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Ehrenamt in Deutschland – Spaß und freiwilliges Engagement für die Gesellschaft

In Deutschland haben mehr als 23 Millionen Menschen eine ehrenamtliche Tätigkeit. Ohne Bezahlung trainieren sie zum Beispiel Kinder in Sportvereinen, versorgen alte und kranke Menschen in Pflegeheimen und arbeiten als Feuerwehrleute oder in Hilfsorganisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz. Warum tun sie das? Welche Rolle spielt das Ehrenamt in Deutschland? Wie kann es bei der Anpassung an die gesellschaftlichen Veränderungen der Zukunft helfen?

Das Jahr 2011 wurde von der Europäischen Union zum „offiziellen Jahr des Ehrenamts“ ernannt. Das unterstreicht die Bedeutung der ehrenamtlichen Tätigkeit für die europäischen Zivilgesellschaften. Das Ehrenamt in Deutschland hat eine lange Tradition, die bis ins 19. Jahrhundert zurückgeht. Heute engagieren sich 36 Prozent aller Deutschen im Alter von über 14 Jahren freiwillig für das Gemeinwesen. Ihre Motive und Erfahrungen sind dabei so vielfältig wie die Aufgaben, die sie übernehmen.

Ehrenamt in Deutschland – wer tut was?

Sie bringen Kindern das Schwimmen bei, löschen Feuer, verteilen Essen an Alte und Kranke, sie schlichten Streit und schützen die Umwelt. Mehr als 23 Millionen Deutsche haben im Jahr 2009 eine ehrenamtliche Tätigkeit ausgeübt. Das Spektrum ihres Engagements ist enorm. Wer ein Ehrenamt in Deutschland übernmehmen möchte, dem bieten sich vielfältigste Möglichkeiten. Allein die älteste Freiwilligenagentur Deutschlands, „Tatendrang“ in München, vermittelt derzeit Freiwillige in ca. 200 Einrichtungen und Projekte, darunter Stiftungen, Bildungszentren, Tierschutzvereine und vieles mehr.

Interessant ist ein Blick auf die Statistik: Viele ehrenamtlich Tätige kommen aus der gesellschaftlichen Mittelschicht, sind berufstätig und gut ausgebildet. In kleineren Gemeinden engagieren sich oft größere Anteile der Bevölkerung, in Berlin üben Studien zufolge gerade einmal 19 Prozent der über 14-jährigen Einwohner eine ehrenamtliche Tätigkeit aus. In den neuen Bundesländern liegt die Quote der Freiwilligen deutlich unter den westdeutschen Bundesländern. Besonders groß ist die Differenz im Vergleich zu den südlichen Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern. Migranten sind in Ehrenämtern leider immer noch eher unterdurchschnittlich repräsentiert.

Warum übernehmen Menschen eine ehrenamtliche Tätigkeit?

Die Gründe für ein freiwilliges Engagement sind natürlich individuell und persönlich. Der Freiwilligkeitssurvey 2009 des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) nennt eine Reihe von häufigen Motiven für das Ehrenamt in Deutschland. Dazu gehören vor allem der Spaß an der jeweiligen Tätigkeit, die Chance, etwas für das Gemeinwohl zu tun und sein Umfeld zumindest im kleinen Rahmen mitzugestalten, sowie die Gelegenheit, den eigenen Horizont zu erweitern und neue Fähigkeiten zu erlernen. Vor allem junge Menschen bewegt oft der Wunsch, etwas gemeinsam mit anderen zu erleben und sich dabei vielleicht auch weiterzubilden. Die Älteren möchten eher ihre Kenntnisse an andere weitergeben und auch nach der Berufstätigkeit einer sinnvollen Aufgabe nachgehen.

Ehrenamt in Deutschland: Eine wichtige Stütze der Gesellschaft

Das Jahr 2011 wurde von der EU zum „offiziellen Jahr des Ehrenamts“ ausgerufen. Politik und Wirtschaft beobachten genau, wie sich das ehrenamtliche Engagement entwickelt. All dies zeigt, wie wichtig das Ehrenamt für zukünftige gesellschaftliche Aufgaben in Deutschland und Europa ist. Gerade in Zeiten einer alternden Gesellschaft, in der immer weniger junge Menschen immer mehr Alte versorgen müssen, ist es besonders wichtig, die Bevölkerung zum freiwilligen Engagement zu motivieren. Nur wenn möglichst viele Menschen dafür gewonnen werden können, gesellschaftliche Aufgaben zu übernehmen, wird es auch langfristig möglich sein, ein breites Spektrum an Freizeit-, Kultur-, Gesundheits- und Pflegeangeboten zu sichern.

Autorin: Elena Krüskemper

Freiwilligenagenturen

Vielleicht möchten Sie auch während Ihres Aufenthalts hier ein Ehrenamt in Deutschland übernehmen – Sie wissen aber nicht, wie und wo? Dann sollten Sie im Internet nachschauen, ob es in der Stadt, in der Sie wohnen, eine Freiwilligenagentur gibt. Auf den Websites dieser Agenturen gibt es meistens eine Börse für Freiwillige, wo Sie genau festlegen können, in welchem Bereich und wie stark Sie sich engagieren möchten. Sie erhalten dann zahlreiche Angebote für eine ehrenamtliche Tätigkeit mit Kontaktdaten und allen anderen wichtigen Informationen. Probieren Sie es doch einmal aus!

Hier geht es zur Webseite der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) e.V.

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Oktober 2012

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Kommentare

Bürgermeister Mombauer
28. Mai 2017

Dank an alle, die sich in der Gesellschaft positiv für die Gesellschaft einsetzen!

imahmoud1
29. Juni 2015

Mir gefällt dieser Beitrag so sehr.Ich finde es einfach interesssant zu erklären was genau ein Ehren amt ist und wie in solchen Aktivitäten genauso teilnehmen kann.

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