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Satire erlaubt: Der politische Karneval in Deutschland

Sprachniveau A2

2014 war Frau Merkel an Rosenmontag als „intergalaktische Kanzlerin“ auf einem Mottowagen in Köln unterwegs, in Mainz tippte sie eine Textnachricht in ihr Mobiltelefon - Uncle Sam stand natürlich dabei. Politische Ereignisse der vergangenen Monate und die Politiker selbst werden im Karneval aufs Korn genommen.

Laut, bunt, frech

In einigen Regionen heißt der Karneval Fasching, in anderen Fastnacht oder Fastelovend. 40 Tage vor Ostern geht es in vielen Städten vor allem am Rosenmontag bunt und laut zu. Es ist die letzte närrische Zeit vor der kirchlichen Fastenzeit, wo man sich noch mal so richtig austoben darf.

Im Karneval ist (fast) alles erlaubt: Vor allem die Politik und die Politiker bekommen ihr Fett ab. In vielen Städten gibt es „Büttenreden“ mit Seitenhieben auf die Obrigkeit.

Holzgewehr und Blume

Die Anfänge dieses politischen Karnevals gehen auf die preußischen Besatzer im Rheinland im 19. Jahrhundert zurück. Denn das Rheinland war nach der französischen Besatzung Preußen zugeteilt. Doch die Preußen waren den Kölnern nicht sehr sympathisch und daher schnell ein Ziel von Spott. Viele Karnevalsgruppen tragen in den Straßenumzügen Fantasieuniformen, die an die preußischen Uniformen erinnern. Dazu tragen sie Holzgewehre, die mit Blumen geschmückt sind.

Frage A2: 

  • Was ist ein Mottowagen? 

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Sprachniveau B2

2014 war Frau Merkel an Rosenmontag als „intergalaktische Kanzlerin“ auf einem Mottowagen in Köln unterwegs, in Mainz tippte sie eine Textnachricht in ihr Mobiltelefon - Uncle Sam schaute ihr dabei über die Schulter. Politische Ereignisse der vergangenen Monate und die Politiker selbst werden im Karneval aufs Korn genommen.

Laut, bunt, frech

In einigen Regionen heißt der Karneval Fasching, in anderen Fastnacht oder Fastelovend. 40 Tage vor Ostern geht es in vielen Städten von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch vor allem am Rosenmontag bunt und laut zu. Es ist die letzte närrische Zeit vor der kirchlichen Fastenzeit, wo man sich noch mal so richtig austoben darf.

Im Karneval ist (fast) alles erlaubt: Vor allem die Politik und die Politiker bekommen ihr Fett ab. Weit über Kölns Grenzen bekannt sind die Kabarettisten der "Stunksitzung". Hier hagelt es Kritik, allerdings mit viel Humor und Gelächter. Aber auch in vielen anderen Städten gibt es Veranstaltungen mit „Büttenreden“, bei denen die Obrigkeit bissige Seitenhiebe abbekommt.

Holzgewehr und Blume

Die Anfänge dieses politischen Karnevals gehen auf die preußischen Besatzer im Rheinland im 19. Jahrhundert zurück. Denn das Rheinland war nach der französischen Besatzung Preußen zugeteilt. Doch die Preußen waren den Kölnern nicht sehr sympathisch und daher schnell ein Ziel von Spott und Spaß. Viele Karnevalsgruppen tragen in den Straßenumzügen Fantasieuniformen, die an die preußischen Uniformen erinnern, dazu Holzgewehre, in deren Lauf Blumen stecken.

Es geht auch um viel Geld

Organisiert wird das alles von über 5.000 deutschen Karnevalsvereinen. Neben all dem Spaß ist Karneval ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. „Knapp 1,4 Milliarden Euro“, so berichtet der Westdeutsche Rundfunk (WDR), „ geben die Menschen in Deutschland bundesweit für den Karneval aus“. Nimmt man nur die Stadt Köln, sichert der Karneval der Stadtkasse vier bis fünf Millionen Euro an Gewerbesteuer.

Fragen B2:

  • Wie heißt Karneval auch? Wer bekommt im Karneval "sein Fett ab"? 

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Februar 2015

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