte verkaufen sich in Deutschland immer besser. Allein 2010 packten deutsche Verbraucher fair gehandelte Waren im Wert von 340 Millionen Euro in ihre Einkaufskörbe. Laut TransFair e.V. entspricht das einer Steigerung von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Drei Viertel der fair gehandelten Produkte sind bio-zertifiziert –Tendenz steigend.

 

Für TransFair ein ermutigender Erfolg. Seit 1992 unterstützt der Verein mit Sitz in Köln benachteiligte Kleinbauern und Arbeiter in der Dritten Welt durch die Vergabe des Fair-Trade-Siegels für fair gehandelte Produkte. Inzwischen erhält das Siegel auch die gebührende Anerkennung vom Verbraucher. So gab es 2010 zum siebten Mal in Folge ein zweistelliges Wachstum von fair gehandelten Produkten, bekannt gegeben auf der Jahrespressekonferenz Anfang Mai 2011 in Bonn.

 

Verbraucher vertrauen dem Fair Trade-Siegel

 

Dies zeige, dass die Menschen in Deutschland sich „aktiv für bessere Lebens- und Umweltbedingungen in der Dritten Welt einsetzen“, sagt der TransFair-Vorstandsvorsitzende Heinz Fuchs. Durch das Fair-Trade-Siegel sei es gelungen, das Vertrauen des Verbrauchers zu gewinnen. Fuchs: „Das Siegel verspricht, dass das Produkt die entsprechenden Standards erfüllt. Und jedes Produkt bekommt einen individuellen Code. Der Kunde gibt ihn unter www.fairtrade-deutschland.de ein und erhält wichtige Zusatzinfos.“

 

Fairer Kaffee ist besonders beliebt: Der Absatz erhöhte um 26 Prozent. Besonders die „Coffee to go“-Angebote legten zu  (plus 49 Prozent). Danach folgen Blumen, Säfte, Bananen und Textilien. Mehr als 180 Lizenznehmer in über 30.000 Supermärkten, Welt- und Bioläden sowie rund 18.000 Gastronomie-Betriebe bieten in Deutschland mittlerweile fair gehandelte Waren an. Laut TransFair-Vorstand Fuchs gibt es „kaum noch ein Geschäft in Deutschland, das kein Fairtrade-Produkt anbietet.“ Als letzter der großen Billig-Supermärkte habe Aldi habe jetzt Fairtrade-Kaffee in sein Angebot aufgenommen. Lidl biete sogar 15 Fairtrade-Produkte an. 

 

Fair Trade bleibt vorerst Nischenmarkt in Deutschland 

 

Trotz aller Freude über den wachsenden Einfluss weiß man auch bei TransFair, dass der Weg zu einer durch und durch fairen Konsumgesellschaft noch weit ist: „Fair Trade hat derzeit einen Marktanteil von knapp zwei Prozent“, sagt Fuchs, „ist also noch immer so etwas wie ein Nischenmarkt mit großem Potenzial.“ Zum Vergleich: In Großbritannien sind es 20 Prozent. TransFair setzt auf organisches Wachstum und auf Zuwachs durch neue Produkte: So werden bald Holz und Möbel mit Fair-Trade-Zertifizierung angeboten.

Wie wird der Trend gerade in den Ländern wahrgenommen, die Deutschland mit ihren Produkten beliefern? Diskutieren Sie das Thema Fair Trade (Fairtrade) in der Community: >> zur Community

 

Ein Artikel auf dem Alumniportal berichtet über eine Partnerschaft zwischen der GIZ und dem Kaffeehersteller Tschibo, mit dem Ziel die Arbeitsbedingungen in Produktionsstätten in Bangladesch, China und Thailand zu verbessern:

Süd- und Südostasien: Worldwide Enhancement of Social Quality


 

 

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