Corona auf den Philippinen – „Wir müssen den Inlandstourismus verstärken“

Ana Riza Mendoza arbeitet derzeit für die Provinzregierung von Aurora im Tourismusbüro der Provinz als Senior Tourism Operations Officer. Von 2009 bis 2010 nahm sie am International Leadership Training (ILT) der InWEnt für regionale Wirtschaftsentwicklung (ILT-RED) teil. Das Programm umfasste einen Deutschkurs, Fachmodule zur regionalen Wirtschaftsentwicklung, ein dreimonatiges Praktikum in einem deutschen Unternehmen sowie ein Transferprojekt.

Frau Riza Mendoza, wie ist die Situation in Bezug auf Corona auf den Philippinen?

Ende Mai gab es auf den Philippinen über 14.000 COVID-19-Fälle, 3.300 Genesene und über 800 Tote. Laut des Gesundheitsministeriums sind derzeit über 9.900 Menschen aktiv betroffen. Die meisten Fälle werden in der Metropolregion um die Hauptstadt Manila verzeichnet. Meine Provinz Aurora ist COVID-frei. Hier gab es keine aktiven Fälle, seit die Enhanced Community Quarantine am 17. März für Luzon in Kraft trat. Inzwischen herrscht bei uns der Status General Community Quarantine.

Inwiefern hat Corona Ihren Alltag verändert?

Ich bin in der Tourismusbranche tätig, die von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen ist. Auch wir arbeiten von zu Hause. Besprechungen und die Koordination mit anderen Tourismusbüros finden online statt. Unsere Hauptstadt Baler ist bei Surfern sehr beliebt. Zurzeit sind überhaupt keine Touristen hier und die Reisebeschränkungen werden wohl noch eine ganze Weile gelten. Wir nutzen die Zeit, um unseren Inlandstourismus zu stärken.

Da unser Büro Mitglied der Inter-Agency Task Force im Kampf gegen das Coronavirus für unsere Provinz ist, muss ich der Notfall-Einsatzzentrale persönlich Bericht erstatten. Die ersten Tage nach Inkrafttreten der Enhanced Community Quarantine waren schwierig für mich, da ich die rund 30 Kilometer zur Arbeit mit dem Fahrrad fahren musste, weil keine öffentlichen Verkehrsmittel in Betrieb waren. In den darauffolgenden Wochen konnte ich dann in einem unserer offiziellen Fahrzeuge der Provinzregierung mitfahren. 

Wie denken Sie über die Zukunft?

Ich hoffe, dass schnell ein Impfstoff gegen COVID-19 entwickelt wird, damit die Welt wieder zur Normalität zurückkehren kann – ohne dabei aber die wichtigen Lektionen zu vergessen, die wir während dieser Pandemie gelernt haben. 

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Juli 2020

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