Sport verbindet und integriert


Sprachniveau B2

Ungefähr neun Prozent der Mitglieder von Sportvereinen in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Und es werden immer mehr. „Integration durch Sport“ ist ein Programm des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und seiner Mitgliedsorganisationen. Der DOSB hat dieses Programm 1989 auf Initiative der Bundesregierung ins Leben gerufen. Ziel ist es, Menschen mit Migrationshintergrund zu motivieren, sich aktiv als Sportler und auch ehrenamtlich zu engagieren.

Sport ist eine der wichtigsten Möglichkeiten, um Menschen in die Gesellschaft zu integrieren. Schon früh werden junge Menschen im Team auch zu sozialen Kompetenzen erzogen. Sport baut durch die intensive körperliche Betätigung Aggressionen ab und trägt so zum spielerischen Umgang von deutschen und ausländischen Sportlern aller Altersstufen bei.

Sport selbst ist Integration. Denn es geht bei den sportlichen Aktivitäten nicht um die Herkunft der Sportler, sondern um ihre Leistungen. Aber auch der Aspekt Integration von Menschen mit Behinderungen kann über Sport sehr verbessert werden. Und: Sport fördert das Selbstbewusstsein, denn er ermöglicht das Erleben der eigenen Stärke. Und Sport steigert die Leistungsmotivation: hohe Bildungsabschlüsse werden leichter erreicht. Schließlich gelingt über Sport der Aufbau eines eigenen, ethnisch gemischten Freundeskreises.

Allerdings gibt es auch Grenzen. Prof. Dr. Christa Kleindienst-Cachay von der Universität Bielefeld forscht zu dem Thema. Sie erklärt, dass die Sportbeteiligung von Migrantinnen deutlich unter der deutschen Bevölkerung liegt. Auch ist Sport nicht ohne Konfliktpotentiale: Dazu gehören Verstöße gegen das Gebot der Trennung der Geschlechter oder ein generelles Misstrauen gegenüber außerfamilialen Aktivitäten sowie Verstöße gegen das Verhüllungsgebot.

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  • Wobei hilft Sport?
  • Welche Konfliktpotenziale können entstehen, wenn Migrantinnen Sport treiben?

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Juli 2012

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