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Mitarbeiterzufriedenheit ist bei der Fair Company erecon AG ein messbarer Erfolgsfaktor

Es gibt sie. Die Unternehmer, die ökonomische Ziele und qualitatives Wachstum in Einklang bringen. Denen nicht nur die Kunden-, sondern auch die Mitarbeiterzufriedenheit am Herzen liegt. Harald Rossol und sein Team der erecon AG leben die Begriffe, über die zunehmend diskutiert wird: Arbeitszufriedenheit, Wohlbefinden, Mitarbeiterbindung, social responsibility: All das findet sich unter einem Dach im Speicher I in Bremen.

„Mein oberstes Ziel ist es, dass das Unternehmen am Ende des Tages, des Monats und des Jahres mehr eingenommen als ausgegeben hat“, stellt Harald Rossol klar. Er ist Geschäftsführer der erecon AG, einer zertifizierten Fair Company. „Um dieses Ziel zu erreichen, kann ich verschiedene Wege gehen: Ich kann Menschen verschleißen – das ist menschenverachtend. Ich kann aber auch dafür sorgen, dass sie sich wohlfühlen.“

Mitarbeiterbindung und ein freundliches Arbeitsumfeld schaffen Arbeitszufriedenheit

Auf die Mitarbeiterzufriedenheit zu achten ist keine einfache Aufgabe in der IT Branche, in der ein enormer Wettbewerb herrscht und die Erwartungen der Kunden rund um die Uhr zufriedengestellt werden müssen. Die Angestellten der erecon AG haben einen harten Job: „Den müssen wir vertragen. Wir haben uns aber auch Ventile geschaffen: Unser Büro strahlt Freundlichkeit aus“, erklärt Rossol.

Maximal fünf Mitarbeiter sitzen in dem 400 qm großen hellen Raum, einer ehemaligen Speicherhalle. „Ab und an stellen wir um. Wir sitzen zu zweit oder dritt an Arbeitsinseln und genießen den Luxus, mehr Arbeitsplätze als Mitarbeiter zu haben.“ Die Anzahl der Mitarbeiter hält der Wirtschaftswissenschaftler seit 20 Jahren bewusst konstant. Denn er möchte nicht um jeden Preis expandieren, sondern mit Qualität wirtschaften. Und dazu gehört es, dass seine Mitarbeiter Freude bei der Arbeit haben. Mitarbeiterzufriedenheit und Mitarbeiterbindung sind für ihn wichtige Faktoren der social responsibility.

Mitarbeiterzufriedenheit ist ein messbarer Erfolgsfaktor

7,50 m sind die Decken hoch und dank einer Fensterfront auf der ganzen Seite der fünften Etage schweift der Blick um die Welt und schafft Platz für freie Gedanken. Pflanzen, Kunstobjekte und Persönliches sorgen für Wohlbefinden. Die Mitarbeiterzufriedenheit ist laut Rossol einer der messbaren Erfolgsfaktoren des Unternehmens.

Doch was macht Mitarbeiter zufrieden? Rossol: „Die Mitarbeiterzufriedenheit resultiert zum einen daraus, dass die erecon AG als Pionier der Green-IT-Entwicklung ökologisch vertretbare Lösungen anbietet und wir einen Sinn in unserer beruflichen Tätigkeit sehen. Und zum anderen daraus, dass sich meine Leute auf den Erhalt ihres Arbeitsplatzes verlassen können.“

Projektmanager Stephan Gehrmann ist zum Beispiel schon 16 Jahre dabei. Natürlich gibt es ab und an einen Mitarbeiterwechsel. „Das ist aber ein Prozess, der nur alle paar Jahre passieren darf“, betont Rossol. Besonders in solch einem kleinen Unternehmen ist es dann eine Herausforderung, einen passenden neuen Charakter zu finden, der mit dem existierenden Team harmonisiert. Rossol hat deshalb eine halbjährige Probezeit eingeführt. „Das ist für alle Akteure die fairste Herangehensweise“, ist seine Überzeugung. Danach stellt er die Leute ausschließlich fest an. Das kommt seinem Bestreben, eine langjährige Symbiose aus Mitarbeitern, Kunden und Geschäftsführung herzustellen, am nächsten.

Taten zählen mehr als Worte

Mitarbeiterzufriedenheit, Kundenbindung und Leistung bedingen einander. Und nicht nur das: „All das sind messbare Erfolgsfaktoren“, so Rossol. Messbar und greifbar: Denn bei der erecon AG zählen Taten, nicht Worte. „Deshalb kommen häufig Interessierte vorbei und schauen, was wir vorleben.“

Wie der Pragmatiker Harald Rossol zur den Theoriediskussionen um Mitarbeiterzufriedenheit steht, lesen Sie in unserer Community.

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Autorin: Miriam Moser

Juli 2012

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