Neun Tipps für innovative Ideen und Lösungen im Berufsalltag

Sie wollen kreativer und innovativer werden? Dann fangen Sie einfach an, denn Kreativität kann man trainieren und Innovation kann man lernen! Daniela vom Redaktionsteam hat neun Tipps für eine innovative Denk- und Arbeitsweise für Sie zusammengestellt, die Ihnen helfen können, Ihren Plan auch bei starren Rahmenbedingungen und voller To-Do-Liste in die Tat umzusetzen.

  • Veränderungen müssen nicht immer riesig und bahnbrechend sein, um einen Unterschied zu machen. Viele kleine Dinge können in der Summe transformativ und wegweisend werden. Innovationen im kleinen Maßstab haben auch den Vorteil, dass sie weniger Hürden bei der Umsetzung überwinden müssen und schneller geschehen werden. Über kurz oder lang können sie so den Weg für größere Innovationsprojekte ebnen.

  • Am Beginn jeder Innovation steht ein Problem. Bevor man sich seiner Lösung widmet, muss man den Kern des Problems identifizieren und möglichst klar und ausführlich definieren. Dies ist die Grundlage für die erfolgreiche Suche nach Lösungsansätzen. Behalten Sie bei der Problemdefinition immer den Anwender im Blick und versuchen Sie, sich in seine Lage zu versetzen. Auch auf die Formulierung kommt es an. Anstatt zu fragen „Wie lösen wir das Problem?“ fragt man besser „Welche Möglichkeiten gibt es, um die Situation zu verbessern?“, denn der Plural lädt zum Denken ein und signalisiert, dass alle Ideen willkommen sind.

  • Täglich nutzen wir zahlreiche Informationsquellen und werden von Bildern, Artikeln und Videos regelrecht überflutet. Doch nicht alles, was sich on- und offline findet, ist auch relevant. Daher sollten Sie insbesondere während des Innovationsprozesses Informationen filtern und Ihre kostbare Zeit lediglich für hilfreiche und relevante Informationsquellen, z.B. von Vordenkern und Gründern, nutzen. Schränken Sie Ihre Auswahl jedoch nicht zu stark ein. Es kann enorm vielversprechend sein, sich ab und an auf komplett unbekanntes Terrain zu begeben und auch jenseits des eigenen Faches und fernab von vertrauten Gedankenmustern nach Lösungen zu suchen.

  • In der Regel entsteht Inspiration nicht einfach so, sondern man muss sie aktiv suchen bzw. „anlocken“. Nutzen Sie unterschiedliche, persönliche Inspirationsquellen und machen Sie sie sichtbar. Dies können z.B. Zeitungsausschnitte und Bilder auf einer Pinnwand oder auf einer virtuellen Plattform sein. Kreativität kann auch durch Museumsbesuche, Gespräche, Podcasts, Musik oder Blogbeiträge angeregt werden –  wenn wir in neue Welten eintauchen, kommen uns häufig ganz neue Gedanken. Inspirieren Sie sich auf diese Weise bevor sie in den Arbeitstag starten. Sie kommen einfach nicht weiter? Machen Sie einen kurzen Spaziergang um den Block und lassen Sie die Gedanken eine kurze Weile ziehen, ohne an ihre To-Do-Liste oder das volle E-Mail-Fach zu denken.

  • Ein gutes Zeit- und Ressourcenmanagement ist wichtig. Investieren Sie daher etwas Zeit in die Planung und Koordination Ihrer Aufgaben. Vielleicht ist es so möglich, Synergien zwischen einzelnen Aufgaben und Tätigkeiten zu schaffen und zeitlich effizienter zu werden? Führen Sie sich im Prozess immer wieder die 7-W-Fragen vors Auge: Wo? Warum? Was? Wer? Wie? Bis wann? Wie viel? Dies kann helfen, den Überblick über komplexe Vorgänge zu behalten.

  • Innovation geschieht selten im Vakuum. Sollten Sie nicht im Team an einer Aufgabe arbeiten, suchen Sie sich einen „Innovations-Buddy“, zum Beispiel einen Kollegen oder eine Kollegin, mit der Sie sich austauschen und sich gegenseitig motivieren können. Übrigens, die ganze Energie eines Meetings kann sich verändern, wenn Sie dieses im Stehen durchführen. Probieren Sie es aus und profitieren Sie von der Aktivität und Dynamik, die sich in Stand-Up Meetings entwickeln kann.

  • Innovationsprozesse sind häufig das Resultat harter Arbeit. Es wird Tage geben, an denen es sich sinnlos anfühlt, weiterzumachen, aber Ausdauer und Durchhaltevermögen zahlen sich in der Regel aus. Auch in Phasen, in denen Probleme und Hürden auftauchen und die zündende Idee fehlt, bleiben Sie aktiv und neugierig. Es lohnt sich, offen für neue Gedanken und Ideen zu bleiben und das Problem von verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

  • An Innovationen lässt sich arbeiten, aber ein Geistesblitz lässt sich nicht erzwingen. Manchmal kommen die besten Ideen ganz unerwartet. Häufig sind auch Zufall oder eine Portion Glück im Spiel. Jede Idee, egal, wie verrückt sie sein mag, kann als Inspirationsquelle für Größeres dienen. In der Anfangsphase hat daher jede Idee ihre Berechtigung, erst später werden unrealistische oder unpraktische Ideen verworfen.

  • Sie haben eine vielversprechende Idee? Dann visualisieren Sie sie, um sie für sich und andere greifbar und erlebbar zu machen. Visualisierung ist bspw. durch Bilder, Prototypen und Modelle möglich. Durch Visualisierung werden aus abstrakten Ideen konkrete Lösungen. Man kann mit ihnen experimentieren, sie im Team und mit Kunden effektiv kommunizieren und sie einfacher weiterentwickeln.

Diese Tipps mögen auf den ersten Blick trivial erscheinen, aber in Summe können Sie helfen, einen neuen Blick auf Probleme zu erlangen und neue Potenziale und Chancen zu sehen. Innovationen erfordern Mut und Engagement. Mit der Zeit inspirieren Sie sicher andere in Ihrer Umgebung, die sich Ihnen anschließen.

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Februar 2020

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