Was ist Mentoring und warum lohnt es sich?

In der Alumniportal Community bieten wir die Option des digitalen Matchings zwischen Mentor*innen und Mentees für ein One-to-One-Mentoring an. Sie erhalten Vorschläge für passende Mentor*innen auf Basis Ihrer Profilangaben oder können gezielt anhand verschiedener Kriterien nach einer passenden Mentorin oder einem passenden Mentor suchen. Übrigens, erst ein vollständig ausgefülltes Profil ermöglicht es dem zugrundeliegenden Algorithmus, passende Mentoring-Vorschläge für Sie zu machen.

Mentoring ist ein Instrument der Karriereentwicklung. Beim One-to-One-Mentoring handelt es sich um einen zeitlich befristeten, informellen Erfahrungs- und Wissenstransfer zwischen einer (berufs-)erfahrenen Person (Mentorin bzw. Mentor) und einer weniger erfahrenen Person (Mentee). Mentoring ist insbesondere in biografischen Übergangsphasen, etwa beim Berufseinstieg, beim beruflichen Wiedereinstieg sowie bei einem Job- oder Ortswechsel sehr lohnenswert. Hier kann Mentoring helfen, reflektierte Entscheidungen zur zukünftigen Karrierelaufbahn zu treffen. Durch Gespräche, Anleitung und die Einführung in entsprechende Netzwerke durch erfahrene Mentor*innen werden Mentees in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt. Aber nicht nur für Mentees bringt Mentoring wertvolle Vorteile mit sich, auch Mentor*innen können davon profitieren.

Vorteile für Mentor*innen:

  • Zugang zu frischem Wissen und aktuellen Entwicklungen
  • Einblicke in Prozesse und Arbeitsweisen
  • Schulung sozialer und Führungskompetenzen
  • Eigenreflektion und Möglichkeit, etwas zurückzugeben
  • Kontakte und Netzwerke

 

 

Vorteile für Mentees:

  • Orientierung und Feedback
  • Reflektion und bessere Selbsteinschätzung    
  • Neue Kontakte und Netzwerke    
  • Zugang zu Erfahrungen und Know-How    
  • Verstehen von ungeschriebenen Spielregeln

Was kann beim Mentoring thematisiert und besprochen werden?

In einer Mentoring-Beziehung können vielfältige Themen besprochen werden, etwa Karriereziele und -planung, Bewerbungsstrategien, der Ausbau persönlicher Kompetenzen, etwa im Bereich Soft Skills, Führungskompetenzen oder interkulturelle Kommunikation, fachliche Themen, Strategien des Selbstmarketings und Netzwerkens und vieles mehr. Mentor*innenbringen Ihren individuellen Erfahrungsschatz und Ihre Expertise ein und sind im besten Fall auch sensibilisiert für Themen der Chancengerechtigkeit und gesellschaftlichen Integration.

5+1 Tipps für Mentor*innen und Mentees

  • Mentoring findet freiwillig statt. Mentor*innen geben ihr Wissen und ihre Erfahrungen ehrenamtlich weiter. Dennoch ist der verbindliche und zuverlässige Umgang mit Terminen und Absprachen auf beiden Seiten eine wesentliche Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Mentoring-Beziehung.

  • Zu Beginn einer Mentoring-Beziehung ist das persönliche Kennenlernen von Mentor*in und Mentee von großer Bedeutung und entscheidend für den weiteren Verlauf des Mentorings. Die Mentoring-Gespräche sollten in einem geschützten Rahmen stattfinden und von allen Beteiligten streng vertraulich behandelt werden.

  • Gleich zu Beginn der Mentoring-Partnerschaft sollten die Bedingungen der Zusammenarbeit zwischen Mentor*in und Mentee geklärt und die jeweiligen Erwartungen und Rollenvorstellungen kommuniziert werden. Persönliche Ziele für den Mentoring-Zeitraum und mögliche Themen und Fragestellungen sind zu erörtern. Auch auf den Zeitrahmen des Mentorings sollten Sie sich einigen. Eine Mentoring-Beziehung besteht über einen definierten Zeitraum, kann aber auch darüber hinaus informell weitergeführt werden. Wir empfehlen den Zeitraum zu Beginn des Mentoring festzulegen, etwa zunächst auf 6 -12 Monate.

  • Gerade, wenn persönliche Treffen nicht möglich sind, ist es hilfreich verschiedene Kommunikationskanäle zu nutzen. Die Kommunikation über Privatnachrichten in der Community und E-Mails kann zum Beispiel durch Telefonate oder Video Calls ergänzt werden. Das Alumniportal-Mentoring ermöglicht es Ihnen zum Beispiel, sich direkt über Google, Facebook und Skype mit Ihrer Mentorin oder Ihrem Mentor bzw. Ihren Mentees zu verbinden.

  • Auch wenn man Ziele und Erwartungen für das Mentoring festlegt, stehen am Ende des Mentorings nicht zwingend fertige Pläne oder Lösungen. Vielmehr versteht sich Mentoring als Prozess. Entsprechend sollten beide Seiten eine gewisse Offenheit mitbringen. Allein die Reflektion über eigene Kompetenzen und Ziele, sowie die  Schärfung individueller Entwicklungsperspektiven ist ein wichtiger Schritt. Vielleicht entwickeln Sie im Rahmen des Mentoring auch eine richtige Karrierestrategie und legen konkrete Handlungsschritte fest – all dies sind  wertvolle Ergebnisse.

  • Sie haben in der Community eine passende Mentorin oder einen passenden Mentor gefunden und wollen in Kontakt treten und eine Mentring-Anfrage stellen? Wir empfehlen Ihnen, sich vorab bereits Gedanken darüber zu machen, was ihre persönlichen Erwartungen und Ziele für das Mentoring sind. Verfassen Sie eine freundliche, ausführliche Nachricht, in der Sie diese Ziele aber auch Ihren bisherigen Werdegang beschreiben. So kann Ihr Gegenüber am besten einschätzen, ob sie oder er Sie in Ihrem Werdegang unterstützen kann.

Autorin: Daniela Becker

August 2020

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