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Smarte Jobs

Ein Arzt ohne Praxis, eine Sekretärin ohne Büro – die Digitalisierung der Arbeitswelt schafft neue Berufe. Wir stellen drei davon vor.

Die Digitalisierung der Arbeitswelt in Deutschland schreitet voran. Waren 2013 die Jobs von 15 Prozent der Deutschen ersetzbar, sind es 2016 schon 25 Prozent. Das zeigt ein Forschungsbericht des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit. Doch die Digitalisierung vernichtet nicht nur Arbeitsplätze, sondern schafft auch neue Berufsbilder.

Der E-Doc

Wartezimmer ade! Ärztliche Diagnosen gibt es jetzt in Deutschland auch via Skype. Klingt erst mal befremdlich, könnte aber das richtige Rezept für ein gravierendes Problem sein: den Ärztemangel. Vor allem in ländlichen Gebieten soll die Telemedizin die medizinische Versorgung garantieren. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Der Telehausarzt hält Videosprechstunden und verschreibt Rezepte. Der Telekardiologe wird bei einem Schlaganfallpatienten vom Hausarzt zugeschaltet und erteilt Instruktionen. Anfang 2018 hat der Deutsche Ärztetag das Fernbehandlungsverbot gelockert. Dadurch wurde die Telemedizin ohne persönlichen Erstkontakt zum Arzt erst möglich.

Die Sekretärin zum Mieten

Moderne Kommunikationstechnik macht den Schreibtisch im Vorzimmer überflüssig. Eine virtuelle Assistentin kann fast jede Aufgabe einer traditionellen Bürokraft über das Internet erledigen. Sie schreibt Rechnungen, sortiert Belege und verwaltet Termine. Wer keine Vollzeitkraft braucht, bucht die Online-Assistentin stundenweise. Eine kaufmännische Ausbildung braucht die E-Sekretärin nicht, nur einen Laptop, eine stabile Internetverbindung und Organisationstalent.

Der virtuelle Architekt

Räume konstruieren, ohne die Gesetze der Statik beachten zu müssen – das kann nur ein Entwickler für Virtuelle Realität (VR). Seine Aufgabe ist es, interaktive, plausible und eindrucksvolle 3D-Welten zu erschaffen. Anfangs war die Technologie das Metier von Tech-Geeks und Gamern. Mittlerweile wird sie auch in der realen Welt eingesetzt: Ärzte bereiten sich mit VR auf Operationen vor und Autokäufer testen virtuell ihren individualisierten Sportwagen.

Ist Ihr Job ein Job der Zukunft?

Was erwarten Sie von der Zukunft? Wie werden Sie in 20 Jahren arbeiten? Wie schätzen Sie die Situation in Ihrem Land ein? Und: Was tun Sie schon jetzt, um für die Veränderungen gewappnet zu sein? Diskutieren Sie mit uns in der Community-Gruppe „Spotlight on Jobs & Careers“! 

Community-Diskussion

Autorin: Christina Iglhaut

Dieser Beitrag wurde ursprünglich auf Deutschland.de publiziert.

November 2018

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