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Crowdworking: Ist das die Zukunft der Arbeit?

Digitale Arbeitsformen wie Crowdworking werden immer populärer. Wie das Modell funktioniert und warum es die Arbeitswelt revolutionieren könnte.

In Deutschland verbreitet sich ein Arbeitsmodell, das die Arbeitswelt komplett verändern könnte: Crowdworking. Es ist Bestandteil der Plattformökonomie, bei der Kunden und Anbieter im Internet zusammenfinden. Experten wie der Soziologe Martin Krzywdzinski vom Wissenschaftszentrum Berlin urteilen über den Trend: „Auch wenn Crowdwork momentan in Deutschland größtenteils ein Zuverdienst ist, müssen die gesellschaftlichen Implikationen dieser neuen Form der Arbeit ernst genommen werden“.

Was ist Crowdworking?

Über internetbasierte Plattformen bieten Unternehmen Arbeiten (Crowdsourcing) an, die von registrierten Mitarbeitern der Plattformen, den Crowdworkern, übernommen werden können. Dabei kann es sich um Mikroaufgaben wie Textproduktion oder Datenkategorisierung handeln, aber auch um anspruchsvollere Makroaufgaben wie Programmierung. Eine der führenden deutschen Plattformen ist clickworker.de. Das Unternehmen gibt an, bereits über eine Million Crowdworker im Einsatz zu haben.

Was ist Crowdsourcing? (englisch)

Was sind die Vorteile und Nachteile von Crowdworking?

Unternehmen benötigen keine angestellten Mitarbeiter mehr, sondern holen sich die Lösungen günstig aus dem Netz. Und Crowdworker können selbstbestimmt arbeiten, an jedem Ort zu jeder Zeit. Allerdings können bis jetzt nur die wenigsten davon leben, und sie verzichten auch auf soziale Absicherung.

Wie geht es weiter?

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat Crowdworking im November 2017 in einem Forschungsbericht untersucht und kommt zu dem Schluss: „Während die einen von einem Nischenphänomen sprechen, erkennen andere darin bereits jetzt das Potenzial für einen grundlegenden Wandel des Arbeitsmarktes“. Das Wissenschaftsjahr 2018 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung nimmt sich des Themas an. Es steht unter dem Motto „Arbeitswelten der Zukunft“.

Wissenschaftsjahr 2018: Arbeitswelten der Zukunft

Autor: Martin Orth

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Deutschland.de publiziert.

Januar 2018

Kommentare

Beatrice von Wuthenau
2. Mai 2018

"verzichten auf soziale Absicherung" ... Gut für junge, gut ausgebildete Singles! Was macht der Rest? Oder wenn man an Partnerschaft und Kinder denkt? Weniger arbeiten heißt dann weniger verdienen. Krankenversicherung, Altersversorgung - alles privat? Das geht doch gegen die Errungenschaften von Jahrzehnten! Gegen eine inklusive Gesellschaft, die immer auch hier proklamiert wird.

mahad omar abdulle
23. Januar 2018

My name is Mahad omar abdulle from somali i have bacholar degree IT

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