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Nazarkhans Traum: Migrationspolitik in Zentralasien

  • Nazarkhans Traum: Migrationspolitik in Zentralasien

    Nach einem PhD in Migration Studies in Oxford bin ich in meine Heimat Kirgistan zurückgekehrt und bin nun Staatssekretär für Migration. Ich weiß, dass Migration nicht nur Risiken, sondern auch vielfältige Potenziale für die Entwicklung meines Landes bereithält. Dennoch bin ich von Sorgen geplagt, denn bis dahin ist noch so viel zu tun ...

  • Nazarkhans Traum: Migrationspolitik in Zentralasien

    Kirgistan ist trotz seiner Bodenschätze ein armes Land. Die Arbeitslosenquote ist hoch und viele Kirgis/innen versuchen ihr Glück im Ausland, vor allem in Russland. Sie fühlen sich ihrer Heimat sehr verbunden und schicken zur Unterstützung ihrer Familien große Summen an Geld.

  • Nazarkhans Traum: Migrationspolitik in Zentralasien

    Lange hat meine Regierung das Thema Migration ignoriert. Die volkswirtschaftlichen Konsequenzen dieser Haltung sind gravierend: Es gibt kaum sichere Wege für internationale Überweisungen oder gute Sparmöglichkeiten. Auch in dem Bereich Beruf und Bildung gibt es keine Abstimmung mit den Bedarfen in den Zielländern. Es gibt auch keine Konzepte, um Rückkehrende in den kirgisischen Arbeitsmarkt zu re-integrieren.

  • Nazarkhans Traum: Migrationspolitik in Zentralasien

    Kopfschmerzen bereitet mir auch die mangelnde Kooperation der Ministerien. So ist die Kommunikation mit dem Arbeits- und Innenministerium nicht einfach und oft fehlt es an Informationen. Wichtige Institutionen, wie die Agentur für Arbeitskräfte im Ausland, sind fachlich und managerial überfordert und Verfahren sind langwierig, kompliziert und wenig kundenorientiert. Deswegen entschließen sich viele Kirgis/innen zu irregulärer Arbeitsmigration.

  • Nazarkhans Traum: Migrationspolitik in Zentralasien

    Ein weiteres Problem sind die fehlenden Statistiken: keiner weiß, wie viele Leute auswandern und zurückkehren, wieviel Geld jährlich von Migrant/innen ins Land geschickt wird oder welche weiteren Potenziale in der globalen kirgisischen Diaspora schlummern. Hinzu kommen die vielen Lücken, die die Abwanderung von qualifizierten Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen hat. Aus der Privatwirtschaft kommt die Forderung nach politischen Reformen, die das Thema Migration stärker auf die Agenda setzen.

  • Nazarkhans Traum: Migrationspolitik in Zentralasien

    Ich kann auf ein gutes Verhältnis zu meinen Kolleg/innen in den Nachbarländern aufbauen. Mit ihnen habe ich vereinbart, dass gemeinsame Workshops organisiert werden. Dabei soll auch das Thema Verbesserung und Abstimmung der jeweiligen Migrationsgesetze behandelt werden. Von der Teilnahme Kirgistans am Global Forum on Migration and Development verspreche ich mir eine bessere Zusammenarbeit mit Russland und den Nachbarländern.

Wir bedanken uns beim GIZ-Sektorvorhaben  Migration und Entwicklung, dass sie uns die Migrationsgeschichten zur Nutzung zur Verfügung gestellt haben. Auf der Webseite des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) können Sie diese als PDF herunterladen.

Download: Geschichten über Migration und Entwicklung

Dort finden Sie auch eine Auswahl von Links auf Dokumente und Webseiten mit weiterführenden Informationen zum Thema Migration.

BMZ: Migration – Dokumente und Links

Juni 2017

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