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Wie umweltbewusst sind die Deutschen?

Sprachniveau A2

Das Umweltbewusstsein der Deutschen wird alle zwei Jahre durch das Bundesumweltministeriums (BMU) ermittelt. Der Umweltschutz steht nach der Befragung aus dem Jahr 2012 für die Deutschen auf Platz 2 der wichtigsten politischen Aufgaben. Auf Platz 1 steht die wirtschaftliche Entwicklung zusammen mit der Finanzkrise. Für 35 Prozent ist der Schutz der Umwelt eines der wichtigsten aktuellen politischen Probleme. Das sind 20 Prozent mehr als noch vor zwei Jahren.

Umweltbewusstsein und Verhalten

Berühmt sind die Deutschen für ihre Mülltrennung: Biomüll, normaler Müll, Papier und Pappe und Wertstoffe – für alles gibt es eigene Müllbehälter und auch eigene Termine in einem Müllkalender - so wird jede Woche eine andere Sorte Müll abgeholt. Beispiel Ökostrom, also Strom aus regenerativen Energiequellen: 20 Prozent der Befragten erklären, dass sie Ökostrom bekommen. Ein anderes Beispiel ist die Geldanlage: Zwölf Prozent legen ihr Geld in erneuerbare Energien an. Das sind drei Mal so viele wie vor zwei Jahren.

Doch das Umweltbewusstsein der Deutschen kommt im Alltag an seine Grenzen. Denn wenn es ums Geld geht, gibt es auch andere Entwicklungen. Beim Kauf energieeffizienter Geräte, zum Beispiel Kühlschränke,  sind nur noch 52 statt 65 Prozent der Befragten bereit, sich ein neues Modell anzuschaffen. Das ist auch bei den Elektroautos oder beim Carsharing so: Die meisten finden es gut und würden gerne ein Elektroauto haben, finden es aber zu teuer und das Teilen eines Autos mit anderen zu umständlich.

Frage A2:

  • Wofür sind die Deutschen berühmt wenn es um den Abfall geht?

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Sprachniveau B2

Der Umweltschutz, so hat eine Befragung aus dem Jahr 2012 des Bundesumweltministeriums (BMU) ergeben, steht für die Deutschen auf Platz 2 der wichtigsten politischen Aufgaben. Auf Platz 1 steht die wirtschaftliche Entwicklung zusammen mit der Finanzmarktkrise. Für 35 Prozent der Befragten ist der Schutz der Umwelt eines der wichtigsten politischen Probleme der Gegenwart – das bedeutet einen Anstieg um 20 Prozent in den letzten zwei Jahren. Das Umweltbewusstsein der Bundesbürger wird alle zwei Jahre durch das BMU ermittelt.

Umweltbewusstsein und Verhalten

Berühmt sind die Deutschen für ihre Mülltrennung: Biomüll, normaler Müll, Papier, Plastik, Metall und Pappe – für alles gibt es eigene Müllbehälter und gesonderte Termine in einem Müllkalender. Jedes Kind in Deutschland weiß, wohin Glasflaschen, Metalldosen und Papierreste gehören.

Ein anderes Beispiel für das deutsche Umweltbewusstsein ist Ökostrom, also Strom aus regenerativen Energiequellen: 20 Prozent der Befragten erklären, dass sie Ökostrom bekommen. Oder die Geldanlage: Zwölf Prozent legen ihr Geld in erneuerbare Energien an. Das sind drei Mal so viele wie vor zwei Jahren.

Doch das in der Theorie hohe Umweltbewusstsein der Deutschen kommt im Alltag beim konkreten Verhalten an seine Grenzen. Denn wenn es ums Geld geht, gib es auch andere Entwicklungen. Beim Kauf energieeffizienter Geräte, zum Beispiel Kühlschränke,  sind nur noch 52 statt 65 Prozent der Befragten bereit, sich ein neues Modell anzuschaffen. Das ist auch bei den Elektroautos oder beim Carsharing so: Die meisten finden es gut und würden gerne ein Elektroauto haben, finden es aber zu teuer und das Carsharing zu umständlich.

Wo steht Deutschland international?

Dazu hat sich Professor Udo Kuckartz, Professor für Empirische Erziehungswissenschaft an der Philipps-Universität Marburg, auf dem Alumniportal Deutschland geäußert: „Bei den reinen Einstellungen sind die Skandinavier und auch die Niederländer besser. Beim Umwelthandeln gibt es Unterschiede: Wir trennen den Müll wie kein anderes Volk, sind aber schlecht platziert, wenn es ums Autofahren geht. … Zusammenfassend kann man sagen, dass die Deutschen durchweg recht positiv dastehen – aber nicht so positiv, wie sie sich selbst gerne sehen.“

Fragen B2:

  • In was für einem Kalender findet man in Deutschland die Termine für die Müllabfuhr?
  • Warum möchten nicht alle Deutschen ein Elektroauto haben? 

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Oktober 2013

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