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Estefanía Figueroa Buitrago, Santiago de Cali, Kolumbien

Name: Estefanía Figueroa Buitrago
Lebt in: Santiago de Cali, Kolumbien
Deutschlandaufenthalt: August 2012 bis Juli 2013 in Göttingen, Dresden und Asperg (bei Stuttgart)
Bildungseinrichtungen: Goethe-Institut, Technische Universität Dresden
Beruf: Studentin der Elektrotechnik

Mit dem DAAD-Programm „Jungingenieure aus Kolumbien“ sind zusammen mit mir 30 Kolumbianer nach Deutschland geflogen. Zuerst habe ich einen Deutschkurs beim Goethe-Institut in Göttingen besucht. Als der Kurs nach zwei Monaten zu Ende war, bin ich nach Dresden gezogen und habe ein Semester an der Technischen Universität studiert. Am Ende meines Deutschlandaufenthalts habe ich ein Praktikum bei Bosch in Schwieberdingen im Bereich Android-Programmierung absolviert.

„Der Lebensstil in Deutschland und das Land haben mein Interesse geweckt“

Ich hatte immer Interesse an der deutschen Kultur und Sprache. Außerdem stellt Deutschland für eine zukünftige Elektrotechnikerin wie mich eine ausgezeichnete Entwicklungsmöglichkeit dar, da es heutzutage eine Weltmacht in Forschung, Technik und Innovation ist.

Mir liegt die Mentalität des Landes und der Leute. Ich bewundere die Deutschen, da sie verantwortungsvoll, aufrichtig, respektvoll, ordentlich, offen und freundlich sind. Besonders gefällt mir, dass Deutschland die Stärke der Menschheit in der Bildung sieht und seine Schüler und Studenten immer unterstützt. Aber nicht nur Studenten aus Deutschland, sondern aus der ganzen Welt. In Deutschland kann man wirklich von Chancengerechtigkeit sprechen. Die große Unterstützung für die Forschung gefällt mir auch sehr.

Mein Lieblingsort in Deutschland ist Dresden, da ich wegen meinen dortigen Erlebnissen und Erfahrungen sehr an dieser Stadt hänge und sie in guter Erinnerung habe. Dresden ist eine wunderschöne Stadt, die viel zu bieten hat und in der man quasi durch die Zeit reisen kann. Besonders schön und bekannt ist der Dresdner Striezelmarkt, der einer der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands ist und jedes Jahr auf dem Altmarkt veranstaltet wird.

„Deutschland ist eine geöffnete Tür, die weitere Türen für mich öffnet“

Das Leben in lateinamerikanischen Ländern unterscheidet sich sehr von dem in europäischen Ländern, besonders in Nordeuropa. Das Essen, die Kultur, die Sprache, das Wetter und die Leute sind anders. Diese große Vielfalt war für mich eine ganz neue Welt, die offen und bereit war, mich willkommen zu heißen und mir eine Menge neuer Dinge beizubringen.

Ich hatte die Möglichkeit, meinen Horizont zu erweitern, indem ich Kontakt mit neuen und abwechslungsreichen Kulturen und Menschen hatte. Jetzt kann ich die Welt und die Aspekte meines Lebens mit neuen Augen betrachten und bin eine Bürgerin der Welt.

In meiner Freizeit lese ich viel und gern. Ich schreibe auch Gedichte, die ich jeden Sonntag in meinem Blog veröffentliche. Neue Sprachen lerne ich auch. Zurzeit beschäftige ich mich mit Japanisch, das ich eine sehr schöne und interessante Sprache finde.

„Man kann alles erreichen, wenn man an sich glaubt und alles mit Aufrichtigkeit tut“

Internationale Erfahrungen sind perfekt, um Kenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben, eine neue Sprache zu lernen, eine neue Kultur kennenzulernen, spannende Freundschaften zu schließen und sich selbst persönlich und professionell weiterzuentwickeln.

Wenn ich an meinen Deutschlandaufenthalt zurückdenke, denke ich an die wunderbare Tatsache, dass viele verschiedene Menschen aus der ganzen Welt mit unterschiedlichen kulturellen, politischen, religiösen und wirtschaftlichen Hintergründen so gute, bedingungslose und enge Freunde werden können.

Die Ausflüge mit meinen Freunden aus dem Goethe-Institut behalte ich in sehr guter Erinnerung. Wir haben zusammen Deutschland entdeckt, als ob wir Kinder wären. Wir waren eine große und abwechslungsreiche Gruppe aus fünf Kontinenten und alles war neu für uns. Bei ihnen hatte ich immer das Gefühl, dass ich bei meiner Familie war.

Trotzdem habe ich meine Familie und Freunde in Kolumbien vermisst. Vor meinem Deutschlandaufenthalt habe ich immer mit meinen Eltern in der gleichen Stadt gewohnt. Aber das Heimweh war nicht besonders groß, da man heutzutage dank der elektronischen Medien schnell und einfach in Kontakt mit anderen bleiben kann.

„Ich möchte mein Masterstudium in Deutschland im Bereich Telekommunikationstechnik absolvieren und über das Thema forschen“

Vor meinem Deutschlandaufenthalt habe ich mit meinem Tutor in Kolumbien das Thema meiner Diplomarbeit festgelegt. Dann habe ich an der TU Dresden an Lehrveranstaltungen teilgenommen, die einen Zusammenhang mit dem Thema haben. Die Suche nach einem Praktikum habe ich auch darauf ausgerichtet.

Im Moment arbeite ich an meiner Diplomarbeit, die ich in Deutschland angefangen habe, und verwende dafür alle erworbene Fähigkeiten und Kenntnisse. Es geht darin um die Datenübertragung zwischen Maschinen anhand von Kommunikationsnetzen der letzten Generation.

Für die Zukunft plane ich, ein Masterstudium im Bereich Kommunikationstechnik oder Satellitenkommunikation zu erlangen. Ich möchte meine schon erworbenen Deutschkenntnisse und meinen vergangenen Aufenthalt in Deutschland nutzen, um dort auch das Masterstudium durchzuführen.

Estefanía Figueroa Buitrago zum Alumniportal Deutschland

Ich stehe heute noch in Kontakt mit den Leuten, die ich im Goethe-Institut, an der Uni, während meiner Teilnahme an ERASMUS-Gruppen, auf Ausflügen und bei der Arbeit getroffen habe. Online-Netzwerke benutze ich besonders, um in Kontakt mit meinen Freunden zu bleiben, um neue Leute kennenzulernen und um mich zu informieren.

Das Alumniportal finde ich sehr positiv in dem Sinne, dass man neue Studenten, Experten, Stipendiaten und Leute kennenlernen, seine Deutschkenntnisse auffrischen, an Gruppen zu Fachthemen teilnehmen und sich über Trends in Deutschland informieren kann.

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September 2014

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