
„Jute statt Plastik“ - so lautete noch vor dreißig Jahren der Wahlspruch der deutschen Umweltbewegung. Trotzdem gehören Plastikverpackungen und auch die Plastiktüte bis heute immer noch zum Einkaufsalltag in Deutschland dazu.
Plastiktüten sind schließlich praktisch und wenn man einmal den Einkaufskorb zuhause vergessen hat, sind sie kostengünstig im Geschäft zu haben. Auch die Verbraucher finden nichts Verwerfliches daran, Plastiktüten zu benutzen. Man müsse sie ja nicht sofort wegwerfen, sondern könne sie mehrfach benutzen.
Plastik – ein Problem für die Umwelt
Trotzdem kann Plastik und damit die Plastiktüte zum Problem für die Umwelt werden. In Deutschland gibt es zwar mit dem Recycling-Verband „Duales System Deutschland“ ein flächendeckendes Kunststoffsammelsystem. Experten jedoch verweisen darauf, dass das Recycling von Kunststoff nicht ausgereift ist: Plastik ist biologisch nicht abbaubar. Wird Kunststoff recycelt, können die einzelnen Bestandteile nur schwer voneinander getrennt werden – was beim neuen Material zu Qualitätsverlust führt. Ein weiterer Kritikpunkt lautet, dass Plastiktüten aus Erdöl hergestellt werden und damit einen Rohstoff verbrauchen, der nicht unendlich vorhanden ist.
Es gibt also einige gute Gründe, der Plastiktüte den Kampf anzusagen. Allerdings gibt es bislang kaum ökologisch einwandfreie Alternativen zu den Einkaufstüten aus Plastik: Experten weisen darauf hin, dass auch Papiertüten chemische Substanzen enthalten und biologisch abbaubare Plastiktüten nicht so schnell verrotten wie erhofft.
Was die einzelnen Staaten unternehmen
Viele Länder versuchen daher, die Verbraucher dazu zu bewegen, vermehrt auf den klassischen Einkaufskorb zu setzen. So haben Australien, Indien und mehrere afrikanische Staaten die Plastiktüte verboten. Länder wie Belgien oder Irland erheben zusätzliche staatliche Abgaben auf die Tüten, die dadurch deutlich teurer geworden sind. Auch EU-Umweltkommissar Janez Potochnik will die Tüte aus dem Einkaufsleben verbannen: Jeder Europäer verbrauche im Schnitt etwa 500 Plastiktüten pro Jahr – und benutze diese meist nur ein einziges Mal.
Ob die Tüten künftig noch im Supermarkt zu haben sind, sollen nun die Verbraucher entscheiden. Mit einer Online-Befragung will die EU ein Meinungsbild der Konsumenten erstellen; jeder kann sich beteiligen. In Deutschland stehen sowohl Verbraucher als auch Regierung und Naturschutzinitiativen einem Verbot skeptisch gegenüber: Besser sei es, gegen die Wegwerfkultur anzugehen. Also künftig dann möglicherweise doch wieder Jute – statt Plastik.



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Philipp
17.05.2012 18:44 Uhr
Stimmt! Plastik ist Müll und unverwertbar. Wer nur ein bisschen weiß, woraus Plastik besteht, wird das wissen.\r\nJedoch ist Plastik kein Problem, das man dem Verbraucher in die Schuhe schieben sollte. Man kann nicht den Verbrauchern vorschreiben, was sie zu tun haben. Die einzig Schuldigen sind die Industriellen. Industrie hatte nämlich noch nie etwas mit Natur zu tun.
Volana Andria
15.02.2012 07:33 Uhr
An diese Alternativen haben wir auch in Madagaskar gedacht. Als APD Alumni haben wir ein Umweltfreundliches Projekt gegen Plastikmüll erarbeitet. Das Ziel ist die Verringerung von Plastikverwendung. Leider als virtueller Verein konnte der APD- Alumniverein keine Unterstützung bekommen. Die Formalisierung des Vereins gehts voran aber steht vor verschiedene Hindernisse.
Volana Andria
15.02.2012 07:33 Uhr
An diese Alternativen haben wir auch in Madagaskar gedacht. Als APD Alumni haben wir ein Umweltfreundliches Projekt gegen Plastikmüll erarbeitet. Das Ziel ist die Verringerung von Plastikverwendung. Leider als virtueller Verein konnte der APD- Alumniverein keine Unterstützung bekommen. Die Formalisierung des Vereins gehts voran aber steht vor verschiedene Hindernisse.