0 Finde ich gut

Xitlalis Dilemma: Geldtransfers von Migrant/innen

  • Xitlalis Dilemma: Geldtransfers von Migrant/innen

    Ich heißte Xitlali González und lebe mit meinen beiden Kindern im Haus meiner Eltern im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca. Als alleinerziehende Mutter ist es für mich schwierig, das Schulgeld meiner Kinder zu bezahlen. Nachdem zusätzlich mein Vater schwer erkrankt ist und meine Familie Geld für Medikamente benötigt, haben wir gemeinsam entschieden, dass ich in die USA gehen soll, um Geld für meine Familie zu verdienen.

  • Xitlalis Dilemma: Geldtransfers von Migrant/innen

    Ich erfuhr von einer Stelle als Kindermädchen in Dallas. Weil mein Visumsantrag abgelehnt wurde, habe ich heimlich die Grenze überquert. Obwohl ich in den USA angekommen bin, fühle ich mich ohne Visum nicht sicher. Während ich mich um die Kinder der fremden Familie kümmere, vermisse ich meine eigene Familie.

  • Xitlalis Dilemma: Geldtransfers von Migrant/innen

    Ich arbeite viel, habe wenig Freizeit und schicke fast mein ganzes Gehalt zu meinen Eltern nach Oaxaca. Damit finanzieren diese den Lebensunterhalt, Arztbesuche, Schulgebühren der Kinder, aber auch große Feste, wie zum Beispiel „fiesta de quinceañera“, ein traditionelles Fest zum 15. Geburtstag meiner Tochter.

  • Xitlalis Dilemma: Geldtransfers von Migrant/innen

    Da weder ich noch meine Familie ein Konto hat, zahle ich bei einem großen Finanzdienstleister Bargeld ein, das meine Familie in der nächstgelegenen Filiale in Mexiko bar ausgezahlt bekommt. Durch Gebühren und hohe Wechselkurse geht dabei jedoch viel Geld verloren. Durch andere Migrant/innen habe ich erfahren, dass es günstiger ist, Geld online zu senden - aber dafür brauchen sowohl ich als auch meine Familie ein Konto.

  • Xitlalis Dilemma: Geldtransfers von Migrant/innen

    Zum Glück habe ich einen Identitätsnachweis des mexikanischen Konsulats, mit dem ich mich trotz fehlender Arbeitserlaubnis bei einer Bank ausweisen kann. Ich habe ein Konto in den USA eröffnet und meine Mutter in Mexiko, so dass ich nun deutlich günstiger überweisen kann.

  • Xitlalis Dilemma: Geldtransfers von Migrant/innen

    Eigentlich würde ich gerne regelmäßig nach Hause reisen und meine Kinder sehen, aber die Flüge sind teuer und das Risiko, anschließend nicht wieder in die USA zu kommen, ist hoch. Mir bleibt nichts anderes übrig, als in Dallas weiter zu arbeiten und Geld für meine Familie zu sparen. Währenddessen spart meine Mutter Geld auf dem Konto in Mexiko, mit dem sie einen kleinen Lebensmittelladen eröffnet hat. Wer weiß, vielleicht kann ich dadurch schon bald genug Geld erwirtschaften, so dass bald wieder alle zusammen sein können.

Wir bedanken uns beim GIZ-Sektorvorhaben  Migration und Entwicklung, dass sie uns die Migrationsgeschichten zur Nutzung zur Verfügung gestellt haben. Auf der Webseite des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) können Sie diese als PDF herunterladen.

Download: Geschichten über Migration und Entwicklung

Dort finden Sie auch eine Auswahl von Links auf Dokumente und Webseiten mit weiterführenden Informationen zum Thema Migration.

BMZ: Migration – Dokumente und Links

Juni 2017

Jetzt kommentieren