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Netzwerk gegen Wasserknappheit

1,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Das „Excellence Center for Development Cooperation – Sustainable Water Management“ will diese Not lindern helfen. Es wurde im August 2009 an der Technischen Universität Braunschweig eröffnet.

 

Gemeinsam mit Partnern in Entwicklungsländern wollen die deutschen Wissenschaftler speziell ausgerichtete Studiengänge auf den Weg bringen. Finanziert wird die Arbeit des Braunschweiger Zentrums sowie weiterer vier Exzellenzzentren vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit mit jeweils bis zu fünf Millionen Euro. Der Deutsche Akademische Austauschdienst DAAD unterstützt dabei den Austausch der Wissenschaftler. Die beteiligten Hochschulen fördern die Forschung. So soll das gemeinsam erarbeitete Wissen über nachhaltige Wasserwirtschaft in Europa, Lateinamerika, im Nahen und Mittleren Osten, in Afrika sowie in Asien zirkulieren.

 

Nachhaltige Wasserwirtschaft  im Studium

Wie dringend der Austausch von Know-how und die Mobilität der Forscher notwendig sind, zeigt die Verschlechterung der Qualität des Trinkwassers in vielen Entwicklungsländern. Die Menschen verwenden häufig Grundwasser, und leiten das verschmutzte Wasser in Oberflächengewässer. Doch dadurch belasten sie Flüsse und Seen und am Ende auch die Weltmeere. Darüber hinaus verschmutzen und versalzen die Böden. „Wir müssen gemeinsam Modelle und Methoden entwickeln, um Grund- und Oberflächenwasser so zu nutzen, dass die Süßwasserressourcen der Erde nicht knapper werden und verschmutzen“, fordert Professor Müfit Bahadir vom Exceed-Zentrum an der TU Braunschweig. Hierzu müssen Experten ausgebildet werden. Doch noch lernen Studierende nachhaltigee Wasserwirtschaft nur selten.

 

Frühwarnsystem für Kamerun


Einer der ersten, die von diesem Konzept profitieren, ist Merimee Yanke Nana. Der Doktorand aus Kamerun hatte im vergangenen Jahr eine Summer School zur Umweltmodellierung an der TU Braunschweig besucht und war so begeistert, dass er gleich eine Promotion vereinbarte. Nun forscht der 31-Jährige am Institut für Geoökologie mit Umwelttoxikologie. „Ich möchte ein Frühwarnsystem für die Verschmutzung mit Pestiziden aus der Landwirtschaft entwickeln, das ich später in Kamerun anwenden kann“, so Merimee Yanke Nana.

 

Wasserwirtschaft 2.0

Auch ausländische Absolventen, die früher in Deutschland studiert haben, können vom deutschen Wissen über nachhaltige Wasserwirtschaft profitieren – ohne eigens dafür nach Deutschland reisen zu müssen. Das Alumniportal Deutschland bietet in Kürze ein Webinar an, in dem auch das Thema Wasser im Mittelpunkt steht. Entwickelt wurde das Online-Seminar von der Alexander von Humboldt-Stiftung, einem der Partner des Alumniportals. Vier einstündige Sitzungen sind geplant, der Start ist am 6. September. „Im Webinar werden wir diskutieren, welche entwicklungspolitische Dimension das Thema Wasser hat und welche Rolle die Wissenschaft im Kampf um die Ressource Wasser spielt“, erläutert Viola Erlenmaier, Organisatorin des Webinars. Das Webinar ist offen für alle Deutschland-Alumni und wird moderiert von der Wissenschaftsjournalistin und Physikerin Dr. Iris Zink.


Interessenten können der Webinargruppe bereits jetzt beitreten.

 

Weitere Links zum Thema "Wasserwirtschaft" in der Community

Summer School on Water and International Relations 

Blog "Water: Global Challenges and Local Initiatives 

Wasserknappheit wird zum Wachstumsrisiko: DEG und WWF veröffentlichen Wasserrisikofilter 

Alumni-Netzwerk ausgezeichnet 

IWRM WEBINAR “The Water & Energy Nexus” 


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Nehmen Sie am Webinar in der Communtiy teil!

Ab dem 6. September diskutieren wir mit zahlreichen Gastexperten über die Rolle der Wissenschaft, nicht zuletzt auch für Nachhaltigkeit und Entwicklungspolitik. Treten Sie der Webinar-Gruppe "Facets of Science" bei!

 

Erkunden Sie das Alumniportal Deutschland