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Agus R. Sarjono: „An Deutschland gefallen mir die großartige und reiche Literatur und die philosophische Tradition“

Name: Agus R. Sarjono
Lebt in: Depok, Indonesien
Herkunftsland: Indonesien
Deutschlandaufenthalt: September 2001 in Bremen und Berlin, Oktober 2002 bis Februar 2003 im Heinrich-Böll-Haus Langenbroich/NRW, Dezember 2010 bis Februar 2011 in Bonn, Juni bis Juli 2015 im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf/Brandenburg, verschiedene Kurzaufenthalte zwischen 2004 und 2014
Bildungseinrichtungen: Haus der Kulturen der Welt Berlin, Literaturforum im Brecht-Haus Berlin, Literaturhaus Köln, DIG – Deutsch Indonesische Gesellschaft Köln, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Humboldt-Universität zu Berlin, Universität Hamburg, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Beruf: Dichter, Autor, Herausgeber, Dozent

Der indonesische Schriftsteller Agus R. Sarjono schreibt Gedichte, Kurzgeschichten, Essays, Kritiken und Dramen, die vor allem in Publikationen in Indonesien, Malaysia, Brunei sowie in verschiedenen Journalen in Deutschland, den Niederlanden, England und den USA erschienen sind.

Er hat mehr als 20 Bücher über Literatur, Theater, Kunst und Kultur herausgegeben, darunter Pembebasan Budaya-budaya Kita („Die Befreiung unserer Kulturen“, 1999), eine Sammlung kultureller Vorträge herausragender indonesischer Intellektueller wie Soedjatmoko, B.J. Habibie, Mochtar Lubis, Mochtar Kusumaatmadja oder WS Rendra, sowie Poetry and Sincerity („Poesie und Aufrichtigkeit“, 2006).

Gemeinsam mit Berthold Damshäuser ist Agus R. Sarjono Übersetzer und Herausgeber der Seri Puisi Jerman (Reihe deutscher Lyrik in indonesischer Übersetzung) und hat Gedichtbände mit Werken von Rainer Maria Rilke, Bertolt Brecht, Paul Celan, Johann Wolfgang von Goethe, Hans Magnus Enzensberger, Friedrich Nietzsche, Georg Trakl und Hermann Hesse herausgegeben.

Preisgekrönte Literatur aus Indonesien

Agus R. Sarjono arbeitet als Dozent in der Theaterwissenschaftlichen Abteilung der Kunsthochschule STSI Bandung, war Herausgeber des Literaturmagazins Horison (2007-2013) und Chefredakteur des Jurnal Kritik („Journal literarischer Kritiken“).

Er nahm an vielen internationalen Literaturfestivals und -Seminaren teil, um aus seinen Werken vorzutragen oder die Eröffnungsrede zu halten. Agus R. Sarjono erhielt den MASTERA-Preis der malaysischen Regierung für seinen Lyrikband Lumbung Perjumpaan (2012) und den Sunthorn Phu-Preis aus Thailand für seine Leistungen im Bereich der Literatur (2013).

2001 arbeitete er als „Writer in residence“ am International Institute for Asian Studies  (IIAS) in Leiden, Niederlande (2001), gefördert durch die Poets of all Nations Foundation. Auch in Deutschland war Agus R. Sarjono als „Stadtschreiber“ tätig: 2002/2003 im Heinrich-Böll-Haus Langenbroich in Nordrhein-Westfalen sowie 2015 im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf in Brandenburg.

Agus R. Sarjono über Deutschland

Was verbinden Sie mit Deutschland?

Agus R. Sarjono: Literatur, Philosophie, Musik und Fußball.

Was war Ihr schönstes Deutschlanderlebnis?

Agus R. Sarjono: Ich habe viele verschiedene Erfahrungen gemacht und es fällt mir schwer zu sagen, welche die schönste war. Aber wenn ich mich entscheiden muss, dann würde ich meine  Zeit als „Stadtschreiber“ nennen, die ich in kleinen Städten wie Langenbroich oder Wiepersdorf verbracht habe.

Was gefällt Ihnen an Deutschland / an den Deutschen?

Agus R. Sarjono: An Deutschland gefallen mir die großartige und reiche Literatur und die philosophische Tradition. Die Menschen sind freundlich und feinfühlig und sie haben einen großen Sinn für Humor und Ironie.

Wie hat Ihr Deutschlandaufenthalt Ihr Leben beeinflusst?

Agus R. Sarjono: Er hat mich dazu gebracht, viele Gedichte über Deutschland zu schreiben.

Was ist in Deutschland ganz anders als in Ihrem Heimatland?

Agus R. Sarjono: In Deutschland ist man zu diszipliniert und ernst – in Indonesien dagegen zu undiszipliniert und locker.

Interview: Novel Meilanie

Lesen Sie auch das Interview mit Agus R. Sarjono zum Thema „Indonesien als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2015“ auf dem Alumniportal Deutschland

 

Oktober 2015

Kommentare

Thomas
15. Oktober 2015

Danke für diesen Artikel

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