0 Finde ich gut

Dirk Nowitzkis Titelgewinn mit den Dallas Mavericks

Seine Reaktion auf den Schlusspfiff zeigte, wie viel Dirk Nowitzki dieser Sieg In den NBA Finals 2011 wirklich bedeutete. Das Shirt über den Kopf gezogen schlich der Würzburger, der sich gerade einen Lebenstraum erfüllt hatte, unter Tränen in die Kabine. Als erster Deutscher hatte er den Titel in der amerikanischen Basketball-Liga NBA gewonnen. Und das mit dem Team, bei dem er 1998 seine Karriere in den USA startete und dem er seitdem treu ist.

Nowitzkis langer Weg zum Titel

Dies ist alles andere als gewöhnlich. Denn der Weg zum Titel führt im Normalfall erst über zahlreiche Wechsel zu einem der großen Teams, wie den Los Angeles Lakers um Superstar Kobe Bryant oder den San Antonio Spurs um ihren Kapitän Tim Duncan. Als Nachwuchstalent kommt man von einem US-College oder einem ausländischen Team über ein Auswahlsystem in die Liga, bei dem die schwächsten Clubs der Vorsaison als erstes aus dem Topf junger Talente wählen dürfen. Die größten Talente starten also bei schwächeren Teams.

Erfolgreiche Seniorentruppe der Mavericks

Der junge Dirk Nowitzki wurde so einst von Teambesitzer Marc Cuban zu den damals mittelklassigen Dallas Mavericks geholt. Marc Cuban wurde über die Jahre zu einem guten Freund Nowitzkis und ist einer der Gründe, warum er dem Team so lange die Treue gehalten hat. Bereits kurz nach dem Finale sagte er sogar, dass es sich falsch angefühlt hätte, mit einem anderen Team als den Mavs den Titel zu gewinnen. Im Basketball-Land USA mochte diesen Schritt niemand so wirklich verstehen – vor allem, da Marc Cuban schon seit Jahren erfolglos versuchte, eine schlagfertige Truppe aufs Feld zu stellen.

Noch vor der Saison hatte Nowitzki selbst auf Teile seines Gehalts verzichtet, damit sich die Mavs personell verstärken konnten. Um den Würzburger entstand so ein Team, das auf den ersten Blick als Auswahl gescheiterter alter Herren gelten musste. Mit Jason Kidd spielt zwar ein früherer Weltklasse-Spielmacher an der Seite des Deutschen. Wichtige Spieler wie Tyson Chandler und Jason Terry zählten jedoch bis jetzt nicht zur Weltspitze.

Sieg der Mavs im zweiten Anlauf

Angeführt von Nowitzki nutzten sie ihre wohl letzte Chance auf den Titelgewinn gegen die Miami Heat, mit denen Jason Terry und vor allem Dirk Nowitzki noch eine Rechnung offen hatten: Bei der letzten Finalteilnahme der Mavs verlor man 2006 gegen das Team aus Miami. Ausgerechnet der deutsche Nationalspieler vergab zwei entscheidende Freiwürfe. So besiegte er im Finale 2011 auch den Makel der langjährigen Erfolglosigkeit, wegen der ihn die Amerikaner zuletzt schon „No-win-ski“ nannten. Auch damit dürfte jetzt Schluss sein.

September 2011

Dieser Text ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz. Möglicherweise unterliegen zusätzliche Inhalte wie Bilder und Videos jeweils zusätzlichen Bedingungen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie einverstanden. Zudem gilt folgende Regelung für die korrekte Benennung der Urheber und Quelle sowie Übersetzungen.

Jetzt kommentieren