„So etwas habe ich noch nicht erlebt“

Die Corona-Pandemie hat auch den afrikanischen Kontinent erreicht – ein Szenario, das viele Virologen mit Sorge beobachten. In vielen Ländern Afrikas sind die Gesundheitssysteme chronisch überfordert. Die zusätzlichen Belastungen durch die Corona-Pandemie erschweren die Versorgung von Patienten mit anderen Krankheiten, Kontaktverbote und Ausgangssperren bringen einen großen Teil der Bevölkerung in Existenznot. Doch es gibt auch Anlass zur Hoffnung: Die Zahl der an Covid-19 Erkrankten in Afrika ist immer noch verhältnismäßig niedrig. Und von den medizinischen und wissenschaftlichen Kapazitäten, die jetzt ausgebaut wurden, werden die Länder auch in Zukunft profitieren. Zwei Medizinerinnen, ein Tropenarzt und eine Unternehmerin schildern die Situation in Ghana, Kenia, Nigeria und Tansania.

Dr. Ivy A. Asante

Die ghanaische Virologin arbeitet am Noguchi Memorial Institute for Medical Research in Accra.

„Die Intensivstationen an den Krankenhäusern sind ausgebaut worden, aber falls sich das Virus stärker ausbreitet, werden die Kapazitäten auf keinen Fall ausreichen. Bei der Gesundheitsversorgung dreht sich im Moment alles um Corona, was zu anderen Problemen führt: ..."

 

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Prof. Faith Osier

Die mehrfach ausgezeichnete Immunologin aus Kenia leitet eine Malaria-Forschungsgruppe an der Universitätsklinik Heidelberg.

„In vielen öffentlichen Krankenhäusern herrscht chronische Knappheit, von der Basisausrüstung über intravenöse Katheter bis zu Infusionen und Medikamenten. Die Corona-Pandemie trifft auf eine schwache medizinische Infrastruktur mit zu wenigen Krankenhaus- und Intensivbetten. Corona ist ein Weckruf, ..."

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Mariatheresa S. Kadushi

Die Kommunikationsdesignerin aus Tansania hat mit einer Gesundheits-App ein Start-up gegründet.

„Über die App können die Nutzer auch die Telefonnummern von Einrichtungen abrufen, an die sie sich bei Symptomen wenden sollen, und auch die aktuellen Fallzahlen. Unser Gesundheitssystem ist schon zu Normalzeiten überlastet – darum ist es lebenswichtig, die Zahl der Covid-19-Erkrankungen durch Aufklärung einzugrenzen...."

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Prof. Olusola Ojurongbe

Der Mikrobiologe an der Ladoke Akintola University of Technology in Nigeria ist Spezialist für Tropenkrankheiten bei Kindern.

„Die wissenschaftlichen Erfahrungen mit anderen tödlichen Krankheiten wie Ebola helfen teilweise auch bei der Bekämpfung von Covid-19. Leider gibt es aber wichtige Unterschiede zwischen diesen Krankheiten, besonders was ihre Ausbreitung angeht. Das bedeutet, dass man jede auf eine andere Weise bekämpfen muss..."

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Protokolle: Miriam Hoffmeyer

Mai 2020

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