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So arbeitet Deutschland

Von 9 bis 17 Uhr im Büro? Das war gestern. Hier erfahren Sie, welche Möglichkeiten es in Deutschland neben dem klassischen Vollzeitjob gibt.

Das Arbeitsleben in Deutschland ist heute vielfältiger als noch vor 20 oder 30 Jahren. Weil sich die Lebensentwürfe wandeln, gewinnen flexible Arbeitszeitmodelle an Bedeutung.

Teilzeitarbeit

Wer mindestens sechs Monate in einem Unternehmen mit mehr als 15 Beschäftigten angestellt war, hat das Recht, seine wöchentliche Arbeitszeit zu reduzieren. Rund 15 Millionen Deutsche arbeiten heute in Teilzeit – vor 20 Jahren waren es nur halb so viele. Ein Grund ist, dass mehr Frauen mit Kindern wieder stundenweise in den Job einsteigen. Das Problem: Viele bleiben in der Teilzeit „gefangen“, weil sie später oft keinen Vollzeitjob mehr bekommen. Deshalb gilt ab 2019 ein neues Gesetz zur Rückkehr in Vollzeit.

Jobsharing

Zwei Kollegen teilen sich eine Position, das Gehalt, die Aufgaben und die Arbeitszeit. Aktuelle Zahlen zur Verbreitung des Jobsharings in Deutschland gibt es nicht. In einer Umfrage des Portals Tandemploy bewerteten rund 85 Prozent der befragten Firmen das Modell positiv.

Deutsche Welle: Jobsharing – Arbeitsmodell mit Zukunft?

Freiberufliche Tätigkeit

Kein fester Arbeitgeber, keine festen Arbeitszeiten: Freiberufler arbeiten eigenständig und kommen selbst für Gesundheitsversorgung, Rente, Krankengeld und Arbeitslosenversicherung auf. Anfang 2017 gab es nach Angaben des Bundesverbands der Freien Berufe rund 1,4 Millionen Freiberufler. Seit 1999 hat sich die Zahl mehr als verdoppelt.

Mehrfachbeschäftigung

In Deutschland steigt die Zahl der Menschen, die mehrere Jobs haben. Gab es 2014 rund 1,9 Millionen Mehrfachbeschäftigte, registrierte die Bundesagentur für Arbeit 2017 knapp 3,3 Millionen Multi-Jobber.

Homeoffice

Viele Angestellte schätzen das gelegentliche Arbeiten zuhause, um lange Fahrtzeiten zu vermeiden, Beruf und Familie besser zu vereinbaren oder konzentrierter zu arbeiten. 39 Prozent der Unternehmen in Deutschland ermöglichen ihren Mitarbeitern das Ausweichen ins „Homeoffice“, ergab eine Studie des Digitalverbands Bitkom. Rund elf Prozent aller Beschäftigten arbeiten teilweise von zu Hause aus.

Gleitzeit

Viele Unternehmen ermöglichen flexiblen Arbeitsbeginn statt des starren 9- bis-17-Uhr-Arbeitstages. Meist gibt es aber eine Kernarbeitszeit, in der genug Mitarbeiter anwesend sein müssen.

Autorin: Nicole Sagener

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Deutschland.de publiziert.

August 2018

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