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Deutsche Städte – typisch deutsch?

Ob die Hauptstadt Berlin mit ihrer lebendigen Kunst- und Musikszene, ob München, die Weltstadt mit Herz mit dem Oktoberfest und der sprichwörtlichen bayerischen Gemütlichkeit oder Köln, gegründet in der Römerzeit, mit dem Dom und dem Karneval: Deutsche Städte haben viel zu bieten.

Neben Berlin, München und Köln ist Hamburg Deutschlands vierte Millionenstadt. Insgesamt gibt es aktuell 77 deutsche Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern (Stand 2014). Über alle 16 Bundesländer verstreut, ballen sich 28 davon allein in Nordrhein-Westfalen.

Ebenso hoch wie die Anzahl deutscher Städte ist die Vielfalt: Als attraktivste Stadt gilt Hamburg, als lauteste Hannover, die meisten Grünanlagen bietet Halle an der Saale – nur eines gibt es nicht: DIE typisch deutsche Stadt. Vielleicht liegt es daran, dass Deutschland seit nicht einmal 150 Jahren Nationalstaat ist und die verschiedenen Regionen vorher ganz unterschiedlich beeinflusst waren.

Hier werden drei deutsche Städte vorgestellt, die jeweils ziemlich genau 600 Kilometer voneinander entfernt an den Rändern der Bundesrepublik liegen und die beliebtesten deutschen Städte von ERASMUS-Studenten sind.

Berlin – Hauptstadt der Bundesrepublik, der Kunst und der Musik

Mit den Schlössern und Gärten von Potsdam und Berlin, der Museumsinsel und den Siedlungen der Berliner Moderne besitzt Berlin drei der 39 deutschen Denkmäler, die es bis 2014 auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes geschafft haben.

Berlin ist eine weltoffene Stadt mit vielen Einwohnern aus aller Welt (etwa 15 Prozent Ausländer ohne deutschen Pass, knapp 30 Prozent mit Migrationshintergrund), was sich zum Beispiel in der sehr lebendigen Musik- und Kunstszene, aber auch in Events wie dem Karneval der Kulturen widerspiegelt.

Die Metropole zählt mit ihren 160 Quadratkilometern Stadtwald, 40 Quadratkilometern Parks und Grünanlagen und 54 Quadratkilometern Gewässerfläche zu den grünsten Städten Deutschlands. Dennoch sind die Miet- und Lebenshaltungskosten in Berlin im Vergleich zu anderen deutschen Städten niedrig.

Deutsche Welle: Berlin – Welterbe Museumsinsel

München – Weltstadt mit Herz

Der Name München bedeutet so viel wie „bei den Mönchen“. Nicht umsonst ist die Metropole wegen ihrer Biere weltberühmt, denn das Brauen war einst Vorrecht der Klöster. Deren Mönchen war in der Fastenzeit feste Nahrung verboten, weshalb sie sich mit dem nahrhaften Gerstensaft sündenfrei über die Zeit des Fastens retteten. Die älteste Brauerei Münchens wurde 1328 vom Augustinerorden gegründet und stellt heute als eine der letzten Privatbrauereien das beliebteste Bier der Münchner her. Auch das Oktoberfest, das bekannteste Volksfest der Welt, wird gerne auf den Bierausschank reduziert, dabei wurde dieser hier erst 1880, also 70 Jahre nach der ersten „Wiesn“, genehmigt.

18 Seen, 2 Flüsse und viele Bäche auf dem Stadtgebiet, knapp 16 Prozent Erholungsflächen, 15 Prozent Landwirtschaft und gut 4 Prozent Wald laden in München zur Erholung ein. Bei klarem Himmel hat man von einem erhöhten Standpunkt aus direkte Sicht auf den größten Freizeitpark Europas: die Alpen.

Als leistungsstarker Wirtschaftsstandort vor allem im High-Tech- und Dienstleistungssektor weist München eine geringe Arbeitslosigkeit, andererseits aber die höchsten Mieten in Deutschland auf. Mit ungefähr einem Viertel Ausländeranteil und den vielen Touristen ist auch München eine weltoffene Metropole.

Deutsche Welle: München – die bayerische Metropole

Köln – eine der ältesten deutschen Städte

Köln wurde als Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) schon von den Römern im Jahr 50 nach Christus zur Stadt erhoben. Zwar gibt es mehrere deutsche Städte, die aus einer Colonia der römischen Kaiserzeit hervorgegangen sind (Xanten, Trier, Augsburg), doch sind diese bedeutend kleiner als Köln.

Im Hochmittelalter, als Berlin noch nicht einmal urkundlich erwähnt und München erst aufstrebende Kleinstadt mit Markt- und Münzrecht wurde, war Köln mit 40.000 Einwohnern die größte Stadt des deutschsprachigen Raums.

Seit dem 8. Jahrhundert ist Köln Sitz des Erzbischofs, was der Stadt auch ihr Wahrzeichen, den Dom bescherte. Dieser gehört ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Bau wurde im Jahre 1248 begonnen und erst 1880 fertiggestellt. Unter dem Anblick des 650 Jahre im Bau befindlichen Doms begann sich die rheinische Mentalität  auszubilden, die auf Weisheiten wie „Et kütt wie et kütt“ (Es kommt, wie es kommt) oder „Jede Jeck es anders“ (Jeder Mensch ist anders / Alle Menschen sind gleichwertig) beruht.

Die rheinische Mentalität wird auch jedes Jahr im Kölner Karneval – der sogenannten „fünften Jahreszeit“, die vom 11. November bis Aschermittwoch im Februar oder März reicht – der Weltöffentlichkeit und denen, die es miterleben wollen, präsentiert.

Deutsche Welle: Köln – Metropole am Rhein

Alumni über deutsche Städte

Ipshita Banerji aus Indien über Berlin:
„Berlins unvergleichliche Museen haben mir nicht nur einen Crashkurs in Geschichte gegeben, sondern auch einen tiefen Eindruck davon hinterlassen, wie sehr die Deutschen sich für Wissen und Kultur interessieren.“

Alumni-Porträt von Ipshita Banerji

Sivan Levy aus Israel über München:
„Für mich ist München wie ein zweites Heim. Es hat auch das Gefühl vom Zuhause. ‚Gemütlich‘ wäre das richtige Wort um dies zu beschreiben. Es ist eine Stadt mit der Stimmung eines Dorfs.“

Sivan Levy in der Community-Gruppe „Lieblingsorte in Deutschland“

Ekaterina Kharkova aus Russland über Köln:
„Am ersten Tag meines Praktikums bei einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Köln begann die Karnevalswoche. (…) Deshalb habe ich mich ebenfalls verkleidet und mitgefeiert. Karnevalsmusik, Kölsch und eine unvergleichlich freundliche Atmosphäre sorgten für eine ganz besondere Stimmung.“

Statement von Ekaterina Kharkova als „Alumna der Woche“

Januar 2015

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Kommentare

magdy mohamed ezzat
5. Dezember 2017

Ich liebe dutchland ..

Chiet Hocine
26. November 2017

Un peuple intelligent et discipliné qui a relevé le défi dans tous les domaines ! Je m'incline devant la sagesse et la bravoure du peuple Allemand !

Enis
12. Dezember 2016

Ich liebe in serbien can ich job krigen in deuchland ?

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