0 Finde ich gut

Asyl ist ein Grundrecht

Sprachniveau A2

Sie kommen aus Syrien, Serbien, Somalia oder Afghanistan, und ihre Not ist groß: Asylanten, auch Asylbewerber genannt. Ihnen gewährt das Grundgesetz – die deutsche Verfassung – Asyl. Alle Personen, die politisch verfolgt werden, haben ein Recht auf Asyl.

Weltweit sind nach Schätzungen des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) mehr als 45 Millionen Menschen auf der Flucht. Vor allem aus Syrien, der Türkei, Irak und Afghanistan kommen die Flüchtlinge. Damit sie in Deutschland bleiben können, müssen sie einen Asylantrag stellen.

Nicht jeder Asylantrag ist erfolgreich

Über 127.000 Anträge auf Asyl sind 2013 in Deutschland gestellt worden. Doch nur rund 15 Prozent der Asylsuchenden bekommen auch Asyl in Deutschland. Das heißt konkret, sie sind nach dem Grundgesetz asylberechtigt oder nach der Genfer Flüchtlingskonvention als sogenannte Konventionsflüchtlinge anerkannt. Dann bekommen sie ein Aufenthaltsrecht für zunächst drei Jahre: das ist das Bleiberecht. Mit der Aufenthaltsgenehmigung erhalten Flüchtlinge auch eine Arbeitserlaubnis.

Frage A2:

  • Wer hat ein Recht auf Asyl? 

Text und Antworten in der Community


Sprachniveau B2

Sie kommen aus Syrien, Serbien, Somalia oder Afghanistan, und ihre Not ist groß: Asylanten. Ihnen gewährt das Grundgesetz – die deutsche Verfassung – Asyl. Das Gesetz schreibt vor, dass alle Personen, die politisch verfolgt werden, ein Recht auf Asyl haben.

Weltweit sind nach Schätzungen des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) mehr als 45 Millionen Menschen auf der Flucht. Vor allem aus Syrien, der Türkei, Irak und Afghanistan kommen die Flüchtlinge. Damit sie in Deutschland bleiben können, müssen sie einen Asylantrag stellen.

Nicht jeder Asylantrag ist erfolgreich

Über 127.000 Anträge auf Asyl sind 2013 in Deutschland gestellt worden. Doch nur rund 15 Prozent der Asylsuchenden bekommen auch Asyl in Deutschland. Das heißt konkret, sie sind nach dem Grundgesetz asylberechtigt oder nach der Genfer Flüchtlingskonvention als sogenannte Konventionsflüchtlinge anerkannt. Dann bekommen sie ein Aufenthaltsrecht für zunächst drei Jahre: das ist das Bleiberecht. Mit der Aufenthaltsgenehmigung erhalten Flüchtlinge eine Arbeitserlaubnis.

Kritik am Asylrecht

Wer aber aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU) wie  Frankreich oder Italien oder aus einem so genannten sicheren Drittstaat außerhalb der EU wie der Schweiz oder Norwegen einreist, bekommt in Deutschland kein Asyl. Er muss in dem Land, in dem er eingereist ist, einen Antrag auf Asyl stellen.

Wird der Asylantrag abgelehnt, muss der Flüchtling innerhalb eines Monats ausreisen, manchmal sogar noch schneller. Doch können Flüchtlinge, deren Anträge abgelehnt wurden, „ergänzenden Schutz“ oder eine so genannte „Duldung“ bekommen, und zwar dann, wenn eine Rückreise zunächst nicht möglich ist.

Besonders die „Drittstaatenregelung“ stößt auf Kritik: Flüchtlinge haben oft schon an den Grenzen keine Chance, nach Deutschland einzureisen. Das Asylverfahren selbst gilt einigen Politikern und Organisationen als inhumane Methode. Denn wenn nach Jahren der Antrag abgelehnt wird schickt man Menschen, oft mit Familie, die sich ein neues Leben aufgebaut haben, wieder fort.

Fragen B2:

  • Wie viele Menschen bekommen in Deutschland Asyl?
  • Was bedeutet die „Drittstaatenregelung“?

Text und Antworten in der Community

März 2014

Dieser Text ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz. Möglicherweise unterliegen zusätzliche Inhalte wie Bilder und Videos jeweils zusätzlichen Bedingungen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie einverstanden. Zudem gilt folgende Regelung für die korrekte Benennung der Urheber und Quelle sowie Übersetzungen.

Jetzt kommentieren