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Lebensmittelverschwendung und Essensretter

Sprachniveau A2

18 Millionen Tonnen Nahrungsmittel, das sind 313 Kilogramm – pro Sekunde, die in den Müll wandern, wie die Umweltstiftung WWF Deutschland ausgerechnet hat.

Krumme Gurke für die Tonne?

Die Normen der Europäischen Union schreiben makellose Ware vor. Krumme Gurken zum Beispiel haben kaum eine Chance. Doch hier sind die Vorschriften inzwischen gelockert und einige Händler verkaufen auch „unperfektes“ Obst und Gemüse.

Tatsache ist: Die wenigsten Lebensmittel, die im Müll landen, gehören wirklich hinein. Schrumpelige Möhren oder Äpfel mit Druckstellen und Bananen mit brauner Schale lassen sich immer noch verarbeiten. Einfach weniger kaufen oder richtig lagern löst das Problem.

Mindesthaltbarkeit – kein Grund zum Wegwerfen

Viele Lebensmittel wie Milchprodukte haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Wenn das abgelaufen ist, wird der Joghurt oder der Käse häufig einfach weggeworfen. Doch „abgelaufen“ bedeutet nicht „nicht mehr genießbar“. Oft kann man die Ware noch Wochen später essen.

Essensretter

Seit einigen Jahren gibt es Initiativen, die sich für die Rettung von Lebensmitteln einsetzen. Eine davon ist Foodsharing. Über ihre Webseite organisieren sie sich. Lebensmittel werden aus Supermärkten oder Cafés abgeholt. Sie werden dann über stationäre „Fair-Teiler“ verteilt, das sind öffentlich zugängliche Kühlschränke oder Regale. Es gibt außerdem regelmäßige Verteilaktionen.

Fragen A2: 

  • Wie viel Kilogramm Lebensmittel landen jede Sekunde im deutschen Müll?
  • Was macht die Initiative Foodsharing?
  • Warum wirft man oft Milchprodukte weg?

Text und Antworten in der Community


Sprachniveau B2

18 Millionen Tonnen Nahrungsmittel, das sind, so hat die Umweltstiftung WWF Deutschland ausgerechnet, 313 Kilogramm – pro Sekunde, die im Müll landen. Ein Grund: In den Supermärkten gibt es ein riesiges verlockendes Angebot an Lebensmitteln, dem wir als Verbraucher kaum widerstehen können. Ein anderer Grund: Man wirft zu schnell etwas weg, was noch brauchbar wäre.

Krumme Gurke für die Tonne?

Die Normen der Europäischen Union schreiben makellose Ware vor, viele krumme Gurken und zu kleine Möhren schaffen es erst gar nicht in den Supermarkt. Doch hier sind die Vorschriften inzwischen gelockert und einige Händler verkaufen auch „unperfektes“ Obst und Gemüse – wenn denn nur mehr Kunden zugreifen würden!

Tatsache ist auch: Die wenigsten Lebensmittel, die im Hausmüll landen, gehören wirklich hinein. Schrumpelige Möhren oder Äpfel mit Druckstellen und Bananen mit brauner Schale lassen sich immer noch verarbeiten. Würde man einfach weniger kaufen oder richtig lagern und auch besser verarbeiten, gäbe es das Problem nicht. Hier ist jeder einzelne Verbraucher gefragt.

Mindesthaltbarkeit – kein Grund zum Wegwerfen

Viele Lebensmittel wie Milchprodukte haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Wenn das abgelaufen ist, wird der Joghurt oder der Käse weggeworfen. Doch „abgelaufen“ bedeutet in den seltensten Fällen „nicht mehr genießbar“. Anders die Fleischprodukte: Hier gilt das Verbrauchsdatum. Ist es überschritten, sollte man es lieber entsorgen

Essensretter

Seit einigen Jahren gibt es Initiativen, die sich für die Rettung von Lebensmitteln einsetzen. Eine davon ist Foodsharing. Über ihre Webseite oder ihre App organisieren sie sich. Lebensmittel werden aus Supermärkten oder Cafés abgeholt. Sie werden dann über stationäre „Fair-Teiler“ verteilt, das sind öffentlich zugängliche Kühlschränke oder Regale. Es gibt außerdem regelmäßige Verteilaktionen.

Die Tafeln verteilen übrig gebliebene Nahrungsmittel grundsätzliche an Bedürftige, darunter auch viele Migranten. Auch Einzelaktionen werden häufiger. Menschen, die übrig gebliebenes Essen zum Beispiel bei Facebook posten und Erfahrungen austauschen oder Restepartys veranstalten.

Fragen B2:  

  • Wie viel Lebensmittel landen jedes Jahr im Müll?
  • Welches Obst und Gemüse verkaufen Händler mehr und mehr?
  • Was bedeutet „abgelaufen“ nicht?
  • Was organisiert Foodsharing z. B. über ihre App?
  • Was können Essensretter veranstalten?

Text und Antworten in der Community

Oktober 2016

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Kommentare

Sigrid Born
9. Dezember 2016

Sehr geehrter Herr Schweiger,
vielen Dank für Ihren Hinweis. Wir haben die Tafeln in den zweiten B2-Text mit aufgenommen. Aus Platzgründen können wir leider nicht immer alle Aspekte berücksichtigen, aber in diesem Fall haben Sie natürlich recht. Ich arbeite auch gelegentlich bei der Bonner Tafel und weiß, wie wichtig die Lebensmittel für viele Menschen sind.
Herzliche Grüße
Sigrid

Axel Schweiger
8. Dezember 2016

Der Text ist gut, wenn mich als einer der ehrenamtlichen Mitarbeiter der Münchner Tafel auch ärgert, dass eine recht unbedeutende Organisation beispielhaft genannt wird, die noch nicht einmal den Anspruch erhebt, dass die geretteten Lebensmittel Menschen zugeführt werden, die bedürftig sind. Die Tafeln, die eine weitaus größere Bedeutung, vor allem auch für Migranten haben, werden nicht erwähnt. Alleine die Münchner Tafel rettet Jahr für Jahr mehr als 6 Millionen kg Nahrungsmittel.

Kenza
5. November 2016

Die texte ist gut , aber ich verstehe nicht alles .
Danke

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