0 Finde ich gut

Cecilia Smoglie, Buenos Aires, Argentinien

Name: Cecilia Smoglie
Lebt in: Buenos Aires, Argentinien
Deutschlandaufenthalt: 1982 bis 1984, 1988 bis 1990
Forschungseinrichtungen: Universität Karlsruhe, Forschungszentrum Karlsruhe
Beruf: Direktorin des Bereichs Energie am Instituto Tecnológico de Buenos Aires (ITBA)

Ich war mehrere Jahre – von 1982 bis 1984 und von 1988 bis 1990 – in Deutschland. Zunächst habe ich an der Universität Karlsruhe im Fach Maschinenbau promoviert. Danach habe ich als Gastwissenschaftlerin am Forschungszentrum Karlsruhe gearbeitet. Mein Aufenthalt wurde unter anderem von der argentinischen Kommission für Atomenergie (CNEA) gefördert. Aufgrund meiner Erfahrung in Deutschland wurde ich 1990 bei der ABB Schweiz AG als Entwicklungsingenieurin für Kraftwerke eingestellt und habe dort sechs Jahre lang gearbeitet. Seit 1996 bin ich am Instituto Tecnológico de Buenos Aires (ITBA) tätig und lehre dort Thermodynamik und Wärmeübergang.

„Deutschland ist einfach wunderbar“

Mein Deutschlandaufenthalt ist für mich sowohl persönlich als auch beruflich sehr bereichernd gewesen. Die Deutschen sind nette, höfliche, zuverlässige Leute und sehr gute Freunde. Das Land ist einfach wunderbar und es gibt viele positive Aspekte der Deutschen zu entdecken und zu schätzen. Etwas Negatives fällt mir gar nicht ein.


Die größten kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und meinem Heimatland sehe ich in der Arbeitsorganisation und der Zeiteffizienz. In Argentinien haben wir einen flexibleren Umgang mit der Tagesordnung. Außerdem neigen wir stärker dazu, unsere Gefühle auszudrücken. Auch bei der Erziehung der Kinder und der Einhaltung von Regeln gibt es Unterschiede. Die deutschen Hochschulen sind im Allgemeinen viel besser als unsere. Es gibt allerdings punktuelle Ausnahmen.

„Ich möchte beweisen, dass eine dauerhafte Beziehung zwischen Forschungseinrichtungen verschiedener Länder möglich und nützlich ist“

Am Instituto Tecnológico de Buenos Aires (ITBA) war ich 14 Jahre lang Direktorin der Maschinenbau-Abteilung. Seit 2011 bin ich Direktorin des Bereichs Energie, wo wir eine zunehmende Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) durchführen (dieses wurde 2009 als Zusammenschluss des Forschungszentrums Karlsruhe und der Universität Karlsruhe gegründet). Es handelt sich dabei um folgende Projekte:

  • Entwicklung und Validierung von Simulationstechniken zur Fluid-Struktur-Kopplung für den Entwurf von Kleinwindturbinen
  • Entwicklung eines Hochdruck-Elektrolyseurs zur Wasserstoffproduktion
  • Einrichtung eines dualen Masterstudiengangs für Energietechnologie

Durch eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem KIT möchte ich beweisen, dass eine dauerhafte Beziehung zwischen Forschungseinrichtungen verschiedener Länder möglich und nützlich ist.


Meiner Meinung nach ist der internationale wissenschaftliche Austausch sehr wichtig, solange er dazu dient, die Qualität und das Niveau der Untersuchungen zu gewährleisten und die Entwicklung beider Seiten zu fördern. Dabei spielt Deutschland ganz klar eine führende Rolle.

„Ich bin in keinem Alumni-Netzwerk, weil ich leider kaum Zeit für neue Kontakte habe“


Seit 1990, als meine Tätigkeit in Deutschland endete, habe ich immer private Freundschaften gepflegt und auch berufliche Kontakte gehalten. Langsam entwickelten wir eine professionelle Zusammenarbeit, die stets wächst.


Ich kenne einige Deutschland-Alumni aus meinem Land und habe unter anderem Kontakt mit Pablo Leslabay (ITBA), Sebastian Martijena (ITBA), Pablo Mosquera Michelson (zurzeit im FSM/KIT) und Carla Allende (Präsidentin KIT Alumni Club Argentina). Ich bin aber in keinem Alumni-Netzwerk, weil ich leider kaum Zeit für neue Kontakte habe.

Februar 2014

Jetzt kommentieren