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Agus Maryono, Yogyakarta, Indonesien

Name: Agus Maryono
Lebt in: Yogyakarta, Indonesien
Deutschlandaufenthalt: 1993 bis 2000, u. a. in Mannheim und Karlsruhe
Bildungs- und Forschungseinrichtungen: Universität Karlsruhe
Beruf: stellvertretender Direktor von SEAMOLEC (Southeast Asian Ministers of Education Regional Open Learning Centre), Dozent an der Gadjah-Mada-Universität in Yogyakarta

Die Idee, in Deutschland zu studieren, ist schon während meiner Zeit im Gymnasium gereift. Der frühere Minister für Wissenschaft und Technologie, Dr. Burhan J. Habibie, hat mich dazu motiviert. Ich habe während meines siebenjährigen Deutschlandaufenthaltes unter anderem in Wohnheimen und Gastfamilien in Mannheim und Karlsruhe gewohnt. Mein Aufbaustudium und meine Promotion habe ich an der Universität Karlsruhe auf dem Gebiet Wasserbau absolviert. Währenddessen habe ich auch diverse Sprachkurse besucht.  Gefördert wurde mein Deutschlandaufenthalt vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Zurzeit bin ich als Dozent an der Gadjah-Mada-Universität in Yogyakarta tätig und stellvertretender Direktor von SEAMOLEC (Southeast Asian Ministers of Education Regional Open Learning Centre). Darüber hinaus bin ich amtierender Vorsitzender für die Organisation der Frankfurter Buchmesse 2015, bei der Indonesien Ehrengast ist (14. bis 18. Oktober 2015).

„Dank meines Studiums in Deutschland habe ich sechs Bücher über mein Fachgebiet publiziert“

Die sieben Jahre in Deutschland haben mein weiteres Leben sehr stark beeinflusst – beruflich wie auch privat. Insbesondere die Schulung des  systematischen Denkens und die Erweiterung meiner Fachkenntnisse haben mich dazu befähigt, mehrere Bücher zu veröffentlichen. Ich konnte mein erworbenes Wissen zum Thema Wasserbau durch Vorträge und Seminare in ganz Indonesien verbreiten.

Im privaten Bereich habe ich das Leben mit meiner Familie genossen. Wir haben uns gut verstanden und uns gegenseitig unterstützt. Ich kann mich noch gut an die schöne Zeit mit meinen Kindern erinnern, wie sie auf dem Spielplatz gespielt haben. Schön war auch, dass meine Frau während unseres Aufenthalt ebenfalls studieren konnte.

Wenn ich an meinen Deutschlandaufenthalt zurückdenke, denke ich an meinen Professor. Mit ihm arbeite ich noch heute im Rahmen von Wasserbauprojekten in Indonesien zusammen. Außerdem erinnere ich mich gerne an das Labor, wo ich mit sehr hilfsbereiten Kollegen gut zusammengearbeitet habe. Des Weiteren kann ich mich noch gut an das Einkaufen im Aldi, an die Straßen von Karlsruhe und an die Straßenbahn erinnern.

Während meines Aufenthaltes fand ich es schade, nicht genügend Geld zu haben, um in ein gutes Restaurant zu gehen, Konzerte zu besuchen oder mal ein Fußballspiel anzuschauen. Daher wäre mein Vorschlag,  dass der DAAD den Stipendiaten solche Freizeitaktivitäten ermöglicht.

„Mein persönliches Motto ist, dass man immer versuchen muss, besser zu werden“

Wenn man die Möglichkeit zu einem Deutschlandaufenthalt hat, muss man richtig arbeiten, aktiv mit Leuten reden, die Kultur kennenlernen und die Beziehungen mit Professoren und Kollegen der gleichen Fachrichtung pflegen. Man sollte nicht sagen „Ich kann das nicht“, sondern „Ich werde das schaffen“. Man muss fleißig sein und auf jeden Fall auch praktische Erfahrung in Deutschland sammeln, bevor man in sein Heimatland zurückkehrt.

Für die Zukunft erhoffe ich mir, für zwei bis drei Jahre nach Deutschland zurückzukehren, um meine Kenntnisse zu erweitern und dann noch viele weitere Bücher zu schreiben. Mein größter Wunsch ist es, eine Institution zu gründen, um mein Wissen noch schneller in ganz Indonesien verbreiten zu können, denn man sollte jede Möglichkeit wahrnehmen, anderen Leuten etwas zu vermitteln und ihnen dadurch zu helfen.

Agus Maryono zum Alumniportal Deutschland

Online-Netzwerke wie das Alumniportal sind sehr gut, um viele Alumni miteinander zu verbinden und Zeit, Kosten und auch die Distanz zu reduzieren. Ich persönlich nutze Online-Netzwerke viel und gerne und bin im häufigen Kontakt mit anderen Deutschland-Alumni, den Dozenten an der der Gadjah-Mada-Universität und auch mit Deutschland-Alumni-Organisationen in Indonesien.

Ich bin allerdings der Meinung, dass die Netzwerke nicht nur für Diskussionen gut sind, sondern auch, um gemeinsam zu arbeiten. Das heißt, man kann im Rahmen solcher Netzwerke Forschungsarbeiten oder Programme machen, um dann auch die Alumni-Netzwerke in ihrer Wertigkeit zu unterstützen. Ich erhoffe mir, dass die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Indonesien durch die Alumni weiterentwickelt wird. Sie sollen auch nicht unter sich bleiben, sondern mit Deutschland-Alumni in anderen Ländern den Kontakt behalten und zusammenarbeiten.

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August 2014

Kommentare

Mohan Barathi Gnanathilake
16. November 2014

Ich wünsche Herrn Maryono aus Yogyakarta, Indonesien alles Gute für seine Zukunft. Ich glaube, dass alle seine zukünftigen Absichten in Erfüllung gehen werden.

Federico Escalante Gallardo
30. August 2014

Muchas felicidades por todos los logros

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