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Fotowettbewerb „Agenda 2030: Seht her – Macht mit“

Fast 200 Bilder aus der ganzen Welt wurden während unseres Fotowettbewerbs „Seht her – Macht mit!“ hochgeladen. Die Aufgabe hatte gelautet: Zeigen Sie uns, welches Thema der Agenda 2030 Ihnen für Ihr Land besonders am Herzen liegt. Wo ist Veränderung in Ihrem Umfeld besonders dringend notwendig?

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen unseren Aufruf wörtlich und haben genauer hingesehen: Es wurden erschütternde, aber auch viele hoffnungsvolle Bilder eingereicht – mit ganz persönlichen Kommentaren, die nachdenklich machen.

Hier sehen Sie eine Auswahl der eindrucksvollsten Fotos. Sie werden im kommenden Jahr im Rahmen einer Ausstellung zur Agenda 2030 an verschiedenen Standorten in Deutschland zu sehen sein.

Die Gewinner des Fotowettbewerbs

  • Pakistan – „Floating Infancy“

    Pakistan – „Floating Infancy“

    „Hamid stammt aus einer sozial benachteiligten Familie in Pakistan, die etwa 60 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Er kümmert sich gerade liebevoll um ein Kameljunges, in der Nähe der historischen Stadt Lahore. Nomaden aus dem Süden Pakistans kommen häufig nach Punjab, um Viehhandel zu betreiben und ziehen dann weiter in den Norden zum Weiden der Tiere. Das Nomadenkind und das Kamelkalb trinken abwechselnd die gleiche Milch des Kamels.

    Wir müssen Konzepte entwickeln, die diesen nomadischen jungen Menschen dabei helfen, ihre Grundbedürfnisse wie sauberes Wasser, ein hygienisches Lebensumfeld und gute Bildung zu erfüllen, damit auch sie sich entfalten können und eine bessere Zukunft vor sich sehen.“

    Foto: Muhammad Usman Jamshed

  • Indonesien – „Family reading campaign“

    Indonesien – „Family reading campaign“

    „Wie eine US-Studie kürzlich zeigte, liegt Indonesien was das Leseinteresse angeht auf Rang 60 von 61 Ländern. Damit steht Indonesien natürlich vor einer großen Herausforderung, wenn man bedenkt, dass dieses Land eines der bevölkerungsreichsten der Erde ist. Lesen ist eine wichtige Tätigkeit, die schon zuhause beginnen sollte. Wie aber sollen Eltern ihren Kindern das Lesen beibringen, wenn sie es selbst nicht können? Mit unserem Projekt „Kerbside Reading Stall“ versuchen wir, in der Gemeinde die Wichtigkeit des Lesens hervorzuheben und die Eltern dabei als Leitfiguren einzubeziehen. Es ist äußerst wichtig, dass solche Lesezentren der Gemeinde leicht zugänglich sind. Daher initiierten wir eine mobile Bücherei (Lesestand). Dort können Leute vorbeikommen und mit ihren Familienmitgliedern zusammensitzen.“

    Foto: Zainah Rahmiati

     

  • Distrikt Jhang, Pakistan – „Homeless but not helpless“

    Distrikt Jhang, Pakistan – „Homeless but not helpless“

    „Der Klimawandel ist ein globales Problem, seine Auswirkungen aber sind besonders in Entwicklungsländern spürbar. Pakistan war eines der jüngeren Opfer des Klimawandels: Zwischen 2010 und 2015 ereigneten sich fünf großflächige Überschwemmungen und verursachten massive soziale, wirtschaftliche und physische Verluste. Dies führte zu einer enormen Wanderungsbewegung der Bevölkerung, zur Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen und infolgedessen zu einem sprunghaften Anstieg der Armut. Gleichzeitig aber wird auf diese Weise in den Gemeinschaften die Fähigkeit gefördert, Naturkatastrophen zu bewältigen und sich anzupassen. Es entstehen neue Ideen für nachhaltige Kommunalentwicklung, um besser mit solchen Klimaereignissen zurecht zu kommen. Das Foto wurde 2015 während der Flut im Pakistanischen Distrikt Jhang aufgenommen.“

    Foto: Ali Jamshed

  • Madagaskar – „Hunger and Education“

    Madagaskar – „Hunger and Education“

    „Das Gesicht des Jungen verrät uns, wie erschöpft er ist, weil er unter Nahrungsmangel leidet. Die Lehrer erzählten uns, dass viele ihrer Schüler im Unterricht einschlafen oder sich nicht aufs Lernen konzentrieren können, weil sie nichts gegessen haben, bevor sie zur Schule kommen.“

    Foto: Rindrahatsarana Ramanankirahina

  • Djerba, Tunesien – „City memory, architectural heritage and people“

    Djerba, Tunesien – „City memory, architectural heritage and people“

    „Djerba ist eine Insel im Süden von Tunesien. Sie ist sehr berühmt für ihre besondere architektonische Tradition. Über tausende von Jahren hatten die Häuser eine typische, unveränderte Bauart und Architektur, sie werden in Tunesien als kulturelles Erbe betrachtet. Dennoch stellen Besucher und lokale Aktivisten seit einigen Jahren fest, dass die Häuser von ihren Bewohnern und von der Regierung vernachlässigt werden. Im August 2017 reiste ich für eine Woche dorthin, um eine Fotodokumentation in einigen Dörfern in Djerba zu machen. Ich sprach mit den Menschen und machte Fotos, um zu verstehen, wie es zu dieser verantwortungslosen Nachlässigkeit kommen konnte. Ich fand heraus, dass das Problems ausschließlich von sozialen Faktoren verursacht wird.“

    Foto: Amina Gharred

  • Douala, Kamerun – „Infrastruktur in Not“

    Douala, Kamerun – „Infrastruktur in Not“

    „Während der Regenzeit hat man keine Chance, Straße und Fluss voneinander zu unterscheiden. Straßen sind aber eine wichtige Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung. Wir brauchen dringend Maßnahmen und Gesetze, um diese Situation zu verbessern.“

    Foto: Séraphin Sokoudjou

  • Bahnhof Kliptown, Südafrika – „Service delivery“

    Bahnhof Kliptown, Südafrika – „Service delivery“

    „Züge können große Mengen an Personen zu niedrigen Preisen transportieren. Auch sind sie eines der sichersten Transportmittel und zudem umweltfreundlich – anders als Autos und Busse, die nur mit fossilen Brennstoffen wie Benzin und Diesel laufen.“

    Foto: Lukhanyo Kwepile

  • Kabale Distrikt, Uganda – „Trekking for water“

    Kabale Distrikt, Uganda – „Trekking for water“

    „Diese Frauen müssen zwei Kilometer bergauf und bergab laufen, um Wasser zu holen. Das zeigt, dass noch viel getan werden muss, um Menschen den Zugang zu sauberem Wasser zu garantieren.“

    Foto: Hillary Kahoze

  • Rio de Janeiro, Brasilien – „Losing green space in big cities“

    Rio de Janeiro, Brasilien – „Losing green space in big cities“

    „Dieses Bild zeigt ein Neubaugebiet in Rio de Janeiro, das für die Olympischen Spiele 2016 errichtet wurde. Der Ort ist wirklich schön, aber wir haben nur sehr wenige Grünflächen. Das ist ein ständiges Problem in großen Ballungszentren. Es gibt keinen Platz mehr für Pflanzen – was in diesem Foto von diesem einzelnen Baum symbolisiert wird.“

    Foto: Rodrigo Santos

  • Chennai, Indien – „The Bath“

    Chennai, Indien – „The Bath“

    „Ich wählte dieses Bild, weil es das Ausmaß an Armut zeigt – wo ein Mann in Regenwasser badet, direkt neben der Straße.“

    Foto: Senthil Raj Thenmozhi Karthik Raj

  • Moskau, Russland – „Die körperbehinderten Fallschirmspringer“

    Moskau, Russland – „Die körperbehinderten Fallschirmspringer“

    „Dieses Bild entstand bei einem Versuch, den nationalen russischen Rekord im Formationsspringen von Fallschirmspringern mit Behinderung aufzustellen. Meiner Meinung nach ist dies ein gutes Beispiel für die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung: Wenn viele Menschen ihr Umfeld so gestalten, dass Menschen mit Behinderung erfüllt leben können und solche Dinge möglich werden.“

    Foto: Veronica Narozhnaya und Yury Isakov

  • Seychellen – „Schönheit des Mülls?“

    Seychellen – „Schönheit des Mülls?“

    „Ich empfand das alte Fischersnetz als schön, fast schon künstlerisch. Dennoch steht es für etwas, das zurückgelassen wurde, etwas, das Verschmutzung und Tod bringt.“

    Foto: Larissa Fricke, Deutschland

  • Douala, Kamerun – „Senioren in Kamerun“

    Douala, Kamerun – „Senioren in Kamerun“

    „Alte Menschen erleben meistens einen anstrengenden Ruhestand, anstatt sich im Alter auszuruhen. Es gibt nur wenige Seniorenheime und Altenpflege in Kamerun und sie bekommen kaum Unterstützung.“

    Foto: Séraphin Sokoudjou

  • Faisalabad, Pakistan – „Waste of Food“

    Faisalabad, Pakistan – „Waste of Food“

    „Das Essen, das weltweit pro Jahr weggeworfen wird, ist mehr als ausreichend, um fast eine Milliarde hungrige Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen. Es wird geschätzt, dass in Pakistan etwa 40 Prozent der Nahrung verschwendet wird. In Pakistan wird genug Nahrung produziert, um die gesamte Bevölkerung zu versorgen, aber wegen der Nahrungsmittelverschwendung gehen dennoch geschätzte sechs von zehn Menschen hungrig zu Bett. In Hotels, Restaurants, Hochzeitssälen etc. werden Lebensmittel in einem alarmierenden Ausmaßen verschwendet. Und jedes Jahr während des Ramadans ist in den muslimischen Ländern ein dramatischer Anstieg der Verschwendung zu beobachten – wegen der reichhaltigen Buffets, exzessiven Einkäufe und dem Kochen großer Mengen Essen. “

    Foto: Awais Aslam

  • An Giang, Vietnam – „Climate change the river or humans?“

    An Giang, Vietnam – „Climate change the river or humans?“

    „Der Mekong, einer der längsten Flüsse der Welt, hat sich in den letzten Jahren aufgrund von zehn hydroelektrischen Dämmen und anderen Bauwerken stark verändert.“

    Foto: Huynh Quang Vinh

  • Benin – „La Dame qui écrit“

    Benin – „La Dame qui écrit“

    „Ordentliche Haushaltsführung ist entscheidend für die Armutsbekämpfung und die Erreichung der Agenda 2030 in Benin. Daher arbeitet das Projekt ACMERP 2030 zusammen mit den Ministerien für Wirtschaft, Finanzen sowie Planung und Entwicklung für einen effizienten, transparenten und rechenschaftspflichtigen Staatshaushalt.  Nur so können öffentliche Ausgaben dort ankommen, wo öffentliche Dienste am meisten gebraucht werden.“

    Foto: Stephane Brabant und Miriam Bulbarelli, Deutschland 

  • Tigray, Äthiopien – „Innocence“

    Tigray, Äthiopien – „Innocence“

    „Ich habe dieses Bild ausgewählt, da es meine Gefühle ausdrückt, die ich hatte, als ich das erste Mal die kleine Stadt Waja besuchte. Die Last der Armut und das Fehlen von angemessener Infrastruktur betrifft besonders diejenigen, die verwundbar sind, und dieses Bild zeigt dies eindringlich. Ich glaube, es liegt noch viel Arbeit vor uns, um Mädchen in ländlichen Gebieten zu stärken.“

    Foto: Fana Gizaw Teferra

  • Peru – „Nicht nur wir sind in Gefahr!“

    Peru – „Nicht nur wir sind in Gefahr!“

    „In einigen Teilen von Peru wird das rasche Bevölkerungswachstum eine zunehmende Bedrohung für die Tierwelt. Viele Orte werden übervölkert und es wird immer schwieriger, einen der größten Vögel der Natur zu sehen: den ‚Kondor Andino‘. Das Foto zeigt den seltenen Anblick eines riesigen Kondors auf dem Pazifischen Ozean südlich von Lima. Dort, wo die Menschen noch nicht angekommen sind und wo man diese schönen Vögel noch zu sehen bekommen kann.“

    Foto: Pablo Moreno R

  • Sacré Coeur d'Alger, Algerien – „Breaking Religious Barriers“

    Sacré Coeur d'Alger, Algerien – „Breaking Religious Barriers“

    „Dieses Foto zeigt eine junge Muslimin, die ein römisch-katholisches Buch liest. Für mich steht es als Symbol dafür, dass sich Menschen unterschiedlichen Glaubens verstehen und sich auf den Weg in eine Welt machen, in der alle Religionen miteinander in Frieden und Einvernehmen leben.“

    Foto: Bilal Mehdaoui

  • Vietnam – „Raglay, an ethnic minority living in the area of centre Vietnam“

    Vietnam – „Raglay, an ethnic minority living in the area of centre Vietnam“

    „Das Bild wurde im Nui Chua Nationalpark in Vietnam aufgenommen. Dort führe ich ein Projekt zur Erhebung der Biodiversität durch. Die lokale Bevölkerung (Raglay-Gruppe) lebt dort in Harmonie mit dem Wald. Ich habe ein Projekt ins Leben gerufen, um ihnen zu helfen, mit Kunsthandwerk aus Baumsamen mehr Einkommen zu generieren. Das Projekt läuft seit 2005 und wird heute von den Frauen im Dorf Cau Gay geleitet.“

    Foto: Truong Quang Tam

Was kann jeder Einzelne tun, um zur Erreichung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 beizutragen? Besuchen Sie unsere Rubrik „THE GLOBAL GOALS – powered by Alumni“!

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Kommentare

Pablo
12. November 2017

Danke Alumni Portal Deutschland!!!

RONY MARTIN ZELAYA
12. November 2017

Schöne bilder

Virginia
12. November 2017

Wunderschön!

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