Mentoring auf dem Alumniportal: „Wertvolle Unterstützung für die Karriere“

Guter Rat ist teuer? Nicht auf dem Alumniportal. Erst seit ein paar Monaten online, haben sich bis Anfang Oktober fast 4.000 Mitglieder als Mentorinnen und Mentoren in der neuen Community registriert. Deutschland-Alumni können so wertvolle persönliche Unterstützung für ihre Karriere bekommen – oder selbst Tipps geben.

Bakhrom Radjabov hat mit 34 Jahren bereits eine beachtliche wissenschaftliche Karriere vorzuweisen. Der Usbeke studierte Internationale Beziehungen an der Universität Tsukuba in Japan und Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Globale politische Ökonomie an der Uni Kassel. Außerdem absolvierte er Trainings im Rahmen des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (United Nations Development Programme, UNDP).

Vor einigen Monaten hat die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) Bakhrom Radjabov als Projektleiter und nationalen Koordinator für Extremismusbekämpfung („Preventing Violent Extremism in Central Asia“, PVE) in Usbekistan engagiert. In seinem neuen Job realisiert Radjabov Initiativen, um dem zunehmenden gewalttätigen Extremismus in Usbekistan, Kasachstan und anderen Ländern in der Region zu begegnen. Sein abwechslungsreiches Aufgabenfeld reicht von der Schulung von Behörden bis hin zur Resozialisierung von Extremismus-Sympathisanten.

Wertvolle Tipps für eine erfolgreiche Bewerbung

Nebenbei unterrichtet Radjabov als Assistenzprofessor an der Webster University in Taschkent das Fach Internationale Beziehungen. Doch seine Studierenden profitieren nicht nur von seinen Kursinhalten. Gerne gibt der promovierte Politologe auch seine beruflichen Erfahrungen weiter. Er teilt sie auf Facebook, LinkedIn und als Mentor der neuen Community des Alumniportals.

„Nur wenige Tage nach meiner Registrierung in der Community, kontaktierte mich ein usbekischer Student. Er fragte mich nach Tipps für seine Bewerbung als Master-Stipendiat beim Helmut-Schmidt-Programm des DAAD.“ Das passte. Seither berät Radjabov den Master-Anwärter in punkto Motivationsschreiben und Lebenslauf, um ihn bei der Bewerbung zu unterstützen.

Bakhrom Radjabov ist 34 Jahre als und arbeitet als Projektleiter und nationaler Koordinator für Extremismusbekämpfung in Usbekistan sowie als Assistenzprofessor an der Webster University in Taschkent. Er studierte Internationale Beziehungen an der Universität Tsukuba in Japan und Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Globale politische Ökonomie an der Uni Kassel. Als Mentor auf dem Alumniportal gibt er Ratschläge zu Selbstmarketing und Netzwerken, Karriereplanung und -beratung sowie Führungskompetenz.

Beitrag von Bakhrom Radjabov zum „DIY Garbage Lab“

Ressourcen sinnvoll einsetzen

„Ich hätte zu Beginn meines Studiums selbst gerne einen Mentor zur Seite gehabt“, sagt Radjabov. Er hat beobachtet, dass Mentoring-Programme zunehmend an Bedeutung gewinnen. „Die Prozesse für Bewerbungen, Studienplätze und Jobs werden immer komplizierter. Mentoren können Studierende und Jobsuchende vor Fehlern bewahren und sie beraten, wie sie ihre Ressourcen sinnvoll einsetzen können.“ Und das Mentorenkonzept hat noch einen weiteren großen Vorteil: die Vernetzung. Wenn Kolleginnen oder Kollegen Bakhrom Radjabov fragen, ob er geeignete Kandidaten für eine Stelle kenne, sucht er als erster unter seinen Mentees nach potenziellen Vorschlägen.

Mit genauem Profil den passenden Mentor finden

Besonders wertvoll sind Mentoring-Programme, weil Studierende direkt jemanden um Rat fragen können, statt sich mühsam durch die Informationsflut des Internets zu wühlen. Die Mentees bauen eine persönliche Beziehung auf und profitieren den Erfahrungen anderer. Immer mehr Hochschulen und Unternehmen starten deshalb eigene Mentoring-Programme für ihre Studierenden und Angestellten.

Die neue Community des Alumniportals bringt Mentoren und Mentees aller möglichen wissenschaftlichen Fachbereiche und Regionen zusammen, von Berlin bis Bangkok. „Das Matching in der Community erfolgt auf Basis der persönlichen Angaben im eigenen Profil – mit einem gut ausgefüllten Profil findet man also die passendsten Personenvorschläge“, rät Daniela Becker, die bei der Alexander von Humboldt-Siftung für das Alumniportal Deutschland arbeitet. „So legt man den Grundstein für eine erfolgreiche Mentoring-Beziehung und geht den nächsten Schritt in der Karriereplanung.“

30 Jahre erfolgreiche Mentorentätigkeit

Auch die Inderin Aruna Dhathathreyan hilft jungen Menschen gerne auf ihrem beruflichen und persönlichen Weg. Sie blickt auf 30 Jahre erfolgreiche Mentorentätigkeit zurück. Ihr Ziel ist es, jungen Inderinnen und Indern berufliche Perspektiven zu eröffnen. Die Biophysikerin und emeritierte Professorin aus Chennai unterstützt ihre „Schützlinge“ beim Erlernen der englischen Sprache und hilft ihnen, im Internet passende Informationen zu finden. „Ich motiviere junge Menschen aus unterprivilegierten Schichten in Indien zu einem Studium und finde mit ihnen zusammen heraus, welche beruflichen Ziele dabei realistisch sind“, sagt sie. Zudem unterstützt sie Studierende auch bei der Bewerbung an deutschen Universitäten. Die Forschungsbotschafterin des DAAD hat damit schon etlichen Studierenden zu einer wissenschaftlichen Karriere verholfen.

Kürzlich hat sie sich auch in der Community des Alumniportals als Mentorin angemeldet, um auch internationalen Ratsuchenden weiterzuhelfen. Das Wichtigste ist für sie: Erst einmal zuhören und die Stärken herausfinden. Mentoring ist für Aruna Dhathathreyan eine Herzensangelegenheit. Denn auch sie hat mit Hilfe ihrer Professoren Karriere machen können. „Wenn ich sehe, wie meine Mentees ihre hochgesteckten Ziele erreichen, gibt mir das eine tiefe Befriedigung.“

Aruna Dhathathreyan ist Professorin und emeritierte Wissenschaftlerin am CSIR – Central Leather Research Institute, Chennai, Indien. Ihre Arbeits- und Forschungsgebiete umfassen Biophysik, Biophysikalische Chemie und Oberflächenwissenschaften. Ihr erster Aufenthalt in Deutschland war 1996 am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, weitere Aufenthalte folgten in den Jahren 2005, 2010, 2011 und 2014. Aruna Dhathathreyan engagiert sich als Mentorin in der Alumniportal Community und veröffentlicht regelmäßig Gastbeiträge über ihre Zeit in Deutschland.

Autorin: Karoline Amon

Teaserfoto: Aruna Dhathathreyan im Labor (Foto: privat)

Werden auch Sie Mitglied in der neuen Community des Alumniportals und profitieren Sie von den wertvollen Tipps erfahrener Mentorinnen und Mentoren. Oder werden Sie selbst aktiv und unterstützen Sie andere Alumni bei wichtigen Karriereschritten!

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Oktober 2020

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