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Deutschland streikt

Sprachniveau A2

Das Jahr 2015 ist für die Deutschen nicht einfach, denn die Erzieherinnen und Erzieher schließen die Kitas, dann streiken die Lehrer, Briefe und Pakete werden mit Verzögerungen zugestellt, hoffentlich streiken nicht auch noch die Piloten und Flugbegleiter. Experten haben ausgerechnet: Bis Ende Juni hat die deutsche Wirtschaft schon 600.000 Arbeitstage durch Arbeitskämpfe verloren. Besonders betroffen ist der Dienstleistungssektor.

Fast immer geht es um mehr Geld und kürzere Arbeitszeiten. Im Dienstleistungssektor vertritt die zweitgrößte deutsche Gewerkschaft ver.di (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft) rund 2,04 Millionen Mitglieder. Die größte ist übrigens die IG Metall.

Streik ist ein Grundrecht

Die IG Metall definiert den Streik als „eine kollektive Arbeitsniederlegung“. Damit werden Forderungen der Beschäftigten durchgesetzt, nachdem alle anderen Strategien zur Konfliktbewältigung gescheitert sind. Das Streikrecht ist ein im Grundgesetz verankertes Recht (GG Art 9) der abhängig Beschäftigten.

Ein Grund für die vielen Streiks ist ein Wandel des Ansehens, für das Erzieher und Lehrer kämpfen. So werden beispielsweise für den Beruf des Erziehers sogar Hochschulabschlüsse gefordert von den Gewerkschaften, da Pädagogen grundsätzlich sehr viel Verantwortung tragen.

Fragen A2:

  • Was ist ein anderes Wort für Streik?
  • Was passiert bei einem Streik?
  • Welcher Sektor ist besonders von Streiks betroffen?

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Sprachniveau B2

Das Jahr 2015 ist für die Deutschen nicht einfach, denn die Erzieherinnen und Erzieher schließen die Kitas, dann streiken die Lehrer, Briefe und Pakete werden mit Verzögerungen zugestellt, hoffentlich streiken nicht auch noch die Piloten und Flugbegleiter. Experten haben ausgerechnet: Bis Ende Juni hat die deutsche Wirtschaft schon 600.000 Arbeitstage durch Arbeitskämpfe verloren. Besonders betroffen ist der Dienstleistungssektor.

Ein regionaler Vergleich für die vergangenen 20 Jahre zeigt: Über die Hälfte aller streikbedingten Ausfalltage betrifft drei Bundesländer – Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg.

Mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen

Fast immer geht es um mehr Geld und kürzere Arbeitszeiten. Im Dienstleistungssektor vertritt die zweitgrößte deutsche Gewerkschaft ver.di (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft) rund 2,04 Millionen Mitglieder. Die größte ist übrigens die IG Metall.

Ein Grund für die vielen Streiks ist ein Prestigewandel, denn Erzieher und Lehrer kämpfen um ein besseres Ansehen. So werden beispielsweise für den sehr verantwortungsvollen Beruf des Erziehers sogar Hochschulabschlüsse von den Gewerkschaften gefordert.

Streik ist ein Grundrecht

Die IG Metall definiert den Streik als „eine kollektive Arbeitsniederlegung. Ein Mittel zur Durchsetzung von Forderungen der Beschäftigten, nachdem alle anderen Strategien zur Konfliktbewältigung gescheitert sind.“ Das Streikrecht ist ein im Grundgesetz verankertes Recht (GG Art. 9) der abhängig Beschäftigten.

Allerdings ist zwischen den deutschen Parteien ein heftiger Streit über das Streikrecht von Gewerkschaften entbrannt. Denn inzwischen diskutiert die Bundesregierung über ein Tarifeinheitsgesetz. Ziel des Gesetzes soll es sein, Tarifkonflikte mehrerer Gewerkschaften eines Betriebes künftig zu verhindern. Denn wenn in einem Unternehmen mehrere Gewerkschaften für eine Berufsgruppe Tarifabschlüsse durchsetzen wollen kann es zu „Kollisionen“ kommen, die der Aufgabe der Ordnung des Arbeitslebens nicht mehr gerecht werden könnten, begründet die Regierung ihren Vorstoß.

  • Wie definiert die IG Metall den Streik?
  • Welche Dienstleistungsbereiche haben besonders oft in Deutschland gestreikt?
  • Wie viele Ausfalltage gab es bisher 2015 in Deutschland durch Streiks?
  • Wofür kämpfen die Erzieherinnen und Erzieher bei ihren Streiks?
  • Welches neue Gesetz für Tarifverhandlungen ist geplant?

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Juli 2015

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