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Bildungsabschlüsse von Migranten anerkennen

Sprachniveau A2

Im zweiten Halbjahr 2012 leben in der Bundesrepublik mehr als zwei Millionen Menschen ausländischer Herkunft, die ihre berufliche Ausbildung noch vor ihrer Einwanderung abgeschlossen haben (Zahlen: iwd Köln). Für viele von ihnen gibt es eigentlich gute Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Viele haben Abschlüsse in gefragten Berufen – etwa als Techniker, Handwerker oder in der Medizin. Aber sie können nicht in ihrem erlernten Beruf arbeiten: Ihre Berufsabschlüsse werden in Deutschland nicht anerkannt.

In Deutschland fehlen Fachkräfte, zum Beispiel im Maschinenbau und Ingenieurwesen. Bereits heute fehlen 200.000 Ingenieure. Von den über zwei Millionen Ausländern haben viele einen gefragten Berufsabschluss, aber nur selten arbeiten die Migranten in ihrem erlernten Beruf – sogar wenn sie einen Hochschulabschluss haben. Das gilt zum Beispiel für höchstens 30 Prozent der Ingenieure.

Seit dem 1. April 2012 können Zuwanderer ihren Berufsabschluss mit den Anforderungen an diesen Beruf in Deutschland vergleichen lassen. Maximal drei Monate dauert die Prüfung der Qualifikation. Wenn die Qualifikation nicht ausreicht, erhalten die Bewerber Tipps, wie und wo sie diese bekommen können. Das Internetportal www.anerkennung-in-deutschland.de unterstützt Interessierte, ihren im Ausland erworbenen Abschluss mit dem entsprechenden deutschen Abschluss prüfen zu lassen. Hier erfährt man auch, welche Papiere für ein Verfahren nötig sind.

Frage A2:

  • Wo fehlen in Deutschland Fachkräfte? 

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Sprachniveau B2

Im zweiten Halbjahr 2012 leben in der Bundesrepublik mehr als zwei Millionen Menschen ausländischer Herkunft, die ihre berufliche Ausbildung noch vor ihrer Einwanderung abgeschlossen haben (Zahlen: iwd Köln). Für viele von ihnen gibt es eigentlich gute Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Viele haben Abschlüsse in gefragten Berufen mitgebracht – etwa als Techniker, Handwerker oder in der Medizin. Aber sie können nicht in ihrem erlernten Beruf arbeiten: Ihre Berufsabschlüsse werden in Deutschland nicht anerkannt.

Bereits heute fehlen 200.000 Ingenieure. Bis zum Jahr 2020 werden es laut Berechnungen des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) bereits 240.000 sein. Von den über zwei Millionen Ausländern haben viele einen gefragten Berufsabschluss, aber nur selten arbeiten die Migranten in ihrem erlernten Beruf – sogar wenn sie einen Hochschulabschluss haben. Das gilt zum Beispiel für höchstens 30 Prozent der Ingenieure.

Seit dem 1. April 2012 können Zuwanderer ihren Berufsabschluss mit den Anforderungen an diesen Beruf in Deutschland vergleichen lassen. Dies ist für vor allem dann wichtig, wenn sie in einem reglementierten Beruf in Deutschland arbeiten wollen. Maximal drei Monate dauert die Prüfung der Qualifikation. Wenn die Qualifikation nicht ausreicht, erhalten die Bewerber Tipps, wie und wo sie diese bekommen können. Das Internetportal www.anerkennung-in-deutschland.de unterstützt Interessierte auf dem Weg, ihren im Ausland erworbenen Abschluss auf Gleichwertigkeit zum entsprechenden deutschen Abschluss prüfen zu lassen.

Reglementierte Berufe

„Reglementiert“ bedeutet, dass der Beruf ohne ein staatliches Zulassungsverfahren und ohne eine Anerkennung der Berufsqualifikation nicht ausgeübt werden darf. In Deutschland sind unter anderem Berufe im Gesundheits- und Bildungssektor (beispielsweise Ärzte, Krankenpfleger oder Erzieher) reglementiert. Außerdem gelten in einigen Berufen spezielle Regelungen, wenn man eine Selbstständigkeit anstrebt (beispielsweise als Bäcker oder Friseur).

In nicht-reglementierten Berufen braucht man dagegen keine formelle Anerkennung des Abschlusses, um arbeiten zu dürfen (beispielsweise als Informatiker).

Fragen B2:

  • Was fehlt in Deutschland?
  • Was muss anerkannt werden, wenn man in einem reglementierten Beruf arbeiten will? 

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September 2012

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