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Arbeiten für die Vereinten Nationen: Im Dienst für die Welt

Für die Vereinten Nationen zu arbeiten, ist nicht irgendein Job. Das weiß auch Peter Schniering. Als Klima- und Energieexperte arbeitet er immer wieder für die UN. Und er kann es nur empfehlen. Aber wie kommt man zur UN?

Abu Dhabi, Bangkok, New York, Genf, Montreal, Tunis, Kabul, Paris, Beirut – oder eine von mehr als 60 weiteren Städten in aller Welt sind Einsatz- und Dienstorte für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der UN. Rund 44.000 Menschen aller Nationen mit den unterschiedlichsten Kompetenzen und Berufen arbeiten für die Staatengemeinschaft. Auch DAAD-Alumnus Dr. Peter Schniering, Geschäftsführer eines Technologie-Unternehmens und Spezialist für internationale Klima- und Energiepolitik,  gehört dazu.

Angefangen hat die Zusammenarbeit schon während der Promotion. Peter Schniering hatte gerade sein Studium an der Universität Bonn abgeschlossen und arbeitete an seiner Doktorarbeit über die US-Klimaschutzstrategie. Für die Recherchen wandte er sich an das Klimasekretariat der Vereinten Nationen (UNFCCC) in Bonn.

Aus den Besuchen des Doktoranden wurde eine langjährige Zusammenarbeit. Seither arbeitet Peter Schniering immer wieder in verschiedenen Kooperationsprojekten mit dem UN-Klimasekretariat und dessen Experten zusammen: sei es zunächst als Consultant oder später bei Lehrveranstaltungen zur Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energietechnologien.

Was es heißt, ein Praktikum bei den Vereinten Nationen zu machen, erklärt dieses Video (englisch).

Welche Jobs gibt es?

Neben Lehraufträgen, projektbezogenen Beraterverträgen oder dem Praktikum gibt es bei den Vereinten Nationen natürlich eine Vielzahl regulärer, unbefristeter Stellen. Mehr als die Hälfte der 44.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in den UN-Missionen vor Ort im Einsatz – in der Entwicklungszusammenarbeit, in humanitären Hilfsprojekten, als Wahlbeobachter oder in Friedenseinsätzen. Gebraucht wird hier fast alles: vom Sicherheitsspezialisten bis zum Einkaufsleiter, vom Referenten für Geoinformation bis zum Brandschutzbeauftragten.

Wissenschaftler, IT-Spezialisten, Juristen, Finanz- und Verwaltungsfachleute oder Übersetzer arbeiten aber auch im New Yorker Hauptquartier, in den offiziellen Amtssitzen der UN in Genf, Nairobi und Wien oder an einem der Amtssitze der 15 Sonderorganisationen der Vereinten Nationen, beispielsweise der FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations), der UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) oder des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Welche Voraussetzungen werden verlangt?

Welche fachlichen Voraussetzungen benötigt werden, ist natürlich von Job zu Job verschieden. Großen Wert legen die Vereinten Nationen aber auf die persönliche und charakterliche Eignung des Bewerbers, schließlich verstehen sich die UN als Dienstleister der Menschlichkeit. Deshalb suchen die UN auch ganz besonderes Personal: „Wir brauchen integre Menschen. Menschen, die vernünftig denken, die unvoreingenommen sind, ehrlich und vertrauenswürdig. Wir brauchen dynamische und anpassungsfähige Persönlichkeiten, die keine Angst haben, kreativ zu denken, engagiert sind, flexibel und reaktionsstark,” heißt es auf der Webseite der UN.

Wie kann man sich bewerben?

Wer sich in der Beschreibung wiederfindet, wer bereit ist, an verschiedenen Orten der Welt zu arbeiten und sich gerne in den Dienst der Weltgemeinschaft stellen möchte, für den haben die Vereinten Nationen einen einfachen Weg der Bewerbung geschaffen. Im United Nations Careers Portal sind alle Stellen ausgeschrieben. Hier finden sich ausführliche Informationen über Voraussetzungen und Bezahlung sowie Hilfestellungen für die Bewerbung.

Bewerben lohnt sich!

Dass es sich lohnt, für die Gemeinschaft der Staaten zu arbeiten, hat auch Peter Schniering erfahren: „Für mich war es außerordentlich bereichernd, für die Vereinten Nationen zu arbeiten. Ich kann nur jedem empfehlen, sich dort zu bewerben und über ein Stipendium oder ein Praktikum Erfahrungen zu sammeln. Hier erfährt man, was Arbeiten auf sehr hohem internationalem Niveau bedeutet.“

Und noch eine Empfehlung hat Peter Schniering, der auch für die OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) tätig war: „Unabhängig davon, ob man später in der Industrie, der Wissenschaft oder im öffentlichen Bereich arbeitet: Sehr oft geht es darum, in multinationalen Strukturen Entscheidungen zu treffen, Kompromisse zu erzielen und Partner zu überzeugen. Hierfür sind die internationalen Organisationen die beste Schule.“

Autorin: Sabine Giehle

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Mai 2018

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