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Menschenrechte am Arbeitsplatz

Wie deutsche Unternehmen weltweit Verantwortung für Menschen und Umwelt übernehmen.

Ob Menschen ein Leben in Würde führen können und ihre Grundrechte erfüllt sind, hängt stark davon ab, unter welchen Bedingungen sie für ihren Lebensunterhalt arbeiten. Reicht die Bezahlung, um die Familie zu ernähren? Sind sie vor Schadstoffen und anderen Gefahren, Gewalt und Ausbeutung geschützt? Gibt es Gewerkschaften, die Arbeitnehmerrechte durchsetzen? Dafür tragen nicht nur Regierungen, sondern auch international tätige Unternehmen Verantwortung. Im Dezember 2016 hat die Bundesregierung einen Aktionsplan verabschiedet.

Was beinhaltet der Nationale Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP)?

Deutsche Unternehmen sollen sich verpflichten, Arbeits- und Sozialstandards einzuhalten und ökologisch nachhaltig zu wirtschaften – sowohl an ihren Standorten im In- und Ausland als auch entlang ihrer Liefer- und Wertschöpfungsketten. Deutschland adaptiert damit die Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen. Im Sinne der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung trägt Deutschland mit dem NAP weltweit zur Wahrung der Menschenrechte und zu einer sozialen Gestaltung der Globalisierung bei.

Was ist das Ziel?

Bis 2020 sollen mindestens 50 Prozent aller in Deutschland ansässigen Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern sogenannte CSR-Richtlinien umsetzen. Dazu gehört, dass sie ihren Einsatz für Umweltschutz, Menschenrechte und Korruptionsbekämpfung in einem Nachhaltigkeitsbericht darlegen.

Was bedeutet CSR?

Das ist die Abkürzung CSR für Corporate Social Responsibility, also soziale Verantwortung von Unternehmen.

Gibt es schon positive Beispiele?

Ja. Zahlreiche Global Player mit Sitz in Deutschland, aber auch Unternehmen aus dem Mittelstand haben CSR-Standards erarbeitet. Projekte mit Vorbildcharakter stellen die Internetseiten von Global Compact Netzwerk Deutschland und CSR Germany vor. Drei Beispiele:


Weitere Informationen: Nationaler Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte

Autorin: Tanja Zech

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Deutschland.de publiziert.

Februar 2018

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