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Bio-Lebensmittel boomen

Sprachniveau A2

Viele Deutsche geben gerne etwas mehr Geld aus – für gesunde und umweltfreundlich produzierte Nahrung. Nach einer Studie der Universität Bonn steigt die Nachfrage nach biologisch erzeugter Nahrung kontinuierlich: Der Umsatz von Biolebensmitteln hat sich in Deutschland laut der Studie in der Zeit von 2006 bis 2012 verdreifacht. Die Deutschen zahlen mehr als sieben Milliarden Euro im Jahr für Bio-Produkte, im Durchschnitt sind es 73,60 Euro pro Person jährlich.

Steigende Nachfrage - aber zu wenig Fläche für Bioanbau

Bei so viel Nachfrage fehlt es aber an Fläche: Die Bio-Bauern in Deutschland kommen nicht mit der Produktion nach. 28 Prozent aller Biokartoffeln kommen aus Österreich, Israel oder Ägypten, 48 Prozent der Biomöhren aus den Niederlanden, Israel oder Italien und auch 25 Prozent aller Bioeier aus den Niederlanden und Italien. In Ländern wie Polen und den baltischen Ländern steigen die Bio-Anbauflächen seit 2004 um 300 bis 500 Prozent, in Deutschland nur um 29 Prozent.

Was genau ist Bio-Landwirtschaft?

Rund 23.000 Bio-Landwirtschaftsbetriebe gibt es derzeit in Deutschland. Grundsätzlich sind chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel im Bio-Landbau verboten. Auf Gentechnik wird verzichtet. Auf Bio-Bauernhöfen dürfen die Tiere draußen leben, haben Platz auf Wiesen und Weiden. Medikamente wie Antibiotika dürfen nur im Notfall und nicht prophylaktisch eingesetzt werden. Inzwischen regelt die EU-Öko-Verordnung, was unter den Bezeichnungen „bio“ oder „öko“ angeboten werden darf. Die Produkte sind am Bio-Siegel zu erkennen.

Frage A2: 

  • Wie viel Geld geben die Deutschen jedes Jahr für Bio-Lebensmittel aus?

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Sprachniveau B2

Eine Tatsache ist, dass viele Deutsche gerne etwas mehr Geld ausgeben – für gesunde und umweltfreundlich produzierte Nahrung. Nach einer Studie der Universität Bonn steigt die Nachfrage nach biologisch erzeugter Nahrung kontinuierlich: Der Umsatz von Biolebensmitteln hat sich in Deutschland laut der Studie in der Zeit von 2006 bis 2012 verdreifacht. Die Deutschen zahlen mehr als sieben Milliarden Euro im Jahr für Bio-Produkte, im Durchschnitt sind es 73,60 Euro pro Person jährlich.

Steigende Nachfrage aber zu wenig Fläche für Bioanbau

Bei so viel Nachfrage fehlt es aber an Fläche: Die Bio-Bauern in Deutschland kommen nicht mit der Produktion nach. So kommen 28 Prozent aller Biokartoffeln inzwischen aus Österreich, Israel oder Ägypten, 48 Prozent der Biomöhren aus den Niederlanden, Israel oder Italien und 25 Prozent aller Bioeier aus den Niederlanden und Italien. Die Bioanbauflächen zum Beispiel in Polen und den baltischen Ländern stiegen seit 2004 um 300 bis 500 Prozent, in Deutschland dagegen nur um 29 Prozent.

Was genau ist Bio-Landwirtschaft?

Rund 23.000 Bio-Landwirtschaftsbetriebe gibt es derzeit in Deutschland. Grundsätzlich sind chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel im Bio-Landbau verboten. Auf Gentechnik wird verzichtet. Auf Bio-Bauernhöfen dürfen die Tiere draußen leben, haben Platz auf Wiesen und Weiden. Medikamente wie Antibiotika dürfen nur im Notfall und nicht prophylaktisch eingesetzt werden. Inzwischen regelt die EU-Öko-Verordnung, was unter den Bezeichnungen „bio“ oder „öko“ angeboten werden darf. Die Produkte sind am Bio-Siegel zu erkennen.

Warum essen die Menschen Bio?

Nach Informationen des NABU (Naturschutzbund Deutschland) enthalten Lebensmittel aus biologischem Anbau viel weniger Pestizidrückstände als konventionelle Lebensmittel. Im September 2012 erschien eine amerikanische Studie über den Gesundheitswert von Bio-Lebensmitteln mit einem Vergleich zwischen konventionell und biologisch erzeugten Lebensmitteln. Mit dem Ergebnis, dass ökologische Lebensmittel nicht gesünder sind als konventionelle. Ganz anders sah es hingegen bei der Belastung mit Pestiziden oder Keimen aus. Während bei 38 Prozent der konventionellen Lebensmittel Pestizidrückstände nachgewiesen werden konnten, waren es bei den Bio-Proben nur sieben Prozent. Dennoch, so erklärt der NABU, hätten die Verbraucher großes Vertrauen in die gesundheitsfördernde Wirkung ökologischer Lebensmittel.

Fragen B2: 

  • Warum kommen in Deutschland nicht alle Bio-Lebensmittel aus deutscher Produktion?
  • Sind biologisch erzeugte Lebensmittel gesünder als konventionell erzeugte?

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Juni 2013

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