Die Agenda 2030: Eine Gebrauchsanweisung für eine nachhaltige Zukunft

Wie wollen wir im Jahr 2030 leben?

Die Armut ist besiegt, das Klima im Gleichgewicht, es herrschen faire Arbeitsbedingungen, die Ökosysteme sind intakt ... Es gibt viele Visionen für eine bessere Zukunft – und viele Menschen und Institutionen, die sich dafür einsetzen. Aber erreicht wurde bislang noch zu wenig. Was muss sich also ändern?

In der Agenda 2030 werden erstmals die wesentlichen globalen Herausforderungen benannt und der Weltgemeinschaft wird der Weg gewiesen, wie sie diese bis zum Jahr 2030 lösen kann, damit auch künftige Generationen die Chance auf ein erfülltes Leben haben.

„Wir können die erste Generation sein, der es gelingt, die Armut zu beseitigen, ebenso wie wir die letzte sein könnten, die die Chance hat, unseren Planeten zu retten.“


Ban Ki-moon, UN-Generalsekretär von 2007 bis 2016

Vereinte Nationen: „Die Zukunft, die wir wollen“

Die Staatengemeinschaft versuchte seit vielen Jahren, Antworten darauf zu finden, wie weltweites Wirtschaftswachstum sozial gerecht und ökologischen verträglich zu gestalten sei. Aber die bisherigen Ansätze reichten nicht aus. Sie waren nicht umfassend genug, ließen Zusammenhänge außer Acht und befassten sich im Schwerpunkt mit Aktivitäten in Entwicklungsländern. Am 18. September 2015 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen schließlich die Agenda 2030, eine Übereinkunft aller 193 die Mitgliedsstaaten mit 17 globalen Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) und 169 Unterzielen. Sie gilt seit dem 1. Januar 2016 und dient sozusagen als Gebrauchsanweisung für eine bessere Welt.

Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft

Damit ist der Staatengemeinschaft etwas Großartiges gelungen: ein Plan für alle Menschen in allen Ländern, der darauf abzielt, weltweit eine nachhaltige Entwicklung mit all ihren sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten zu gestalten. Die Agenda benennt fünf Dimensionen, auf die gleichermaßen abgezielt werden muss: den Menschen, den Planeten, Wohlstand und Frieden und eine globale Partnerschaft (englisch: People, Planet, Prosperity, Peace, Partnership – „5 Ps“). Die Vision der Agenda 2030 ist der gesunde Mensch, der in Frieden in einer gerechten Gesellschaft lebt, umgeben von einer intakten Umwelt – überall in der Welt.

Deutschland: auch ein Entwicklungsland

Aus dieser Perspektive sind alle Länder der Welt Entwicklungsländer, die ärmsten Länder genauso wie Industrienationen. Denn auch in Industrieländern werden Ressourcen verschwendet, es gibt Gewalt und Ungleichheit. Viele globale Probleme haben dort ihre Ursache: der Klimawandel, unfaire Handelsbedingungen, die Verschmutzung der Meere und viele mehr. Der Ansatz der Agenda ist universell: Alle Länder sollen gleichermaßen die Verantwortung für ihr Gelingen weltweit tragen. Die 17 Ziele sollen global und partnerschaftlich erreicht werden. 

Numbers in Action

Leave No One Behind

Was hat das Alumniportal Deutschland damit zu tun?

Die meisten der fast 150.000 Mitglieder des Alumniportals Deutschland hatten in ihrem Leben die Chance, in anderen Ländern zu lernen und zu arbeiten. Sie leben verteilt über den Globus und sind in den unterschiedlichsten Berufen und Fachgebieten tätig. Junge Absolventen, erfahrene Manager, Lehrer, Ingenieure, Künstler oder emeritierte Professoren – die Vielfalt an Biographien und Kompetenzen ist eindrucksvoll. Deutschland-Alumni können aufgrund ihrer Erfahrungen und ihrer Netzwerke bei der Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung eine wichtige Rolle spielen. Wir möchten mit dem Alumniportal  Partnerschaften und Kooperationen ermöglichen, informieren und inspirieren. Wir möchten die Agenda 2030 bekannter machen und zeigen, dass jeder Einzelne gefragt ist und etwas beitragen kann.  

Ihre Meinung ist gefragt!

Was bedeutet die Agenda 2030 für Sie? Wie ist die Situation in Ihrem Land und welche Herausforderungen und Chancen sehen Sie? Teilen Sie Ihre Perspektive mit den anderen Alumni in unserer Community!

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