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Der Pflegenotstand trifft vor allem die alten Menschen

Sprachniveau A2

Der Personalmangel trifft vor allem die alten Menschen in Deutschland, denn diese brauchen die Pflege dringend. Aber zunächst die Zahlen: In Alten- und Pflegeheimen werden rund 750.000 Menschen in über 12.000 Einrichtungen gepflegt. 1,85 Millionen Menschen leben zu Hause und werden dort gepflegt, oft von ihrer Familie oder ihrem Ehepartner oder von einem ambulanten Pflegedienst.

Hinter den Zahlen stecken die erschreckenden Tatsachen. Denn wenn die Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes stimmen, dann werden im Jahr 2025 rund 152.000 Beschäftigte in Pflegeberufen fehlen. Schon heute fehlen 130.000 Pflegekräfte.

Pflegenotstand ist auch Überforderung

Da vor allem in Altenheimen Fachpersonal fehlt, müssen die vorhandenen Pflegerinnen und Pfleger mehr arbeiten. Dazu kommt viel Bürokratie und es bleibt zu wenig Zeit, sich wirklich um die alten Menschen zu kümmern. Das Personal leidet häufig unter körperlichen und psychischen Beschwerden. Fast ein Drittel ist burnout-gefährdet.

Die Zukunft: Immer mehr Pflegebedürftige

Im Jahr 2020 werden den Prognosen nach 2,78 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig sein. Bis 2030 soll die Zahl auf 3,2 Millionen steigen. Schon lange ist bekannt, dass Deutschland nach Japan die zweitälteste Bevölkerung der Welt hat und die älteste in Europa ist. Daher werden nun gezielt Menschen aus dem Ausland angesprochen, die zu Altenpflegern in Deutschland ausgebildet werden.

Frage A2: 

  • Was bedeutet Pflegenotstand? 

Text und Antworten in der Community


Sprachniveau B2

Der Personalmangel trifft vor allem die alten Menschen in Deutschland, die die Pflege so dringend brauchen. Aber zunächst die Zahlen: In Alten- und Pflegeheimen werden rund 750.000 Menschen in über 12.000 Einrichtungen stationär gepflegt. Sie können nicht mehr zu Hause leben. 1,85 Millionen Menschen leben zu Hause und werden dort gepflegt, oft von ihrer Familie oder ihrem Ehepartner und unterstützt von ambulanten Pflegediensten.
Hinter den nüchternen Zahlen stecken erschreckende Tatsachen. Denn wenn die Modellrechnungen des Statistischen Bundesamtes stimmen, dann werden im Jahr 2025 rund 152.000 Beschäftigte in Pflegeberufen fehlen. Schon heute mangelt es an 130.000 Pflegekräften.

Pflegenotstand ist auch Überforderung

Wegen der fehlenden Pflegekräfte vor allem in Altenheimen müssen die vorhandenen Pflegerinnen und Pfleger mehr arbeiten. Dazu kommt viel Bürokratie und es bleibt zu wenig Zeit, sich wirklich um die Alten zu kümmern. Körperliche und psychische Beschwerden des Pflegepersonals sind häufig. Fast ein Drittel ist burnout-gefährdet. Da immer mehr ältere Menschen auch an Demenz erkranken, verschärft sich das Problem. Denn die Betreuung eines Demenzkranken ist ein 24-Stunden-Job.

Die Zukunft: Immer mehr Pflegebedürftige

Im Jahr 2020 werden den Prognosen nach 2,78 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig sein. Bis 2030 soll die Zahl auf 3,2 Millionen steigen. Schon lange ist bekannt, dass Deutschland nach Japan die zweitälteste Bevölkerung der Welt hat und die älteste in Europa ist.

Die deutsche Politik will nun gezielt Menschen aus dem Ausland anwerben - auch aus Nicht-EU-Ländern. Mit dem Modellprojekt "Ausbildung junger Menschen aus Vietnam in Deutschland zu Pflegefachkräften" soll die Pflegewirtschaft bei der Rekrutierung von Fachkräften unterstützt werden. Seit Herbst 2013 absolviert eine Gruppe von 100 jungen Vietnamesinnen und Vietnamesen eine Ausbildung zur Altenpflegefachkraft.

Frage A2:

  • Wen trifft der Pflegenotstand besonders?
  • Welches Land hat die älteste Bevölkerung?

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Januar 2015

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