3 Finde ich gut

Internationale Teams: Interkulturelle Zusammenarbeit erfolgreich gestalten

„100 Prozent international“ – mit diesem Leitsatz bringt die Detecon International GmbH ihre Arbeitsweise auf den Punkt. Für eine Berater-Firma im Telekommunikationsbereich wie die Detecon sind internationale Teams unentbehrlich. Denn gemeinsam sind Mitarbeiter leistungsstärker und produktiver. Und internationale Teams profitieren zudem von den kulturellen Charakteristika ihrer Mitarbeiter.

In einem gut funktionierenden internationalen Team hat jeder eine spezifische Aufgabe, aber alle haben ein gemeinsames Ziel. Die Teammitglieder unterstützen einander in der Umsetzung: „Vor allem in Auslandsprojekten ist der Teamgeist überdurchschnittlich gut. Denn in der Regel müssen alle an einem Strang ziehen“, ist Stefan Krämers Einschätzung. Der Manager führt seit 2005 internationale Teams der Detecon.

Relevanz internationaler Teams nimmt zu

Seitdem hat er in der Beraterbranche festgestellt, dass internationale Teams zunehmen: „Verstärkt werden lokale Kräfte aufgebaut. Dadurch, dass die Ausbildungschancen international besser geworden sind, stehen qualifizierte Leute aus Ländern zur Verfügung, wo es vor zehn Jahren noch schwierig war“, ist seine Erfahrung. „Vor allem Osteuropäer sprechen mittlerweile meist fließend Englisch, sind hervorragend ausgebildet und damit nun für internationale Teams interessant.“

„Dieses lokale Know-how und sprachliche Fähigkeiten sind ein wesentlicher Gewinn für internationale Teams“, sagt er. Und damit auch die Hauptkompetenzen, die ein erfolgreicher internationaler Teamplayer mitbringen muss.

Internationale Teams – Mehr als die Summe von Einzelleistungen

Das interkulturelle Miteinander ist es, mit dem sich die immer komplexer werdenden Arbeitsprozesse unserer heutigen Berufswelt bewältigen lassen. Denn gute internationale Teamarbeit ist mehr, als die Summe der Einzelleistungen. Jedes Teammitglied besetzt idealerweise eine Rolle: „Der Teamleiter koordiniert das Projekt und behält den Überblick. Daneben gibt es dann spezifische funktionale Tätigkeiten der Projektmitglieder wie zum Beispiel technisches, finanzielles oder Marketing-Know-how“, erläutert Stefan Krämer.

Vielfalt in Unternehmen

In der aktuellen Debatte um Diversity Management geht es bei deutschen Unternehmen vor allem um die Frauenquote. Diese ist wichtig, weil noch viel zu wenige Frauen Führungspositionen innehaben. Aber Vielfalt bedeutet mehr. 

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Regeln für erfolgreiche Projektarbeit in internationalen Teams

Für den Teamleiter ist besonders in internationalen Teams eine „strikte Projektplanung und Aufgabenverteilung“ wichtig, betont Stefan Krämer. „Als Projektleiter muss ich ein Gefühl dafür entwickeln, die Teamrollen gemäß des spezifischen Know-hows und gegebenenfalls der kulturellen Stärken der Mitarbeiter zu besetzen.“

Für jeden Mitarbeiter internationaler Teams gilt: Solide Englischkenntnisse sind das A und O. Enorm wichtig ist auch Cultural awareness, die Fähigkeit, sich in alle Kulturen hineindenken zu können. „Zur kulturellen Sensitivität gehört zum Beispiel zu wissen, wer kundenseitig in Saudi Arabien, Russland oder Kamerun Entscheidungen trifft. Je nach Kultur sehen die Mitarbeiter das sehr unterschiedlich. So etwas muss man verstehen“, so Stefan Krämer.

Ein wichtiger Aspekt für eine erfolgreiche internationale Teamarbeit ist auch eine positive Grundeinstellung: Verlieren Sie nie das Projektziel aus den Augen und überzeugen Sie Ihre Teammitglieder von der Relevanz des gemeinsamen Handelns.

Und nicht zuletzt: Konstruktive Kritik ist erlaubt und gewinnbringend, doch persönliche Attacken sind tabu. Trotzdem: Die Chemie muss stimmen im Team. Kommen Sie mit einem anderen Teammitglied überhaupt nicht zurecht, kommunizieren Sie offen. Vielleicht kann eine Umverteilung der Teamrollen oder eine Neubesetzung Abhilfe leisten.

Fazit: Ein gutes Teammitglied zeichnet sich durch ein gutes Gemisch aus Hard- und Soft-Skill Kompetenzen aus: Gerade in internationalen Teams stehen kommunikative Fähigkeiten, Diplomatie und kulturelle Kompetenzen an prominenter Stelle.

Folgende Grundsätze sollten Sie – gerade als neues Mitglied – bei der Arbeit in internationalen Teams beachten:

  1. Besetzen Sie eine Teamrolle gemäß ihrer funktionalen und kulturellen Fähigkeiten.
  2. Bringen Sie Gemeinsinn und Engagement für das Team mit.
  3. Behalten Sie das Gesamtziel im Auge.
  4. Bleiben Sie immer sachlich – im Positiven wie im Negativen.
  5. Suchen Sie das Gespräch, wenn es mal nicht gut läuft.

Ihre Teamfähigkeit ist von großem Interesse für internationale Firmen. Deshalb sollten Sie in Vorstellungsgesprächen ausdrücklich darauf hinweisen und wenn möglich auch Teamerfolge nennen. Denn ein „Wir haben Projekt xy erfolgreich zu Ende gebracht“ ist das, was Personaler hören möchten.

Webinar: Intercultural Communication at Work

Kontakte mit Menschen aus anderen Kulturkreisen und unterschiedlichen Kommunikationsstilen gehören für viele Deutschland-Alumni zum Arbeitsalltag. Dieser Austausch ist spannend und bereichernd – gelegentlich kann es aber auch zu Missverständnissen kommen, ohne dass die interkulturelle Dimension wahrgenommen wird. Die Fähigkeit mit kulturellen Unterschieden umgehen zu können ist daher maßgeblich für eine gute Kommunikation und Konfliktvermeidung.

Sehen Sie sich die Webinar-Aufzeichnung in der Community an!

Das Webinar fand im Rahmen des Schwerpunktthemas „Ortswechsel – Neue Wege gehen“ statt.

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Haben Sie eigene Erfahrungen in interkultureller Teamarbeit gemacht? Berichten Sie in der Gruppe Spotlight on Jobs and Careers: Was kommt gut an, welche Fettnäpfchen lassen sich vermeiden?

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Miriam Moser

April 2012

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Kommentare

Miriam_Moser
7. Mai 2012

Hier der Link:https://www.alumniportal-deutschland.org/nc/services/login.html?fwd=%2Fcommunity%2Fmod%2Fgroups%2Ftopicposts.php%3Ftopic%3D3120921%26group

Miriam_Moser
7. Mai 2012

weitere Kommentare in der Mi Mo Gruppe:
Achim: ...Internationale Teams/Kontakte stellen meiner Meinung nach eine Bereicherung für jedes Unternehmen sowie jeden Einzelnen dar. Schauen Sie mal rein, es gibt viele Beispiele aus der Praxis.

carmen cabezas meyer
7. Mai 2012

@Moser: Genau, das Institut für angewandte Kreativität. Auch ich möchte ein konkretes Beispiel. . .

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